Überwachung des ruhenden Verkehrs soll in Wackersdorf ausgeweitet werden

Schlechte Nachrichten für notorische Wildparker: In Wackersdorf soll der Überwachungsbereich für den stehenden Verkehr erheblich erweitert werden. Und es gibt noch weitreichendere Überlegungen.
Die Gemeinde ist Anfang 2019 dem Zweckverband Kommunale Verkehrsüberwachung beigetreten. Damit wurde diesem die Ahndung und Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten im ruhenden Verkehr übertragen. Wie Bürgermeister Thomas Falter (CSU) bei der jüngsten Gemeinderatssitzung bekanntgab, übernimmt der Zweckverband seit Sommer 2019 aber lediglich die Überwachung im Bereich Murnersee, Brückelsee, Rauberweiherhaus und am Erlebnispark Wasser-Fisch-Natur.
Mehr Sicherheit an Wegen und Straßen
Der Zuständigkeitsbereich soll nach Dafürhalten der Verwaltung nun aber ausgeweitet werden. Das sei vor allem wegen der Sanierung der Ortsmitte von Nöten, die eh schon größere Einschnitte in den Verkehr mit sich bringe. Hier wäre es aus Sicht der Verwaltung sinnvoll, den Zweckverband während der gesamten Maßnahme regelmäßig kontrollieren zu lassen.
Aber auch im Anschluss an die Großbaustelle sollte die Verkehrssicherheit an den Straßen und Wegen zu öffentlichen Einrichtungen weiter sichergestellt werden – vor allem im Bereich der neuen Ortsmitte, aber auch bei den Kindertageseinrichtungen oder beispielsweise am Bolzplatz bei größeren Veranstaltungen.
Aus diesem Grund schlage die Verwaltung laut Falter vor, dass die Gemeinde den Zweckverband generell und anlassbezogen aber auch dauerhaft im gesamten Gemeindegebiet für die Überwachung des ruhenden Verkehrs beauftragen darf. Der Gemeinderat gab dafür mit einer großen Mehrheit von 17Ja-Stimmen grünes Licht.
Auch der fließende Verkehr soll besser überwacht werden
Doch nicht nur das: Weil sich bei Bürgerversammlungen immer wieder Anwohner beschwert hätten, dass sich viele Verkehrsteilnehmer auch an die bestehenden Geschwindigkeitsbegrenzungen innerorts nicht halten würden – vor allem an verkehrsempfindlichen Punkten wie Schulen, Kindergärten oder unübersichtlichen Stellen – soll der Zweckverband aus Sicherheitsgründen auch den fließende Verkehr in naher Zukunft unter die Lupe nehmen.
Dazu wurden die Fraktionen gebeten, sich für eine der nächsten Sitzungen intern zu beraten, ob diese Vorgehensweise umgesetzt werden soll. Auch hier signalisierten die Räte ihre Bereitschaft.