Ferienhäuser am Klausensee in Schwandorf: Bauantrag liegt vor

Von Hubert Heinzl · 27. Mai 2024 um 05:00

Nach der Baugenehmigung für das Hotel am Klausensee nehmen auch die Pläne für die Ferienhäuser am Nordwestufer Gestalt an. Wie bei der jüngsten Sitzung des Schwandorfer Bauausschusses bekannt wurde, sollen hier 50Gebäude in Holzbauweise errichtet werden, 15davon als Uferhäuser direkt am Wasser.

Laut Klaus Boxhorn, dem Leiter des städtischen Sachgebiets Bauordnung, ging am 11.März dieses Jahres bei der Stadt ein Bauantrag der AIM Projekt 50 GmbH zur Errichtung einer Naturferienanlage am Klausensee ein. Sie soll am nordwestlichen Ufer entstehen. Laut Boxhorn werden alle Festsetzungen des alten Bebauungsplans Nummer XX aus dem Jahr 1988 eingehalten – unter anderem Baufenster, Erschließung sowie Zahl und Anordnung der Gebäude.

Das Vorhaben werde von der Verwaltung im vereinfachten Verfahren geprüft, eine Entscheidung im Ausschuss sei deshalb nicht erforderlich, heißt es in der Sitzungsvorlage. Aufgrund der Bedeutung des Vorhabens würden die Planungen dem Gremium aber „zur Kenntnisnahme vorgestellt“. Vergleicht man die in der Sitzung ausgeteilten Unterlagen mit dem Bebauungsplan „Sondergebiet Ferienhäuser Klausensee“ auf der städtischen Homepage, ist in der Tat kein Unterschied zu erkennen: Hier wie dort sind 50Ferienhäuser eingezeichnet, davon 15 direkt am Wasser. Gleiches gilt für die Erschließung.

Ferienhäuser sind zum Teil paarweise angeordnet

Wie Boxhorn erläuterte, unterscheiden sich die teilweise paarweise angeordneten Ferienhäuschen im Grunde nur durch die Länge des Verbindungsbaus. Alle Gebäude seien zweigeschossig, mit Wohnräumen im Erdgeschoss und Schlafräumen im Dachgeschoss. Im eingeschossigen Zwischenbau könnten bei Bedarf Badeutensilien oder Fahrräder untergebracht werden. Etwas Besonderes sind die Uferhäuser, die teilweise auf Stelzen errichtet werden sollen. „Etwa 50 Prozent der Wohnfläche liegt oberhalb des Wassers“, so Boxhorn.

Versorgungsleitungen sind nach seinen Worten auf dem Gelände nicht vorhanden. Die Erschließung mit Strom, Wasser- und Abwasserleitungen wolle der Investor selbst vornehmen. Das sei eine wichtige Auflage für die Genehmigung.

Parken nordwestlich der Seeklause

Geparkt werden soll nicht im Bereich der Ferienhäuser, sondern auf der Bestandsfläche nordwestlich der Seeklause. Bei einer Umstrukturierung, haben die Planer des Investors errechnet, könnten auf dem Areal 305 Stellplätze und weitere fünf Behindertenparkplätze untergebracht werden. Bei Bedarf kann in westlicher Richtung auf 550 Stellplätze erweitert werden – auch dies ist bereits im alten Bebauungsplan so festgelegt worden.

Wasserrechtlich steht der Ferienhaussiedlung laut Klaus Boxhorn nichts entgegen. Die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt habe dem Investor eine artenschutzrechtliche Prüfung zur Auflage gemacht. Diese werde in den nächsten Monaten auch durchgeführt.