45.223 Unterschriften bei Petition für Mainburger Krankenhaus: „Kampf fängt erst richtig an“

Nach drei Monaten hat die Initiative zum Erhalt der stationären Versorgung in Mainburg (Landkreis Kelheim) ihre Petition mit 45.223 Unterstützerunterschriften beendet. Das sind doppelt so viele wie erhofft. Doch der Kampf um das Krankenhaus sei deswegen noch lange nicht vorbei. Er fange jetzt erst richtig an.
„Nach den ersten Tagen Anfang Februar hatten bereits mehrere Tausend Bürger online ihre Unterschrift geleistet. Dass es also mit dem Auslegen von Unterschriftenlisten in vielen Geschäften, Praxen und Apotheken und an Infoständen auf Märkten in der Region noch deutlich mehr werden könnten, hatten wir schon erhofft“, teilt Reiner Gastner von der Initiative in einer Pressemeldung mit.
Positive Resonanz im Landkreis Kelheim und darüber hinaus
Die positive Resonanz, welche die Petition im gesamten Landkreis Kelheim, aber auch in den Hallertauer Gemeinden in den Landkreises Freising (9309 Unterzeichner), aber auch Pfaffenhofen (4775) und Landshut (3316) fand, sei wirklich großartig und ein klarer Auftrag für die Verantwortlichen in der Politik, so Gastner.
Anfangs habe man sich rund zehn Prozent der Bürger im Landkreis Kelheim, also etwa 12.000 Bürger als Ziel gesetzt, ergänzt Annette Setzensack. Mit mehr als 24.000 Unterzeichnern aus dem eigenen Landkreis haben am Ende doppelt so viele unterschrieben wie erhofft. 4626 Personen hätten sogar in einem Kommentar ihre persönliche Betroffenheit dokumentiert und begründet, warum das Krankenhaus in Mainburg erhalten bleiben muss. Die Initiatoren dankten allen, die die Petition mit viel Herzblut unterstützt haben, die Werbung für dafür gemacht haben oder Unterschriftslisten ausgelegt, eingesammelt und sie oft bis spät in die Nacht elektronisch erfasst haben.
„Doch der Kampf um unser Krankenhaus ist nun keinesfalls vorbei, er fängt jetzt erst richtig an“, wirbt Michael Zenk auch im Hinblick auf die kommende Sondersitzung des Kreistags Kelheim am 12. Juni dafür, dass sich alle Bürger und Akteure aus Gesellschaft und Wirtschaft weiter für die stationäre Versorgung stark machen.
Petition richtet sich unter anderem an Kelheimer Landrat Martin Neumeyer
Die Petition richtet sich an den Landrat des Landkreises Kelheim, Martin Neumeyer, den Aufsichtsrat der Ilmtalklinik, den Kreistag des Landkreises Kelheim, die Landesgesundheitsministerin Judith Gerlach, MdL Petra Högl, MdB Rita Hagl-Kehl , Betreuungsabgeordnete der SPD für den Landkreis Kelheim sowie an Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach. Auf die verantwortlichen Adressaten der Petition werde die Initiative in Kürze in geeigneter Weise zugehen und im Sinne der Unterstützer die Notwendigkeit der akutstationären Versorgung in Mainburg deutlich machen und diese einfordern.
Auch darüber hinaus will die Initiative weiterhin auf politisch Verantwortliche auf jeder Ebene zugehen und in Gesprächen Überzeugungsarbeit leisten, bekräftigt Werner Pitzl in der Pressemitteilung.