Erlebnispark in Wackersdorf erstrahlt in neuem Glanz – Wackersdorfer Firma engagierte sich ehrenamtlich

Von Caroline Keller · 6. Juni 2024 um 19:00

Der Erlebnispark Wasser, Fisch, Natur in Wackersdorf feiert heuer sein zehnjähriges Bestehen. Damit Familien mit ihren Kindern den Park wieder in vollen Zügen genießen können, rückte am Donnerstagmorgen gegen 8Uhr die Firma Caterpillar mit einer 70 Mann starken Mannschaft an. Zu tun gab es viel für die fleißigen Arbeiter.

An mehreren Stationen werkelten die Frauen und Männer der Wackersdorfer Firma. Bevor sie sich in Kleingruppen mit Rechen und Spaten bewaffnet zu ihren Arbeitsplätzen aufmachten, begrüßte Bürgermeister Thomas Falter (CSU) die Gruppe. Es sei nicht selbstverständlich, dass sich eine Firma so engagiere, sagte er.

Das besondere am Arbeitseinsatz war, wie Stefan Ortloff, Geschäftsführer von Caterpillar Wackersdorf, erklärte, dass die Mitarbeiter im Rahmen eines sozialen Projekttages anrückten. Die Organisation übernahm das Team um Sabrina Zimmerer. Mit ihren Kollegen Andreas Hartl, Thomas Wilhelm, Anthony Rajan und Birgit Krugner plante sie die Aufteilung der Gruppen sowie den Arbeitseinsatz.

Viele Baustellen gefunden

Im Vorfeld lief Zimmerer mit Bürgermeister Falter und Johann Strasser, stellvertretender Bauhofleiter, das ungefähr 30 Hektar große Areal ab, um die einzelnen Baustellen ausfindig zu machen. Der Wasserspielplatz soll wieder mehr Wasser führen, das Klettergerüst einen frischen Anstrich bekommen und der Teich mit dem Motto „Bewegung auf dem Wasser“ von Gräsern befreit und die Parkplätze mit neuem Schotter aufgefüllt werden. Zudem erhielten das WC-Häuschen des Großparkplatzes an der Industriestraße und der nah gelegene Oberpfälzer Märchengarten einen neuen Anstrich.

Nachdem Ortloff seine Mitarbeiter an die Sicherheit bei der Arbeit erinnert hatte, machten sich die Ehrenamtlichen auf. Einige zogen weiße Schutzoveralls an, andere schlüpften in Gummistiefel und einer sogar in eine Wathose, wie man sie normalerweise bei Anglern sieht. Ein Team, bestehend aus drei Männern, schnappte sich Schaufeln und zwei Schubkarren. Schaufel um Schaufel, Schubkarre um Schubkarre hoben sie Quarzsand aus der Wasserstelle am Wasserspielplatz, damit dieser wieder etwas tiefer wurde – aber nicht zu tief. Mit 15 bis 30Zentimetern Tiefe können auch kleinere Kinder gefahrlos dort spielen.

Ein anderes Team nahm sich das Klettergerüst vor. Mit grüner und blauer Farbe verpassten sie der Holzkonstruktion einen neuen Anstrich. Bevor die Männer aber lospinseln konnten, schliffen sie mit Sandpapier alte Farbrückstände ab.

Mit schwerem Gerät angerückt

Direkt neben dem Wasserspielplatz liegt der Teich „Bewegung auf dem Wasser“ mit einer Tiefe bis 40 Zentimeter. Über Laufteller und Trittsteine erreichte diese Gruppe ihren Arbeitsort. Gut, dass sie ihre Gummistiefel und eine Wathose angezogen hatten. Mit Rechen fischten sie Gräser und Schlick aus dem Wasser.

Ein paar hundert Meter weiter rückte die Firma mit schwerem Gerät an. Zwei etwa 17Tonnen schwere Mobilbagger verteilten Schotter auf den beiden Parkplätzen P1 und P2. Diese Parkplätze empfiehlt Thomas Falter auch den Besuchern, da dort auch der Haupteingang zum Erlebnispark liegt: „Hier fängt man auch von vorne mit den Fischteichen an.“ Infotafeln am Wegesrand vermitteln Wissenswertes über heimische Pflanzen, Tiere und natürlich den Karpfen. Die Pflege der Teiche liegt auch Johann Strasser am Herzen. Er kümmert sich zusätzlich um diese.

Der Rathauschef erklärte auch, warum der Eintritt in den Erlebnispark kostenlos ist: „Der Park war eine geförderte Maßnahme. Etwa eine halbe Millionen Euro hat die Errichtung gekostet.“ Der freie Eintritt, die vielen Parkplätze, die Lage am Murnersee und am Vier-Seenweg sowie die infrastrukturelle Ausstattung machen den Park für Familien attraktiv.

Neuen Anstrich verpasst

„Und wahrscheinlich auch die weltberühmte Currywurst vom Kiosk“, schmunzelte Falter bei der Begrüßung. Elisabeth Richter, Pächterin des Kiosks und gute Seele des Erlebnisparks, versorgte zusammen mit ihrem Mann die Caterpillar-Mitarbeiter mit kostenlosen Getränken und einem Mittagessen.

Standortwechsel: Neben dem Erlebnispark kümmerten sich zwei Gruppen um das WC-Häuschen am Großparkplatz und um den Märchengarten. Gut gelaunt schwang die Gruppe um Stefan Ortloff die Pinsel und verpasste dem Toilettenhäuschen einen neuen Anstrich. Die Gruppe um Sabrina Zimmerer nahm sich den Oberpfälzer Märchengarten vor, der dem Oberpfälzer Märchensammler Franz-Xaver von Schönwerth gewidmet ist. Holzskulpturen zeigen Szenen einzelner Märchen, wie der Mistkäfer aus Prinz Roszwifl als Wipptier. Die Holzfiguren bekamen einen frischen Anstrich. Davor aber füllten die Arbeiter die Wege mit frischen Hackschnitzeln auf.

Für den Arbeitseinsatz war der Park für einen Tag gesperrt. Ab Freitag, 7. Juni, können Besucher wieder zu der beliebten Freizeitmöglichkeit pilgern. Heuer zum zehnjährigem Bestehen des Erlebnisparks hat sich die Gemeinde Wackersdorf etwas einfallen lassen. Am 26. Juli wird das Jubiläum mit einer Piratenschatz-Suche gefeiert.

Das Klettergerüst bekam einen neuen Anstrich mit grüner und blauer Farbe. Foto: Caroline Keller
Ein großer Bagger brachte den Schotter am Parkplatz P2 auf, den die Männer dann verteilten. Foto: Caroline Keller
Einen der Teiche befreiten die Arbeiter von Gräsern. Foto: Caroline Keller
Gräser und Schlick fischten die fleißigen Arbeiter aus dem Teich. Foto: Caroline Keller
Das Team um Stefan Ortloff verpasste dem WC-Häuschen am Großparkplatz einen frischen Anstrich. Foto: Caroline Keller
Um den Märchengarten kümmerte sich das Team um Sabrina Zimmerer. Foto: Caroline Keller