Georgisch essen im Neumarkter Ärztehaus: Das erwartet die Gäste im neuen Tbiliso

Georgische Spezialitäten statt Thai Curry: Nachdem das Lex im Neumarkter Ärztehaus im Dezember 2023 geschlossen hat, startet Quereinsteiger Alexander Dorzaginov mit seinem Restaurant Tbiliso. Die Gäste will er nicht nur mit gutem Essen überzeugen.
„Die Lage ist toll“, sagt der neue Betreiber mit Blick auf den nahezu vollen Parkplatz des Ärztehauses. Beim Hereingehen ins Restaurant sticht direkt die rot-weiße Flagge Georgiens ins Auge. Sie hängt an einer Holzfront neben der Bar. Dahinter befindet sich die Küche, auf die die Gäste beim Vorbesitzer noch freien Blick hatten.
An den Wänden hängen Bilder vom alten Tiflis, der Hauptstadt Georgiens, die Dorzaginov auch zum Namen Tbiliso inspirierte. Die restliche Einrichtung hat der 45-Jährige vom früheren Besitzer übernommen. Die dominierende Farbe: Violett.
Georgische Küche ist sehr fleischlastig
Auf den Tischen im Restaurant stehen Aufsteller mit einer Anleitung, wie man richtig Khinkali isst. Diese Teigtaschen sind eine georgische Spezialität und meist mit Hackfleisch gefüllt. Dorzaginov bietet sie aber auch mit Käsefüllung an. Generell sei die georgische Küche sehr fleischlastig, sagt der Inhaber. Statt Schweinefleisch würden aber eher Rind und Lamm verwendet. Für Vegetarier und Veganer gebe es im Tbiliso aber einige Alternativen. Von Montag bis Donnerstag wird zusätzlich ein Tagesgericht, bestehend aus einem Drei-Gänge-Menü, angeboten.
Am Herd stehen georgische Köche aus der Ukraine, sagt Dorzaginov, der selbst eigentlich aus einer ganz anderen Branche kommt. Mit der Gastronomie hatte er bisher noch keine Berührungspunkte. Er stammt aus Sibirien. Seit 1997 lebt er in Neumarkt. Mit der georgischen Küche und Kultur kam er über seine Verwandtschaft in Kontakt. Diese betreibe ebenfalls ein georgisches Restaurant – allerdings nicht in Neumarkt.
50 Gäste kamen zur Eröffnungsparty
Bereits am 6. Mai hat Dorzaginov „still eröffnet“, am 10. Mai folgte die große Eröffnungsparty. Im Vorfeld verteilten er und sein Team an Besucher des Ärztehauses fleißig Speisekarten. Rund 50 Personen seien schließlich zur Eröffnung gekommen. „Das Feedback war zu 99 Prozent positiv“, so der Chef. Kritisiert wurde die Darstellung der Speisekarte. Einige Besucher hätten gesagt, Bilder wären hilfreich. Die Umgestaltung der Karten stehe nun auf Dorzaginovs To-Do-Liste. Auch Internet-, Facebook- und Instagram-Auftritte sollen entstehen.
Auch fast drei Wochen nach der Eröffnung zeigt sich der 45-Jährige zufrieden. Für die Zukunft wünscht er sich aber, „dass es jeden Tag voll ist“. Im Innen- und im Außenbereich gebe es jeweils rund 90 Sitzplätze.
Live-Musik soll Gäste anlocken
Überzeugen wolle Dorzaginov nicht nur mit seinen Speisen, sondern auch mit Live-Musik. Jeden Freitag- und Samstagabend soll ein bunter Mix aus ukrainischer, georgischer und indischer Musik gespielt werden. „Ich will eine Wohlfühlatmosphäre schaffen“, sagt Dorzaginov.
Erreichbar ist das Restaurant unter 09181/5095831. Die Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag und am Sonntag von 10 bis 22 Uhr, am Samstag von 16 bis 22 Uhr.