Neues Wohngebiet an der Söltlstraße in Neunburg: Der Erste baut schon

Baukrise hin, Baukrise her – im neuen Wohngebiet an der Söltlstraße in Neunburg verlieren die künftigen Bewohner keine Zeit. Der erste Eigentümer begann vor kurzem mit der Errichtung seines Hauses – nur vier Monate nach dem Ende der Erschließungsarbeiten.
Nach wenigen Wochen steht bereits die untere Etage. Noch in diesem Jahr soll der gesamte Rohbau stehen, das Dach samt Photovoltaikanlage aufgesetzt, die Fenster eingebaut und der Außenputz angebracht sein. „Der Bau soll heuer dicht sein“, weiß Maximilian Baumgärtner, dessen Immobilienfirma die Grundstücke in dem neuen Wohngebiet vermarktet.
Über den Winter soll dann innen weitergearbeitet werden. Mit der Fertigstellung rechne der Bauherr im Frühjahr nächsten Jahres.
Ruhig, aber zentrumsnah
Momentan wohne der Bauherr noch zur Miete in der Stadt. Etwas Eigenes zu haben, sei sein Wunsch gewesen, erklärt Baumgärtner. Im Zuge der Erschließung des neuen Baugebietes sei er öfter dagewesen und fand dadurch Gefallen an dem 10500 Quadratmeter großen Gelände im Stadtsüden.
Die Immobilienmakler werben mit einer ruhigen und schönen, aber trotzdem zentrumsnahen Lage. Und wer auf dem Areal steht, erkennt sofort, dass dies zutrifft.
Das neue Wohngebiet ist nur knapp 900Meter vom Neunburger Zentrum entfernt. Und dennoch befinden sich die Baugrundstücke am Stadtrand auf einer Anhöhe mit einem herrlichen Blick auf Neunburg und die Umgebung. Vom ersten Haus, das gerade in die Höhe wächst, kann man beispielsweise bis hinüber zur Pentinger Kirche schauen. Und das neue Wohngebiet ist auch schon ans Glasfasernetz angeschlossen. Das sei für manche Bauherren ein Entscheidungsgrund, sagt Baumgärtner.
Sieben Parzellen sind verkauft, eine ist reserviert
Die Nachfrage nach den Grundstücken an der Söltlstraße ist gut – allen Unkenrufen aus der Baubranche zum Trotz. Von den 15 Parzellen seien bereits sieben verkauft und eine reserviert. „Und das, obwohl die Erschließung erst im Dezember abgeschlossen wurde“, meint Baumgärtner. Er ist deshalb mehr als zufrieden mit der bisherigen Nachfrage.
Bauplätze sind in der Stadt Neunburg allgemein begehrt. Auch im neu erschlossenen Baugebiet in Hofenstetten seien laut Stadt alle elf Parzellen verkauft. Somit ist das Baugebiet knapp ein Jahr nach seiner Erschließung ausgebucht.
Im Baugebiet Seebarn-Nord sind von zehn Grundstücken acht verkauft. Zur Verfügung stehen noch zwei Parzellen mit einer Größe von 555 sowie 647Quadratmetern. Derzeit sind auch schon fünf Parzellen bebaut.
Freie Plätze gibt es auch noch in Kleinwinklarn, wo ebenfalls vor kurzem ein neues Baugebiet ausgewiesen wurde. Von drei Grundstücken sind noch zwei – Größe: 575 und 510Quadratmeter – verfügbar.
Plätze auch in der Kernstadt
Kleinwinklarn, Hofenstetten und Seebarn sind nur drei Beispiele für Baugebiete, die in den Neunburger Ortsteile in den vergangenen Jahren erschlossen wurden. Auch in Mitteraschau, Fuhrn, Penting und Kröblitz sind vor einigen Jahren zusätzliche Baugrundstücke geschaffen worden. Die Stadt hat aber nicht nur die Ortsteile im Blick. Auch in der Kernstadt wurden Baugebiete erschlossen: Nördlich der Stephanstraße und Kleine Seigen sowie jenes an der Söltlstraße.
Dort entsteht das erste Haus in der südwestlichen Ecke des Geländes. Heuer könnte noch der Bau von zwei weiteren Häusern starten. Ein Eigentümer wolle im September beginnen, weiß Baumgärtner. Beim zweitem würden die Ausschreibungen laufen, so dass er vielleicht auch noch dieses Jahr starten könnte.
In diesen beiden Fällen sind es Grundstücke im südöstlichen Bereich und in der Mitte des Baugebietes. „Es handelt sich um ehemalige Neunburger oder deren Kinder, die wieder zurückkommen wollen“, berichtet der Immobilienunternehmer. Er ist froh, dass die neuen Eigentümer ihre Baupläne auch zeitnah realisieren wollen. Das müssen sie auch, denn der Kauf der Parzellen ist mit einem Bauzwang verbunden – ebenso wie in Hofenstetten.