Die Burglengenfelder Maidult ließ es krachen – Veranstalter ziehen positive Bilanz

Von Josef Schaller · 6. Mai 2024 um 11:00

Deftig gesalzener Emmentaler, eine frisch gebackene Breze, dazu eine kühle Maß – wer kann da schon widerstehen? Endlich ist wieder Volksfestzeit. Fünf großartige Stimmungsbands, attraktive Fahrgeschäfte, ein breites kulinarisches Angebot und die zumeist sommerlichen Temperaturen verwandelten den Georgianger während der Burglengenfelder Maidult zu einer Pilgerstätte.

Zur Feierlaune der Festgäste dürfte auch der günstige Bierpreis beigetragen habe. 10,90Euro kostete die Maß Bier heuer. Festwirt und Schausteller können auf ein erfolgreiches Fest zurückblicken. Beide zogen eine positive Bilanz. Leider verlief die Maidult auch heuer nicht vollkommen friedlich.

Gipfelstürmer begeisterten in Burglengenfeld

Während zum Auftakt die Partybands Brezensalzer und Sappralot die Stimmung im randvollen Bierzelt zum Überkochen brachten, hat die Feierlaune der Festgäste unter der Woche leicht nachgelassen.

Obwohl die Musiker der „Stoasberger Lumpen“ und „Hoarschoaf“ am Dienstag- und Freitagabend ihren Kollegen in nichts nachstanden, schafften sie es nicht, das Festzelt komplett zu füllen. Die Stimmung war trotzdem gut. Vor allem die jungen Festgäste ließen keine Müdigkeitserscheinungen erkennen und stellten die Qualität der Biertischgarnituren bis zuletzt auf die Probe.

Zum ersten Mal war es Festwirt Gerhard Böckl gelungen, für die Burglengenfelder Maidult die Erlanger Kultband Gipfelstürmer zu engagieren. Sie hatte am Oktoberfest 2022 im Festzelt Bräurosl ihr Wiesn-Debüt hingelegt. Die Musiker um Frontmann Jörg Bauer sorgten mit einem leidenschaftlichen Auftritt am Samstag für ein tolles Festfinale und hinterließen bei ihrem Maidult-Debüt einen bleibenden Eindruck. Sie verstanden es, traditionelle Instrumente wie die steirische Harmonika und eine Basstuba mit E-Gitarren und Schlagzeug zu kombinieren. Mit einem breitgefächerten Musik-Portfolio und einer großartigen Bühnenshow brachten sie die Stimmung am Samstag noch einmal zum Überkochen.

Viel los war zumeist auch auf dem Festplatz-Boulevard. Eine besondere Attraktion bot diesmal das Fahrgeschäft Salto Mortale – eine Art Riesen-Schaukel, bei der man in 20 Metern Höhe kopfüber das Festgelände überblicken konnte. Etwas Mut gehörte schon dazu. Und für alle, die sich trauten, war es ein „geiles Gefühl“, wie eine junge Maidult-Besucherin schwärmte. Natürlich war auch heuer der Autoscooter wieder ein Anziehungspunkt für Jung und Alt.

Das kulinarische Angebot ließ ebenfalls keine Wünsche offen. Wer befürchtete, dass ihm die im Bierzelt angebotenen gegrillten Haxen und Hendl zu schwer im Magen liegen könnten, fand auf dem Festgelände viele Alternativen. Ob nun Pizza, Langos, Churros, Crêpes, Baumstriezel oder gegrillte Makrele – das Auswahl war groß.

Wie schon in den vergangenen Jahren gab es am 1. Mai neben dem Festgelände wieder Oldtimer zu bewundern. Alte Motorräder, Traktoren und Trabis standen in Reih und Glied und wetteiferten um die Blicke der Festbesucher.

Das BRK versorgte bei der Maidult mehr als 40 Gäste

„Alles lief wie am Schnürl“, so lautet das Resümee von Festwirt Gerhard Böckl, der viel Lob für die Stimmungsbands übrig hatte. „Und das Wetter war ein Traum“. Auch Schausteller Manuel Schneider zog ein positives Fazit.

Weniger erfreulich ist die Bilanz der Polizei und des BRK-Bereitschaftsdienstes ausgefallen. Während das erste Festwochenende noch sehr friedlich verlaufen war, kam es zweiten Wochenende zu mehreren Körperverletzungen. In der Nacht vom Freitag auf Samstag sei es auf dem Festgelände zu einer Schubserei gekommen, bei der 14 Personen beteiligt waren. Eine Person habe sich dabei leichte Verletzungen zugezogen. Am Sonntag sei es kurz nach Mitternacht auf der angrenzenden Friedhofstraße zu weiteren Körperverletzungen gekommen, wie die Polizei Burglengenfeld berichtete.

Viel zu tun hatte auch der BRK-Bereitschaftsdienst, der über 40Festgäste versorgen musste. Zumeist seien es Schnittwunden gewesen, sagte Bereitschaftsleiter Tobias Singerer auf Nachfrage. Eine Person musste nach Erstversorgung einer arteriellen Schnittwunde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Zwei Personen mussten wegen Alkoholvergiftungen per Taxi in die Klinik gefahren werden.