Lage an der Werftstraße weiter angespannt: Darum wird dort gezielt Wasser zugelassen

Von Marion Neumann · 5. Juni 2024 um 14:40

Die Hochwasserlage an der Werftstraße in Regensburg bleibt angespannt. Wie bereits befürchtet, war der dortige Untergrund durch den lang anhaltenden hohen Wasser- und Grundwasserspiegels immer mehr aufgeweicht.

Die Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) hatte sich deshalb am Mittwochmorgen dazu entschieden, kontrolliert Wasser zufließen zu lassen. „Wir haben sehr früh begonnen zu beobachten, wie sich der Untergrund bewegt“, erklärte Stefan Neudert, Leiter des Regensburger Wasserwirtschaftsamtes, bei einem Pressegespräch am Mittag. „Wir wollen sicherstellen, dass kein zu großes Druckgefälle zwischen Land und Wasserseite besteht. Deshalb haben wir uns entschieden, einen gewissen Wasserzufluss durchzulassen zulassen“, so Neudert weiter.

Mit dieser Aktion soll der unmittelbaren Gefahr, dass die Hochwasserschutzelemente schlagartig versagen, entgegengewirkt werden, heißt es noch von Seiten der Stadt.

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Wann können Anwohner zurückkehren?

Um die Lage richtig einschätzen zu können, müsse man weiter genau beobachten und nachregulieren, erklärte Neudert noch. Auch nach dem Termin begibt sich Neudert deshalb mit weiteren Mitarbeitern der Behörde an die kritischen Stellen. „Man will natürlich kein Risiko eingehen. Deshalb müssen die Überprüfungen auf der anderer Seite auf ein Minimum begrenzt werden“, sagt einer seiner Kollegen noch. Mit vor Ort sei ein Wasserretter mit Helm und Schwimmweste, der notfalls eingreifen könnte.

Neudert und Michael Köstlinger, Leiter des Tiefbauamts der Stadt, der bei dem Gespräch ebenfalls Fragen zur Situation an der Werfstraße beantwortete, betonten beide, dass die Evakuierung der Anwohner weiterhin bestehen bleiben müsse. Wann eine Rückkehr möglich sei, könne man aktuell noch nicht sagen. „Das wäre Kartenleserei“, machte Köstlinger deutlich.

Der Untergrund der Werftstraße weicht auf.