Krones investiert fast 40 Millionen Euro: Neues Logistikgebäude in Nittenau geplant

Von Cornelia Lorenz · 26. Mai 2024 um 17:00

Der Maschinenbau-Konzern Krones wächst kräftig – und hat auch am Standort Nittenau (Landkreis Schwandorf)viel vor: Bis Ende 2026 plant das Unternehmen dort Investitionen in Höhe von 39,5Millionen Euro. Was steckt dahinter?

Kürzlich hatte Krones als weltweit agierender Hersteller von Anlagen für die Getränkeindustrie für das erste Quartal 2024 gute Zahlen vermeldet: Ende März hatte man Aufträge im Wert von 4,358 Milliarden Euro in den Büchern. Damit übertraf das Unternehmen den Vorjahreswert um gut 15 Prozent. Auch der Umsatz stieg um vier Prozent auf 1,263 Milliarden Euro.

Rund 200 Millionen Euro will der Konzern in den kommenden drei Jahren in Deutschland investieren – und knapp 40 Millionen davon sollen in den Standort Nittenau fließen. Was steckt dahinter? Auf Nachfrage der Mittelbayerischen erklärte Krones-Sprecherin Ingrid Reuschl, wie sich die Investitionssumme aufschlüsselt: 33Millionen Euro seien für ein neues Logistik- und Sozialgebäude vorgesehen, das neben dem Wareneingang ein Hochregallager, ein automatisiertes Kleinteilelager, Kommissionierung und einen Bürobereich umfassen wird.

Neue Parkplätze auf mehr als 3500 Quadratmetern geplant

Auch auf dem ehemaligen Schlingmann-Areal soll sich in den kommenden drei Jahren auf einer Gesamtfläche von gut 14.000 Quadratmetern eine Menge tun: 9943 Quadratmeter sind für den Bereich Großteillogistik vorgesehen, 3594Quadratmeter sind für neue Mitarbeiter-, Motorrad- und Poolparktplätze inklusive E-Ladesäulen verplant. Die Investitionssumme auf dem Schlingmann-Gelände beträgt Krones zufolge 5,5 Millionen Euro.

Vergleichsweise niedrig ist mit einer Million Euro dagegen die Summe, die der Bau der neuen Werkszufahrt verschlingen wird. Sie soll vor allem im stark belasteten Heideweg den Lkw-Verkehr reduzieren – eine gute Nachricht für die Anwohner. Bisher fließt der Zulieferverkehr von der Brucker Straße aus via Bayerwaldstraße und Heideweg zum Werk.

Die neue Zufahrt soll das Firmengelände direkt mit der Brucker Straße verbinden, um die Anlieferung getrennt von den Anwohnern und für sie mit geringerem Lärm abzuwickeln. Darüber hinaus soll der Heideweg saniert werden und unter anderem eine neue Asphaltschicht erhalten. Der aktuellen Planung zufolge ist für die neue Werkszufahrt eine Bauzeit von Mitte Juli bis Ende November vorgesehen.

Grundstein für weiteres Wachstum

Aktuell beschäftigt Krones in Nittenau 800 Mitarbeiter, beim Tochterunternehmen Evoguard sind es 113. „Das Logistikzentrum stärkt die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts und sichert damit auch die Arbeitsplätze“, sagt Krones-Sprecherin Reuschl. Die Investition lege den Grundstein für weitere Wertschöpfungsmöglichkeiten. „Damit verbunden ist auch ein entsprechendes Wachstum in den nächsten Jahren. Wie dieses genau aussehen wird, befindet sich noch in der Detailplanung.“