Todesfälle in Pflegeeinrichtung in Furth im Wald: Obduktion ist abgeschlossen

Nachdem es im Zuge der Ermittlungen zu Todesfällen in einer Further Pflegeeinrichtung zu einer dritten Festnahme gekommen und die Exhumierung einer männlichen Person angeordnet worden war, liegt jetzt das Obduktionsergebnis vor.
Insgesamt drei Personen einer Pflegeeinrichtung in Furth im Wald sitzen derzeit in Untersuchungshaft. Zunächst hatte die Staatsanwaltschaft Haftbefehle gegen eine 54-jährige Pflegerin und den 38-jährigen Leiter der Einrichtung erwirkt. Eine weitere 50-jährige leitende Angestellte wurde später aufgrund eines Haftbefehls der Staatsanwaltschaft Regensburg in U-Haft genommen. Sie soll laut Staatsanwaltschaft einem Bewohner ohne medizinische Indikation zwei Fentanyl-Pflaster aufgeklebt haben. Zwei Tage später sei der Bewohner des Pflegeheimes dann verstorben (wir berichteten).
Keine Hinweise auf Fentanyl
Der Mann wurde laut Oberstaatsanwalt Thomas Rauscher daraufhin exhumiert und obduziert. Das Ergebnis liegt inzwischen vor: „Bei der chemisch-toxikologischen Untersuchung wurden keine Hinweise auf Fentanyl nachgewiesen“, erklärt Rauscher und ergänzt: „Leider befand sich der Leichnam jedoch in einem sehr schlechten Zustand, so dass dies nicht zwingend darauf schließen lässt, dass kein Fentanyl zum Einsatz kam.“
Staatsanwaltschaft hat weitere Hinweise
Laut Rauscher ist damit der chemisch-toxikologische Untersuchungsvorgang abgeschlossen, allerdings liegen der Staatsanwalt weitere hinreichende Hinweise vor, so dass sich im Moment an der Ausgangssituation nichts geändert hat.