Rektorin Irene Träxler und Lehrer Ludwig Groitl blicken auf ein halbes Jahrhundert Geschichte zurück

Seit einem halben Jahrhundert steht die Chamer Johann-Brunner-Mittelschule (JBM) für Bildung und Gemeinschaft. Gegründet in einer Zeit des Wandels, hat sie Generationen von Schülern nicht nur Wissen, sondern auch Werte vermittelt. Dieses Jahr feiert die JBM ihr 50-jähriges Bestehen und die Schulfamilie hat einiges, worauf sie zurückblicken kann.
Im Gespräch mit der Rektorin Irene Träxler und Ludwig Groitl, Lehrer und hauseigener Experte für die Schulgeschichte der JBM, wird deutlich: Die Schule hat sich entwickelt, aber ihre Essenz bleibt unverändert: Sie ist nach wie vor ein Ort, an dem Bildung und persönliche Entwicklung Hand in Hand gehen.
Zurück zu den Anfängen
„Mit rund 980 Schülern und 60 Lehrkräften ist die THS II Cham die größte Schule ihrer Art in der Oberpfalz“, schrieb Gründungsrektor Anton Schmaderer in der Festschrift aus dem Jahr 1974. Heute ist die JBM mit knapp 500 Schülern die größte Mittelschule im Landkreis.
Die Gründung des Schulverbands Cham, der die Klassen sieben bis neun umfasst, wurde bereits vor der Landkreisreform von den Regierungen der Oberpfalz und Niederbayerns im Jahr 1969 beschlossen. Dies erforderte den Bau eines neuen Schulgebäudes, welches man strategisch außerhalb des Stadtzentrums, nahe Zifling, errichten wollte. Die Notwendigkeit für die Gründung des Schulverbands ergab sich aus dem Volksschulgesetz, welches mehrzügige Hauptschulen forderte – eine Anforderung, die die kleinen Landschulen von damals nicht erfüllen konnten. Mit der Einführung des neunten Pflichtschuljahres im August 1969 kamen zusätzliche Aufgaben hinzu, wie der verstärkte Einsatz von Fächergruppen, Fachlehrerunterricht und die Einführung qualifizierender Abschlussprüfungen an Hauptschulen, blickt Ludwig Groitl auf die Anfänge der JBM zurück.
In den 50 Jahren ihres Bestehens durchlief die Schule zahlreiche Entwicklungen und Meilensteine, beginnend mit ihrem Namen. Gegründet als Teilhauptschule II (THS II), wurde die Bildungseinrichtung 1985 in die Johann-Brunner-Volksschule und später in die Johann-Brunner-Mittelschule umbenannt. „An allen drei Schulen bin ich da gewesen“, sagt Groitl mit einem Lächeln. Mittlerweile gehört er zum „Inventar“ und erlebte in seiner Zeit als Lehrer an der JBM vier von fünf Rektoren mit.
Bereits im Gründungsjahr galt die Schule – damals noch THS II – als hochmodern und geht auch heute mit der Zeit. Als Irene Träxler zum Schuljahr 2022/23 von Neunburg vorm Wald zur Chamer JBM wechselte, brachte sie frischen Wind und neue Ideen mit.
Digitalisierung steht hoch im Kurs
Dazu gehört die Digitalisierung und die damit einhergehende eins-zu-eins-Ausstattung der Schüler (bis auf die fünften Klassen) mit iPads, die vom Freistaat Bayern finanziell mit unterstützt wird. Mit diesem Schritt hat sich die JBM den Titel „Digitale Schule der Zukunft“ verdient. Im kommenden Jahr werden auch die fünften Klassen mit iPads ausgestattet. „Dann sind wir komplett digital. Das Lernen mit moderner Technik gehört immer mehr zum Alltag. Aber auch analoges Lernen mit Büchern, Tafel und Co. ist und bleibt ein integrativer Bestandteil des Unterrichts“, so Irene Träxler.
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Nun freut sich die Schulfamilie bereits auf die Jubiläumsfeier, die am Dienstag, 7. Mai, stattfindet. „Die Gäste erwartet ein buntes Programm. Unsere Schüler haben viele Beiträge wie Tänze und ein Theaterstück vorbereitet. Es wird eine tolle Geburtstagsfeier“, so die Rektorin Irene Träxler.

