Cave-Gladium in Furth im Wald: Programm steht, Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

Das Programm steht, das Cave Gladium kann kommen. So schnell geht es natürlich nicht, verrät Vereinsvorsitzender Daniel Reitmeier. Vor dem spektakulären Mittelalterfest im August herrscht seit Wochen geschäftiges Treiben auf dem Gelände.
Vom 15. bis zum 18. August treffen sich Mittelalterfreunde aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland, um ihrer Passion zu frönen, Gleichgesinnte zu treffen und das Lagerleben zu genießen und das bereits zum zwanzigsten Mal. Da passt perfekt ins Bild, dass das Cave heuer einen Tag länger dauert, weil der 15. August ein Feiertag ist (Mariä Himmelfahrt).
Hochwasserschäden
Doch bis es soweit ist, muss im Vorfeld viel gemacht werden. „Wir erledigen auf dem Gelände schon relativ viele Arbeiten im Hinblick auf die Landesgartenschau im kommenden Jahr“, sagt Reitmeier. So wird die Kampfarena vom vorderen Bereich weiter ins Herz des Geländes verlegt und dann etwas rechts neben dem Turm platziert werden. Dafür rücken die Marktstände weiter nach vorne.
Zu schaffen gemacht hat dem Organisationsteam vor allem das Hochwasser im Winter. „Das ist doch weiter gestiegen als gedacht.“ Also musste man mit schwerem Gerät anrücken und das Gelände von angeschwemmtem Schlamm, Geröll und Sand befreien. „Außerdem sind jedes Jahr umfangreiche Pflegearbeiten notwendig.“ Wege herrichten, Bäume und Sträucher schneiden, gehört dazu. Auch Drainagen werden von Unrat befreit, damit der Platz trocken bleibt. Dazu gehört auch ein größerer Graben, der angelegt wurde, als sich im vorderen Bereich, wo heute die Speisen und Getränke ausgegeben werden, noch ein Fußballplatz der französischen Einheit befand. „Dort, wo heute unsere Toiletten stehen, landeten früher Hubschrauber“, erinnert sich Reitmeier. Vieles passiert auch im Hintergrund.
So bezeichnet der Organisationsleiter die Anpassung der Infrastruktur (Strom, Wasser, Abwasser) jedes Mal als große Herausforderung. Um alle Arbeiten rechtzeitig erledigen zu können, braucht es sicher ein Heer an freiwilligen Mitarbeitern? Reitmeier lacht: „Wir sind ein harter Kern von zehn Leuten, erledigen die Vorbereitungen abends oder an Wochenenden. Da kommen schon viele freiwillige Arbeitsstunden zusammen.“ Aber er sagt auch, dass das Team aus Leuten besteht, die viel Know How in allen handwerklichen Belangen mitbringen. „Keine Frage, man muss ein wenig verrückt sein, um sich das jedes Jahr auf‘s Neue anzutun, aber es ist eben unsere Leidenschaft.“
Das unterscheidet die Further auch von vielen anderen Festivals dieser Art. „Wir stellen nicht einfach nur Bierbänke auf, wir möchten alles so authentisch, wie möglich darstellen. Was wir machen hat Hand und Fuß.“ So ist die große Überdachung, die den Sitzbereich überspannt, eine Fachwerkkonstruktion.
LGS ein großes Glück
Als großes Glück nicht nur für Furth im Wald, sondern auch für das Cave Gladium bezeichnet Reitmeier die Landesgartenschau (LGS) im kommenden Jahr. „Wir sind ganz klar Gewinner der LGS.“ So werden die Baustellenwege auch nach der Schau als Hauptadern für das Gelände erhalten bleiben und auch der Brückenschlag zur Chambaue Nord bei der Leonhardikapelle, kommt den Veranstaltern gelegen.
Ausdrücklich erwähnen möchte Reitmeier die gute Zusammenarbeit mit Ausstellungsleiterin Tina Heigl und Bauprojektleiter Ulrich Dölker der LGS.
Vier Tage Programm auf dem Cave Gladium (Auszug)
Gerade wurde das Programm des diesjährigen Cave-Gladiums veröffentlicht. Heuer läuft es von 15. bis 18. August insgesamt vier Tage, weil der Donnerstag ein Feiertag ist.
Am Donnerstag treten um 14 Uhr die Businenbläser auf, wenig später eröffnet der Marktvogt das Cave Gladium 2024. Bis um 22.15 Uhr und auch an den anderen Tagen treten auf den beiden Bühnen die Bands Fatzwerk und Cartagena auf, und Gaukler Schabernack macht genau diesen. Um 14.30 Uhr ist die Musterung für den Hussitenkrieg, der um 15.15 Uhr auf der Schlachtwiese stattfindet.
Am Freitag startet des Programm um 12.15 Uhr, um 16 Uhr geht es in der Arena beim Schwertkampfturnier rund. Am Samstag (14 Uhr) und Sonntag (11.15 Uhr) laufen die Feldschlachtspiele, und in der Arena misst man sich am Sonntag (12.45 Uhr) beim Kubb-Turnier.
Jeden Abend gibt es nach Einbruch der Dunkelheit eine Feuershow (21.45 Uhr). für Kinder ist auch wieder Kistlers Puppenspiel am Start. Auf der Bogenbahn finden Wertungsschießen statt, Falkner sind mit ihren Vögeln vor Ort. Den Abschluss machen Fatzwerk am Sonntag (17 Uhr) auf Bühne 1.
Alle Turniere und Auftritte findet man auf der Homepage des Vereins:
www.cave-gladium.de