Medikamente „made in Regensburg“: Biopark investierte in den vergangenen 25 Jahren 839 Millionen in der Region

Was vor 25 Jahren mit einem der ersten Biotechnologiezentren in Bayern nahe der Universität Regensburg begann, ist heute der zweitgrößte Biotechstandort in Bayern und unter den Top 10 bundesweit: der Regensburger Biopark.
Durch die konsequente Weiterentwicklung am Standort und die enge Zusammenarbeit mit der regionalen Pharmaindustrie, Medizintechnik, Diagnostik und zuletzt der Gesundheitswirtschaft entwickelte sich der Biopark zu einem der innovativsten Cluster in der Region Ostbayern.
„Es ist beeindruckend wie sich der Biopark in den letzen 25 Jahren entwickelt hat“, sagte Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums stellte Biopark-Geschäftsführer Thomas Diefenthal die Entwicklung im Cluster Bioregio Regensburg vor.
839 Millionen Euro investiert
In den vergangenen 25 Jahren haben die Firmen des Clusters insgesamt 839 Millionen Euro investiert. „Davon der Löwenanteil mit 414 Millionen Euro als Eigenkapital, gefolgt von 242 Millionen Euro an Venture Capital und 183 Millionen Euro an Fördermittel“, erklärte Georg Stephan Barfuß, Referent für Wirtschaft, Wissenschaft und Finanzen der Stadt Regensburg, der auch Geschäftsführer für Finanzen im Biopark ist.
Der Biopark Regensburg hat sich seit dem Gründungsjahr auch baulich vergrößert und es fielen insgesamt 45 Millionen Euro an Bau- und Projektkosten an, die zur Hälfte vom Freistaat Bayern getragen wurden. Die andere Hälfte finanzierte sich aus Eigenmitteln, Krediten vom Bund sowie EU-Mitteln.
Finanziell unabhängiges Unternehmen
So ist der Biopark heute mit einem Umsatz von zuletzt 4,6 Millionen Euro ein finanziell unabhängiges Unternehmen der Stadt Regensburg. Außerdem habe sich die Zahl der Unternehmen seit dem Gründungsjahr verdreifacht, sagte Barfuß. Die Anzahl der Life-Science-Firmen im Cluster umfasst laut Biopark aktuell 66 Unternehmen mit insgesamt 5671 Mitarbeitern.
Der Biopark unterstützt Gründerteams am Standort Regensburg. Davon konnte der Biopark in den vergangenen 25 Jahren 71 Gründerteams erfolgreich begleiten, darunter die Firma Geneart, die heute Teil des US-Technologieunternehmens Thermo Fisher Scientific ist.
Standort wächst
Das Unternehmen sei eines von 16 erfolgreichen Auszügen aus dem Biopark, sagte Diefenthal. Aktuell seien fünf Start-ups in den Räumen des Bioparks. „Generell brauchen Biotech Start-ups länger, um flügge zu werden“, sagte Diefenthal. Neben den neugegründeten Unternehmen gelang es dem Biopark auch 29 Unternehmen aus dem In- und Ausland zeitweise in Regensburg anzusiedeln. Laut Diefenthal wurde dadurch die internationale Wahrnehmung des Standortes stark gefördert.
Biopark Regensburg verbindet
„Der Biopark bringt Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft zusammen“, sagte er. Nicht nur die Nähe zu den ansässigen Unternehmen sei wichtig, sondern auch die Nähe zur Universität Regensburg, dem TechCampus und dem Universitätsklinikum. Der Life-Science-Standort Regensburg werde auch in den kommenden Jahren weiter wachsen, sagte Barfuß.