Hochwasser bringt Nittenauer Volksfest in Gefahr: Aufbauarbeiten können aktuell nicht starten

Von Cornelia Lorenz · 3. Juni 2024 um 13:10

Das Hochwasser, das am Wochenende Nittenau erreichte, fließt langsam ab – doch die Nachwirkungen werden noch eine Weile zu spüren sein: Der für diese Woche geplante Aufbau fürs Volksfest kann nicht stattfinden. Anfang kommender Woche soll entschieden werden, ob das viertägige Event wie geplant von 14. bis 17. Juni über die Bühne gehen kann oder nicht.

Im Rathaus geht man derzeit davon aus, dass aufgrund der Überflutungen und der nötigen Aufräumarbeiten am Jahnweg der Aufbau für die Fahrgeschäfte und das Festzelt frühestens Anfang nächster Woche beginnen kann. Sicher sei das aber noch nicht, sagt Hochwasserbeauftragter Christian Schwandtner. Autoscooter und Kinderkarussell seien aber bereits in Nittenau – allerdings im Moment hochwassersicher auf dem Gelände des TSV Nittenau abgestellt.

In Summe, so lautet die Bilanz von Schwandtner und seinem Kollegen Markus Auburger, sei das Hochwasser diesmal weniger problematisch gewesen als befürchtet. Mit einem höchsten Pegelstand von 3,60 Meter am Sonntagabend sei man diesmal unter Meldestufe vier geblieben – und damit unter dem Niveau des Weihnachtshochwassers 2023. Damals habe man rund 6000 Sandsäcke vorbereitet, von denen man nun 3500 verwenden konnte – was den Kampf gegen die aktuellen Fluten erleichtert habe. Besonders problematisch seien beim neuerlichen Hochwasser die durch Starkregen übervollen Bachläufe im Stadtgebiet gewesen, sagt Auburger. Am Montag waren neben dem Jahnweg noch der Regenuferweg, Teile des Burghofs sowie der Ortsteil Entermainsbach von Überflutungen betroffen.

Festzelt der FF Bodenwöhr steht bereits

Dem bevorstehenden großen Jubiläumsfest der Freiwilligen Feuerwehr Bodenwöhr konnten die Wassermassen derweil nichts anhaben: Das Festzelt sei trotz der widrigen Witterungsverhältnisse wie geplant am Samstag aufgestellt worden, sagt FF-Vorsitzender Andreas Woeckel.

Aufgrund der leichten Hanglage sei das Wasser dort recht gut abgelaufen. „Am Freitag wollen wir dann richtig Gas geben“, sagt Woeckel. Die dreitägigen Feierlichkeiten starten abends um 18 Uhr mit dem Einholen von Festmutter, Patenverein, Schirmherr und der Ortsvereine. Die Besucher können sich dann bis Sonntag auf ein buntes Programm freuen.

lc