Wohin mit den Bussen an der Jugendbildungsstätte in Wadmünchen?

Ganz zum Schluss der Stadtratssitzung am Dienstag machte Stadträtin Claudia Brückl auf ein Problem aufmerksam, das in der sonst sehr ruhig verlaufenden Sitzung zu einer Diskussion führte. Brückl hatte beobachtet, dass es bei der Ankunft von Bussen an der Jugendbildungsstätte zu gefährlichen Situationen komme. Ankommende Busse hielten mitten auf der Straße auf Höhe des alten Zollhauses. Die Klappen zu den Gepäckfächern würden beiderseits geöffnet und die Kinder und Jugendlichen würden mitten auf der Straße stehen. Dies führe zu gefährlichen Situationen und behindere den Verkehr.
Brückl schlug vor, Bussen das Rückwärts-Einparken in den beim alten Zollhaus befindlichen Parkplatz zu ermöglichen. Dann könnten die Kinder und Jugendlichen gefahrlos ein- und aussteigen. Der die Sitzung leitende Zweite Bürgermeister Martin Frank (Bürgermeister Markus Ackermann war am Sitzungstag noch in Urlaub) sah im Umbau des Parkplatzes keine Lösung. Da würden Parkplätze wegfallen. Frank fragte, warum die Bushaltestelle direkt an der Jugendbildungsstätte nicht genutzt werde. Das habe doch bislang geklappt.
Neue Anfahrtswege
Aus der Sitzung kam der Einwand, dass selbst bei Nutzung der Busbucht bei geöffneten Kofferraumklappen Kinder in den Straßenbereich treten müssten. Im Nachgang der Sitzung vermutete Brückl, dass sich durch die Umgehung die Anfahrtswege der Busse geändert haben. Die Busse kämen nicht mehr über den Marktplatz hoch zu JuBi, sondern nutzen die Böhmerstraße und den Breitenwiesweg und kämen damit für die Bushaltestelle von der falschen Seite.
Unterstützung bekam Brückl durch Stadtrat Siegfried Wagner. Auch er habe am Montag beobachtet, wie ein haltender Bus praktisch die ganze Straße zu den darüber liegenden Ortsteilen sperrte. Er machte den Vorschlag, zu prüfen, ob die rund sechs Parkplätze gegenüber dem alten Amtsgericht nicht als Bushaltestelle genutzt werden können. Frank sagte zu, dies mit Hilfe der Stadtverwaltung prüfen zu lassen.
JuBi unterstützt Lösung
Der Geschäftsleiter der Jugendbildungsstätte, Johannes Himmelhuber und Lena Rüger, die die Öffentlichkeitsarbeit der Bildungsstätte betreut, teilten auf Anfrage mit, dass ihnen das Problem bewusst ist. Das Personal der Jugendbildungsstätte achte bei den Busankünften besonders auf die Sicherheit der Jugendlichen. Den Verantwortlichen der JuBi sei klar, dass es dabei zu Behinderungen komme. Himmelhuber und Rüger freue es, dass man sich zu diesem Problem Gedanken mache. Man sei in Zusammenarbeit mit der Stadt für eine Lösung offen.
Zwei eher formale Akte hatte der Stadtrat zuvor behandelt. So wurden die Stadtwerke erneut mit der Bereitstellung des AquaFits betraut. Das hatten die Stadtwerke schon in den vergangenen zehn Jahren getan und sie sollen es mit einstimmigem Beschluss der Räte auch in den nächsten zehn Jahren tun. Hintergrund des Beschlusses ist das EU-Recht, das nach zehn Jahren eine erneute Entscheidung erfordert.
Den vorletzten Schritt vieler zurückliegender letzter Schritte muss der Stadt in Zusammenhang mit dem Schwarzachtal-Schulverbund vollziehen. Einstimmig stimmte sie der Auflösung des Schulverbundes mit Gleißenberg, Tiefenbach, Treffelstein, Schönthal und Rötz zu. Dafür werden Tiefenbach, Treffelstein, Schönthal und Rötz dem Mittelschulsprengel der Schwarzachtalschule Waldmünchen zugeordnet. Hintergrund ist, dass es an den Schulen Rötz, Schönthal und Tiefenbach nicht mehr genügend eigene Schüler gibt, um die eigenen Mittelschulen zu erhalten.
Zum Schluss der Sitzung sprach Frank auch die geplante Schließung der Heiligenfeldklinik an. Das habe die Stadt schwer getroffen. Mitte Juni sei ein Gespräch der Stadtverantwortlichen mit den Betreibern geplant, kündigte er an.