Bau-Firma Rädlinger gibt Sachstandsbericht - vier Gartenbauer haben Ausschreibung gewonnen

Von Alexander Frimberger · 19. Mai 2024 um 11:00

Wo stehen wir? Was ist noch zu tun? Zwei Fragen, die jeden Further interessieren, der sich auf die Landesgartenschau 2025 Furth im Wald (LGS) freut. Antworten gab es am Freitag Nachmittag bei einem Treffen an der Leonhardi-Kapelle.

Lass Blumen sprechen, hieß es für rund 50 freiwillige Helfer, die in die Chambaue Nord beim Cave-Gladium-Gelände gekommen waren und sich über die neuesten Entwicklungen informieren ließen. Gesponsert von Blumen Hofmann, wurden die Pflanzen von Bürgermeister Sandro Bauer und Mitarbeitern der LGS an die Ehrenamtlichen verteilt. „Nimm dir die Gartenschau mit nach Hause“, so Bauer.

Grundstimmung ist positiv

Zuvor drückte der Further Rathauschef seine Freude darüber aus, dass ein Jahr vor Beginn der Schau bereits über 100 freiwillige Helfer mit im Boot sind. Er führte weiter aus, dass der Besuch der LGS in Kirchheim, die gerade eröffnet worden ist, noch einmal einen richtigen Motivationsschub gebracht habe. „Natürlich steht uns noch viel bevor, alleine wenn man die Mengen an Baustellen in der Stadt verfolgt.“ Aber inzwischen habe sich die Grundstimmung von skeptisch und teilweise ablehnend in positiv gewandelt.

Sepp Altmann und Uwe Neumann vom Verein der Gäste- und Naturführer im Landkreis Cham berichteten über ihre Beweggründe, sich für die LGS zu engagieren. Gäste seien dankbar, wenn man ihnen über die Stadt, die Region und die Kultur erzählt. „Die LGS ist da für uns so etwas wie ein Sechser im Lotto“, sagte Neumann. Es sei toll was sich in der Stadt entwickelt, auf dem Gelände entstehe wahnsinnig viel. Stellvertretend für alle ehrenamtlichen Helfer sagte Neumann: „Die Gäste sollen mit einem Lächeln auf dem Gesicht heim fahren.“

Natürlich brennt derzeit vor allem das Thema Baustellen auf den Nägeln. Einer, der viel dazu sagen kann, ist Matthias Weichs, Oberbauleiter bei der Firma Rädlinger. Drei große Maßnahmen betreut das Chamer Unternehmen. Mit knapp 5,8 Millionen Euro Investitionssumme handelt es sich bei der Sanierung des Bereichs Lorenz-Zierl-Straße bis zur Hofer-Insel um den größten Brocken. Kanalbauten, Wasserleitungen sind komplett, die Straße ist geschottert, die Maßnahmen am Pastritz-Kanal mit Wehr und Sitzsteinen gehen voran. In Kürze soll mit dem Pflasterbau begonnen werden, „damit die Bürger wieder mit sauberen Schuhen in die Geschäfte kommen“, so Weichs. Auch der Bauzeitplan passt: „Wir sind drin.“

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Bereits erledigt sind die Vorbereitungen für den Drachensteg. Dafür mussten Brunnenringe als Fundament gelegt werden. Kostenpunkt: 320000 Euro.

Nach dem Cave Gladium soll im Bereich Chambaue Nord von der Leonhardi-Kapelle bis zum Weiherdamm der Geh- und Radweg fertiggestellt werden. Die Herausforderung ist hier, die enge Arbeitsfläche. „Um den Baumbestand nicht zu beschädigen, können wir nicht mit großen Maschinen arbeiten.“ Anschließend wird im Bereich Süd ein Teil des Chamb renaturiert und verbreitert, Inseln im Fluss werden platziert und auf der Regnerinsel die Spiel- und Erholungsflächen angelegt. Dafür sind insgesamt noch einmal 2,3 Millionen Euro vorgesehen. Weichs persönliches Fazit: „Ich bin sicher, dass es eine wunderschöne Gartenschau wird und ein Mehr an Lebensqualität bringt.“ Unter dem Titel „Gartendetails“ entstehen auf der Festwiese vier Schaugärten. Laut Tina Heigl, Leiterin des LGS-Bereichs Ausstellung und Betrieb, haben die Ausschreibung die Firmen Robl Zeitlandschaften (Furth im Wald), Pohl-Gärten (Cham), Gartenbau Bucher (Chamerau) und Gartenbau Weißmüller (Berg bei Neumarkt) gewonnen. Nach Furth gekommen war Sebastian Pohl, der das Konzept seines Unternehmens vorstellte. Es soll ein Waldgarten mit verschieden hohen Bäumen (bis zu acht Meter) werden, der von einer Holzwand umgeben ist und drei Eingänge haben wird. Er ist so angelegt, dass man hinein gehen muss, um ihn sehen und erleben zu können. Verschiedene Elemente, wie Wasser, Granit, Gräser und Farne sowie Sitzbänke und Ausstellungsflächen kommen hinzu. „Alles soll einen Bezug zum Bayerischen Wald haben“, so Pohl

3000 Veranstaltungen

Bevor Sandra Kleemann, die für das Veranstaltungsprogramm verantwortlich zeichnet, ihren Zwischenbericht abgab, betonte Bauer, dass man auch für „unsere tschechischen Freunde ein guter Gastgeber sein möchte.“ Er bedankte sich in diesem Zusammenhang bei Jana Jankovcova von der Touristinfo in Kdyne, die für diesen Termin in die Drachenstichstadt gekommen war. Kleemann berichtete, dass rund 3000 kleine und große Veranstaltungen von der Lesung über Sportevents bis hin zu Konzerten geboten sein werden. Ein spezielles Angebot ist die „Schule im Grünen“ für Kinder und Jugendliche. Externe Referenten aus allen Bereichen des Lebens können hier ihr Unternehmen, ihren Verein oder anderes präsentieren. „Es sollen 2025 wirklich alle Ziel- und Altersgruppen angesprochen werden“, so Kleemann.

Gruppenbild mit Vertretern von Stadt und Landesgartenschau.