Burglengenfelder Maidult erlebt einen spektakulären Auftakt – Polizei zieht positive Bilanz

Von Josef Schaller · 28. April 2024 um 19:00

Die Burglengenfelder (Landkreis Schwandorf) präsentierten sich zum Auftakt der Maidult in bester Feierlaune. Wie schon in den vergangenen Jahren waren es wieder die Stimmungsbands „Breznsalzer“ und „Sappralot“, die für ein sehr stimmungsvolles und fulminantes erstes Festwochenende sorgten.

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Die frühlingshaften Temperaturen um die 20 Grad hatten ebenfalls ihren Teil beigetragen. Für gute Laune dürfte auch der Bierpreis gesorgt haben. Der blieb nämlich, wie von Festwirt Gerhard Böckl angekündigt, auch heuer unter elf Euro.

Dabei hatte es lange so ausgesehen, als ob die kühlen Temperaturen und die vielen Niederschläge der vergangenen Woche den Festauftakt verhageln könnten. Doch die Stoßgebete der Burglengenfelder scheinen erhört worden zu sein. Sie konnten ihre Pullover und Jacken in ihren Schränken lassen – und stattdessen in fescher Tracht ihre Wertschätzung für die bayerische Bierzeltkultur zum Ausdruck bringen.

Beste Stimmung auf dem Burglengenfelder Volksfestplatz

Die Festhalle war schon gut gefüllt, als Bürgermeister Thomas Gesche am Freitag pünktlich um 19 Uhr den Gästen mit einer vollen Maß zuprostete und die ersehnte Nachricht verkündete: „O’zapft is!“. Bereits eine Stunde vorher wurden die Burglengenfelder auf dem Marktplatz mit einem Standkonzert der Musikkapelle St. Vitus auf das bevorstehende Festwochenende eingestimmt. Anschließend zogen Stadträte, Vereine und Festwirt bei Marschmusik zum Festgelände.

Viele Dultbesucher hatten sich den Fußmarsch erspart und genossen schon vor dem offiziellen Festauftakt den wohlschmeckenden Hopfentrunk, der heuer wieder von der Brauerei Naabeck eigens für die Maidult eingebraut worden war.

Die Breznsalzer hatten ihren ersten Titel noch gar nicht zu Ende gespielt, da standen die überwiegend jungen Festgäste schon bis in die hinteren Reihen auf den Sitzbänken der etwa 170 Biertischgarnituren. Sie brachten damit unmissverständlich zum Ausdruck: Wir sind gekommen, um Party zu machen. Keines der vielen „Prosit der Gemütlichkeit“ wurde ausgelassen, um mit erhobenen Krügen gemeinsam mit ihren Tischnachbarn anzustoßen.

Ausgehungert von den langen Wintermonaten ohne Feste grölten sie durch das Zelt: „Oh, wie ist das schön, sowas hat man lange nicht gesehn.“ Kaum einer war gewillt, vorzeitig das Handtuch zu werfen. „Der Zug hatte keine Bremse.“ Gefeiert wurde, bis die Musik verstummte.

Auch am Samstag platzte das Zelt aus allen Nähten. Die Lokalmathadoren von Sappralot brachten die Partystimmung auf den Siedepunkt. Sie hatten viele alten Schlager zum Mitschunkeln und Mitsingen mitgebracht. Die Bierbänke wurden bis in die hintersten Reihen einer intensiven Qualitätsprüfung unterzogen. Und so manch eine(r) hat möglicherweise beim Zuprosten auch in „zwei rehbraune Augen“ geblickt.

Draußen vor dem Zelt drängten sich die Massen über den Festplatz-Boulevard, angezogen von den bunten Lichtern der Fahrgeschäfte und vom Duft der zahlreichen Delikatessen, denen kaum einer widerstehen konnte. Die Festbesucher hatten unter anderem die Wahl zwischen Makrele vom Grill, Flammkuchen in verschiedenen Variationen, Pizza, Langos, Churros, Langos, Crêpes, Baumstriezel und den legendären Bratwurst- und Fischsemmeln. Auch im Bierzelt wurden die Festgäste mit gegrillten Hähnchen, Haxen und Currywurst bestens kulinarisch versorgt. Am Sonntagmittag wurde zusätzlich Schweinebraten mit Knödel serviert.

Das Highlight dieser Maidult ist definitiv das Fahrgeschäft Salto Mortale − eine Art Riesen-Schaukel, bei der man in 20 Metern Höhe kopfüber seine Blicke über den Festplatz schweifen lassen kann, wie der Schausteller Manuel Schneider erklärte.

Festauftakt begeisterte

„Adrenalin pur“ und „ein geiles Gefühl“ – so schwärmten zwei junge Besucherinnen, nachdem sie ausgestiegen waren. „Aber man sollte vorher nicht sonderlich viel trinken“, so ihre Warnung. Auch mit einem neuen Riesenrad, das abwechselnd in grün und blau leuchtet, kann man aus 25 Metern Höhe die Burglengenfelder Vorstadt betrachten.

Ein Anziehungspunkt ist aber natürlich auch wieder der Autoscooter. Und die kleinen Festbesucher finden gleich am oberen Eingang zum Festplatz alles, was ihr Herz begehrt: Bungee Jumper, Kinderkarussel und Schifferschaukel.

„Es war ein toller Festauftakt“, sagte Festwirt Gerhard Böckl nach den ersten beiden Tagen. Und auch Schausteller Manuel Schneider ist mit dem Start sehr zufrieden, wie er betonte. Die Polizei sprach am Sonntagvormittag von einem „äußerst friedlichen“ ersten Festwochenende.

Von Churros bis zum Hendel: Das kulinarische Angebot ist sehr vielfältig.
Das Salto Mortale ist ein Highlight.
Für viele war der Autoscooter wieder ein Anziehungspunkt.
Der Bierpreis blieb auch heuer unter elf Euro.