Mehr als ein Wumms: Beim Rescue-Day der Feuerwehr Krondorf-Richt staunten die Besucher

Die Feuerwehr Krondorf-Richt reihte am Wochenende bei ihrem 150.Jubiläum einen Höhepunkt an den nächsten. Nachdem am Freitagabend schon mehr als 1000Gäste die Brettl-Spitzen gefeiert hatten, strömten am Samstagnachmittag unzählige Besucher zum Volksfestplatz. Der Rescue-Day lockte vor allem viele Familien an. Kein Wunder: Für die Kinder hatten sich die Veranstalter einiges einfallen lassen.
Das Team um Kommandant Wolfgang Pirzer hatte zusammen mit der Wasserwacht eine Karte mit Aufgaben für den Nachwuchs entworfen. Die kleinen Besucher konnten an sieben Stationen nicht nur einen Stempel sammlen, sondern auch viel Wissenswertes über die verschiedenen Rettungsorganisationen und ihre Arbeit erfahren.
Natürlich durfte eine Belohnung für die gesammelten Stempel nicht fehlen: eine Fahrt mit dem Motorboot der Wasserwacht Schwandorf.
Bei den Stationen war auch der Einsatz der Kinder gefordert. Beim Technischen Hilfswerk Oberviechtach galt es beispielsweise, in einer Kletterausrüstung, unterstützt von zwei THWlern, auf einen Turm aus leeren Getränkekästen zu steigen. Diesen Turm mussten die Kinder Kasten für Kasten beim Klettern selbst bauen. Konzentration und Balance waren dabei unerlässlich.
Tank hält keine zwei Minuten
Spannend wurde es bei der Vorführung des Flugfeldlöschfahrzeuges Z6 der Bundeswehr. Hier wollten die Organisatoren von den Kindern wissen, wie groß der Wassertank ist. Sage und schreibe 6000 Liter, etwa 33gefüllte Badewannen, passen hinein. Bei voller Auslastung der beiden Dach- und Frontwerfer ist der Tank in unter zwei Minuten leer. Michael Goll und Leif Menger, beide Oberbrandmeister und Fahrzeugführer bei der Bundeswehrfeuerwehr Manching, sowie Brandoberinspektor Marco Mulzer erklärten den Besuchern das Fahrzeug genau.
Ein Highlight war die Schauübung, bei der ein Unfall mit zwei Autos simuliert wurde. Die Einsatzkräfte führten den Zuschauern die Rettung einer Person aus einem der Autos vor. Mit schwerem Gerät schnitten die Feuerwehrler einen „Verletzten“ aus einem grauen Ford Fiesta, während eine Notfallsanitäterin den Mann unter einer schützenden Plastikplane medizinisch versorgte.
Zum Schluss der Schauübung hatte Baggerfahrer Michael Falk aus Haselbach noch die Aufgabe, einen etwa 1,1Tonnen schweren blauen VW Polo mit dem Greifer hochzuheben und dann auf den Ford zu schleudern. Mit einem lauten Krachen fiel der Kleinwagen zu Boden.
Wolfgang Pirzer war sichtlich zufrieden mit dem Rescue-Day: „Nicht nur das Wetter passte, die Leute nahmen die Veranstaltung super an.“ Er berichtete stolz, dass schon die ersten Neugierigen beim Eintreffen des ersten Fahrzeugs am Vormittag eine Runde über den Platz drehten.
Auch Schirmherr Oberbürgermeister Andreas Feller und Ehrenschirmherrin MdB Martina Englhardt-Kopf (beide CSU) zeigten sich vom Rescue-Day und dem Engagement der etwa 25 Rettungsorganisationen begeistert.
Das Zelt war wieder voll
Am Samstagabend gegen 19Uhr fand dann noch der Fassanstich im Festzelt statt. OB Feller zapfte das Fass mit einem Schlag an. Das Festbier lieferte die Schlossbrauerei Naabeck. Festleiter Johann Kiener stand beim Blick ins erneut volle Zelt die Freude ins Gesicht geschrieben: „Es hätte nicht besser laufen können. Ich glaube, der Aufwand hat sich ausgezahlt!“







