Benannt nach den Großmüttern: Die neueste Firma „elma“ in Waldmünchen betreut Senioren

elma heißt die neueste Firma in Waldmünchen, die es erst seit diesem Monat gibt. Betrieben wird sie von Claudia Brückl, die bekannte Stadträtin und Imkerin ist. Benannt wurde das Unternehmen nach ihren beiden Großmüttern Elisabeth und Maria. Und das aus guten Grund: Denn elma kümmert sich um die Unterstützung von Senioren im Alltag.
Am Montag stellte Brückl ihr neues Ein-Frau-Unternehmen bei Bürgermeister Markus Ackermann vor. Er informiere sich wie bei jeder anderen Neugründung gerne und wolle auch als Multiplikator fungieren, sagte Ackermann zur Begrüßung. Mit ihrer Familien- und Seniorenunterstützung im Alltag wolle sie ganz allgemein Menschen ermöglichen, so lange wie möglich zu Hause zu leben, berichtete Brückl. Sie fange da an, wo die Nachbarschaftshilfe und ähnliche ehrenamtliche Hilfen aufhörten und höre da auf, wo die Pflegedienste mit ihrer gesundheitlichen Unterstützung beginnen. Für sie stehe der Mensch im Mittelpunkt. Sie wollte Senioren beim Einkaufen, bei Arztgängen, beim Kochen aber auch bei sozialen Kontakten, bei der Unterhaltung und beim Spaziergehen helfen.
Nur eins schließt Brückl ausdrücklich aus, sie sei keine Putzfrau. Das sei ihr auch bei einem Seminar für den Schritt in die Selbstständigkeit für gelernte Hauswirtschafterin geraten worden: „Sonst werdet ihr behandelt wie eine Putzfrau!“ Genau das will Brückl aber nicht. Sie will laut ihrem Prospekt eine „kompetente, soziale, hauswirtschaftliche Betreuung und Alltagsbegleitung sein“.
Qualifizierte Ausbildung
Dafür bringt die 48-Jährige Mutter von drei Kindern eine Ausbildung als Einzelhandelskauffrau und die Ausbildung zur Hauswirtschafterin mit Gesellenbrief mit. Zusätzlich hat sie sich mit einen Kurs zur Alltagsbegleiterin für Senioren weitergebildet und sich bei einem Seminar über den Schritt in Selbstständigkeit für Hauswirtschaftliche Dienstleister informiert. Allerdings hat sie durch ihr intensiv betriebenes Hobby als Imkerin Erfahrungen mit der wirtschaftlichen Selbstständigkeit sammeln können. Da sie sich jetzt nicht mehr so um ihre Kinder kümmern müsse, habe sie den Freiraum für etwas anderes. Deswegen habe sie sich jetzt mit einem Ein-Frau-Betrieb für die Seniorenunterstützung selbstständig gemacht.
„Das passt absolut in die Zeit“, sagte Bürgermeister Ackermann. Als eine von drei oberpfälzer Pilotkommunen im Projekt „demografiefeste Kommunen“ sei Waldmünchen selbstverständlich von Überalterung betroffen. Dies sei ein Thema unserer Zeit. Von dem Angebot Brückls könnten viele profitieren, sagte Ackermann. Einmal die Senioren selbst, die durch die Unterstützung neue Lebensfreude und Alltagshilfe bekommen könnten, die Angehörigen wiederum würden entlastet und die Gesellschaft bekomme auch etwas zurück, weil es ihren Bürgern besser gehe.
Ihr Angebot sei zum Beispiel für Senioren gedacht, deren Angehörige zu weit wegwohnen oder die kinderlos seien. „Für die alten Leute ist es oft schwierig und dann ist es gut, wenn sie einen Ansprechpartner vor Ort haben“, sagte Brückl. Sie helfe aber auch, wenn pflegende Angehörige, selbst einmal eine Pause brauchen und entlaste so Familienangehörige.
Ihre Firma sei zwar für den ganzen Landkreis zu gelassen, sagte Brückl, aber wegen der langen Fahrzeiten wünsche sie sich möglichst viele Kunden im Raum des Altlandkreises Waldmünchen. Mittlerweile habe sie die ersten Gespräche geführt, und sei guter Dinge.
Finanziert werden kann ihre Arbeit über verschiedene Quellen. Bei einem anerkannten Pflegegrad über die Verhinderungspflege, die Entlastungsleistung, das Bayerische Landespflegegeld oder die Umwandlung von bis zu 40 Prozent der Pflegesachleistung. Über diese Leistung der Pflegekassen hinaus ist natürlich auch eine private Zahlung möglich.
„Hier ist auch ein Umdenken in der Gesellschaft notwendig“, sagte Brückl. Viele scheuten sich, ihre finanziellen Mittel für die Pflege zu Hause aufzuwenden. Dabei sei dies gut angelegtes Geld, denn es ermögliche einen längeren Aufenthalt in der gewohnten Umgebung und im sozialen Umfeld. Zudem werde ein Heimaufenthalt deutlich teurer.
Alte Menschen einbinden
Ihr Ziel sei es bei den hauswirtschaftlichen Tätigkeiten, die alten Menschen mit einzubinden. Sie könne sich zum Beispiel auch vorstellen mit den Senioren gemeinsam zu kochen, sagt Brückl, aber auch ein gemeinsamer Spaziergang oder der gemeinsame Besuch beim Arzt seien denkbar. Ein solches Angebot der „reinen Alltagbegleitung“, sei ihr im Landkreis nicht bekannt. Den Bereich hauswirtschaftliche Hilfe in Kombination mit einer Alltagsbegleitung gebe es aber auch bei anderen Anbietern.
Wer mehr über die Familien unterstützung elma und Claudia Brückl wissen will, kann sie unter Tel. (0175)9175001 kontaktieren oder auf die Homepage www.elma-hilfe.de gehen.