Grund- und Mittelschule Roding: „Eigengewächs“ auch für Konrektor-Posten

Die Weichen für einen ruckelfreien Übergang in der Leitung der Grund- und Mittelschule Roding sind gestellt: Nachdem für den nach diesem Schuljahr nach 17 Jahren in den Ruhestand gehenden Rektor Günter Kaniber dessen bisheriger Stellvertreter Heinrich Achatz nachrückt, bekommt auch dessen Posten ein „Eigengewächs“: Alexander Schraml (35) hat sich erfolgreich beworben.
„Ich freue mich sehr, dass die Nachfolge so gut mit eigenen Leuten geregelt werden konnte“, betont Kaniber. Ein gutes Team werde die größte Grund- und Mittelschule im Bezirk Oberpfalz künftig führen, ist er sich sicher, so dass er beruhigt in den Ruhestand gehen könne, wie er schmunzelnd erzählt.
Schraml war bereits in seiner Referendariats-Zeit in Roding eingesetzt. „Er hat von Anfang an überzeugt und großes Engagement gezeigt“, sind sich Kaniber und Achatz, der im Übrigen damals sein Betreuungslehrer war, einig. Sowohl fachlich (Schraml hat auch schon einige Fortbildungen absolviert), als auch menschlich sei er sehr gut geeignet, als Konrektor der großen Schule mit rund 80 Lehrern und etwa 700 Schülern zu fungieren, unterstreicht Kaniber. „Er kann sehr gut mit den Leuten umgehen“, erläutert der scheidende Schulleiter.
Früh in der Verantwortung
Dass er mit 35 Jahren schon in relativ jungem Alter einen Führungsposten an einer so großen Schule bekommt, sei ein Beweis für seine sehr guten Leistungen, sagt Kaniber. Schraml hatte sich bei der Regierung der Oberpfalz für die Stelle beworben und den Zuschlag bekommen. Dass nun auch die zweite Leitungsstelle intern besetzt wird, noch dazu bei einer so großen Schule, sei nicht der Regelfall, erläutert Kaniber. Die Stelle wurde ausgeschrieben, jeder Interessent, der über die nötigen Qualifikationen verfügt, konnte sich bewerben. Ausschlaggebend seien dabei vor allem Bewertungen, die Schulamt und Schulleiter ausstellen.
Dass er sein Referendariat in Roding ableisten konnte, sei „ein glücklicher Zufall“ gewesen, berichtet Schraml, der mit seiner Partnerin und einem 14-jährigen Sohn in Roßbach/Wald lebt. Neben der Nähe zu seinem Wohnort sei er hervorragend aufgenommen worden, „ich bin ganz schnell hineingewachsen in das Team“. Umso mehr habe er sich dann gefreut, dass er nach seiner Zeit als Referendar an der Rodinger Grund- und Mittelschule bleiben durfte.
Dort wurde er schon früh mit besonderen Aufgaben betraut, und habe sich dabei bestens bewährt, wie Achatz berichtet. So hat Schraml unter anderem das Konzept für die Ganztagsklassen vorangetrieben, hat sich bei der Leseförderung sehr engagiert, war der Betreuer des Projekts „Demokratie-Siegel“ und hat sich beim Online-Fortbildungsprogramm „Mint für Schüler“ eingebracht. Zudem war er bereits Teil des erweiterten Schulleitungs-Teams. Dass er nun schon jung Konrektor werde, sei „ein logischer Schritt“, findet Achatz.
Freude auf allen Seiten
Ein großer Vorteil sei, dass Schraml die große Schule mit ihren Abläufen und das Kollegium bereits kenne, betont der künftige Rektor. „Wenn jemand Externes gekommen wäre, vielleicht von einer kleinen Schule, wäre das viel schwieriger geworden, schon etwa bei der Erstellung des Stundenplans“, so Achatz. Zudem kennt und schätzt er seinen Nachfolger auch persönlich sehr. „Das wird auch mir die Arbeit als neuer Schulleiter erleichtern, wenn mein Stellvertreter sich bereits gut auskennt“, ist er sich sicher.
Für Schraml war es „keine Frage“, sich auf die Stelle in Roding zu bewerben. „Ich weiß, was auf mich zukommt, und freue mich darauf, habe aber natürlich auch Respekt“, erzählt der 35-Jährige. Profitieren werde er von der „hervorragenden Arbeit, die in den vergangenen Jahren in der Schulleitung gemacht wurde“. Die Schule stehe super da, sagt Schraml, im Team mit Achatz und der zweiten Konrektorin Kristina Vogl wolle er dazu beitragen, dass dies auch so bleibe.
Für Stundenplan zuständig
Die Organisation einer so großen Schule sei „ein Gesamtkunstwerk“, findet Achatz. Der Konrektor müsse einen großen Teil dazu beitragen, dass alles funktioniere. So ist er unter anderem gemeinsam mit der Konrektorin für den Grundschul-Bereich für die Mammutaufgabe verantwortlich, den Stundenplan zu erstellen. „Da muss bei einer Schule dieser Größe sehr vieles berücksichtigt werden“, weiß Achatz aus Erfahrung. Ein Großteil der Sommerferien gehe für die Planungen drauf. Zudem müsse immer wieder nachjustiert und geändert werden, wenn etwa Lehrer krank werden oder Räume nicht zur Verfügung stehen. Auch ein Vertretungsplan muss erstellt werden.
Auch ist der Konrektor dafür vorgesehen, den Prüfungsbetrieb zu koordinieren. Wer wann wo prüft, wie die Abläufe sind, welche Vorgaben vom Schulamt eingehalten werden müssen - auch in diesem Bereich wartet viel Arbeit.
Gelingen kann ein reibungsloser Ablauf in einer so großen Schule nur, wenn gemeinsam im Team gearbeitet werde, sind sich Kaniber, Achatz und Schraml einig. In Roding sind alle Voraussetzungen dafür geschaffen, dass dies auch nach dem Ende der Ära von Günter Kaniber so sein wird.
Privates und Werdegang des künftigen Konrektors
Wohnhaft in Roßbach/Wald: Alexander Schraml ist 35 Jahre alt und wohnt mit seiner Partnerin in Roßbach/Wald. Das Paar hat einen 14-jährigen Sohn.
Sport und Musik als Hobbys: Als Hobbys nennt Schraml vor allem „Sport in jeder Form“ sowie Musik.
Abitur in Nittenau gemacht: Sein Abitur hat der künftige Konrektor der Grund- und Mittelschule Roding am Regental-Gymnasium in Nittenau abgelegt.
An der Universität Regensburg Lehramt studiert: An der Universität Regensburg folgte dann ein Lehramtsstudium mit Sport im Hauptfach.
Schon seit der Referendariats-Zeit in Roding: Bereits in der Referendariats-Zeit ging es für Schraml an die Grund- und Mittelschule Roding, wo er auch danach blieb.
Bisher schon Teil der erweiterten Schulleitung: Er ist bereits Mitglied im Team der erweiterten Schulleitung und wird zum Beginn des neuen Schuljahres neuer Konrektor.
Achatz folgt auf Kaniber als Rektor: Der bisherige Amtsinhaber Heinrich Achatz wird dann Nachfolger von Günter Kaniber, der 17 Jahre lang an der Spitze der Grund- und Mittelschule Roding tätig war und nach diesem Schuljahr in den Ruhestand geht.