Zum Reinbeißen: Erdbeersaison in Schwandorf ist eröffnet – Früchte heuer mit besonderem Aroma

So wie der erste Spargel vom Spargelhof Scharl in Schwandorf den Frühling ankündigt, so liefern die ersten Erdbeeren vom Erdbeerhof Rester einen Vorgeschmack auf den Sommer. Und heuer sollen sich die Früchte je nach Sorte durch einen extra süßen Geschmack auszeichnen.
In neunter Generation führt die Familie Rester den Bauernhof, zu dem neben den Erdbeeren auch eine Pferdehaltung mit Ackerbau und ein Lohnbetrieb gehören. Johannes Rester(35) wohnt mit seiner Frau Stefanie Rester-Schmid (33) und den beiden Kindern Simon (5) und Luisa (1) im Urgebäude. Von der Hofstelle aus bietet sich ein wunderschönes Panorama hinüber nach Neukirchen.
Auch auf den Erdbeerfeldern, die sich auf sechs Hektar rund um Grain erstrecken, kann man die Landschaft genießen. Und nicht nur das: Wenn Stefanie Rester-Schmid zusammen mit ihrer Schwiegermutter Irmgard(70) und den Erntehelfern zum Pflücken auf die Felder geht, wird natürlich auch genascht.
Dank guter Witterung: Erdbeersaison startet heuer früher
Apostel Petrus hat es mit allen Erdbeerfans heuer besonders gut gemeint. Durch die Sonneneinstrahlung und den warmen Frühling haben sich nicht nur die Früchte schon jetzt prächtig entwickelt und eine schöne Größe. Auch ihr Aroma ist in diesem Jahr besonders, wie Rester-Schmid sagt. Wer es sehr süß mag oder Marmelade kochen will, dem dürften es die Früchte der Erdbeerpflanzen mit dem Namen Rumba antun.
Dabei handelt es sich genauso wie bei Magnum und Sensation um eine Frühsorte. Alle drei bauen die Resters auf ihren Feldern an, und alle drei können ab Freitag, 24. Mai, auch von den Selbstpflückern abgeerntet werden. Doch aufgepasst: Wer das volle Aroma genießen möchte, sollte laut Stefanie Rester-Schmid auch wirklich nur dunkelrote Früchte ins mitgebrachte Körbchen legen. „Erst bei dieser Färbung kommt das volle Aroma zur Geltung“, verrät die Chefin.
Der Höhepunkt der Erdbeerernte wird im Juni erwartet. Dann sind auch die Früchte der Sorten Clery, Daroyal und Asia reif. Letztere besticht übrigens durch die Größe der Beeren. „Die sind teilweise fast so groß wie Pflaumen“, findet Rester-Schmid.
Die Spätsorte Malwina blüht bereits
Es ist gut möglich, dass die Erdbeersaison heuer früher endet als gewöhnlich. Durch die Witterung sei sie aber ja auch etwa drei Wochen früher gestartet, erklärt die Chefin am Resterhof. Bereits jetzt würde die Spätsorte Malwina blühen. „Sechs Wochen nach der Blüte kann man dann die Früchte ernten“, weiß Stefanie Rester-Schmid.
Sie hat sich all das Wissen über die Erdbeeren angeeignet. Denn eigentlich ist die 33-Jährige Bäckermeisterin. Ihr Handwerk hat sie im elterlichen Betrieb, der Bäckerei Heinrich Schmid an der Regensburger Straße in Burglengenfeld, erlernt. Nun kombiniert sie das Bäckerhandwerk mit der Landwirtschaft.
Im Hofladen bietet die 33-Jährige neben gepflückten Erdbeeren, Marmelade und Brot auch hausgemachten Erdbeerkuchen an. Bei gutem Wetter kann der gleich vor Ort im Freien gegessen werden. Dazu gibt es Kaffee von der Kaffeerösterei Dinzler, der durch eine Jura-Maschine läuft.
Mehrere Verkaufsstellen in Schwandorf
Johannes Rester und seine Frau Stefanie setzen auf Regionalität. Darin sehen sie die Zukunft ihres Betriebs. Ihre Erdbeeren verkaufen sie daher auch bei der Bäckerei Schmid in Burglengenfeld, im Rewe in Nabburg, bei Edeka in Ensdorf, sowie beim Spargelhof Scharl und der Gärtnerei Irrgang in Schwandorf. Mittwochs und samstags ist man zudem mit einem Verkaufsstand am Wochenmarkt in Weiden vertreten.
Und verarbeitet werden die Grainer Erdbeeren ebenfalls in der Region. Aldo Raccanelli von der Eisdiele Il Gelato Italiano an der Friedrich-Ebert-Straße in Schwandorf zum Beispiel stellt sein Erdbeereis mit Früchten vom Resterhof her.

