703 Kinder und Jugendliche starten an Grund- und Mittelschule Roding in 33 Klassen

Von Oliver Hausladen · 5. September 2023 um 15:00

Mit 33 Klassen, einer weniger als im Vorjahr, startet am Dienstag an der Grund- und Mittelschule Roding das neue Schuljahr. An der Raumnot ändert dies wenig, berichtet Rektor Günter Kaniber, auch dieses Mal sind Klassenzimmer in vier Containern nötig, um alle Kinder und Jugendlichen beschulen zu kommen. „Wir werden aber wieder zurechtkommen, ich habe ein gutes Gefühl“, sagt Kaniber, für den es das letzte Schuljahr vor dem Ruhestand ist.

Mit gemischten Gefühlen blickt er ein Jahr voraus. Zwar freue er sich auf „die große Freiheit“, allerdings sei er „Schulleiter aus Leidenschaft“ und vor allem die Arbeit „in einem tollen Team“ werde ihm fehlen. Nun aber gilt der Fokus erst einmal dem anstehenden Schuljahr.

Zufrieden mit Lehrer-Zuteilung

Mit der Lehrer-Zuteilung zeigt sich Kaniber zufrieden. „Wir können den Pflichtunterricht komplett abdecken. Niemand muss Angst haben, dass die Kinder bei uns zu wenig Unterricht haben“, betont er. Schwerpunkte lägen weiter auf den Hauptfächern und Angeboten zur Berufsorientierung.

Die Schulleitung und das Planungsteam legen derzeit die Rahmenbedingungen fest und arbeiten am aufwendigen Stundenplan und der Fächerverteilung. 703 Schüler werden an der wohl größten Grund- und Mittelschule der Oberpfalz unterrichtet. Die Brückenklasse mit ukrainischen Kindern wird fortgeführt.

Von den 82 Lehrkräften waren einige noch nicht an der Schule. Neue Lehrkräfte und pädagogisches Personal sind Sarah Brunner, Ingrid Engel, Svenja Haberl, Pfarrer Matthias Kienberger, Schwester Anika, Nina-Verena Trinkerl, Kristina Vogl, Jens Ebert-Kos, Jana Liebl, Vincent Maier, Rosalie Meimer, Christina Schaller, Tobias Schmidbauer, Gisela Spitzenberger und Sonja Werner.

Die Klassenleiter

Die Klassenleiter: Grundschule: 1a Kristina Vogl, 1b Stefanie Steininger, 1c Beatrix Holz, 2a Gertrud Drexler, 2b Kristina Schmid, 2c Doris Früchtl, 3 a Anneliese Gründl, 3b Silvia Höchbauer, 3c Nina-Verena Trinkerl, 4a Michaela Müller, 4b Ingrid Engel. Mittelschule: 5aG Michaela Meindl, 5b Stefanie Gürster, 5c Nathalie Marquardt, 6aG Katharina Meierhofer, 6bG Peter Procházka, 6c Maria Preis, 6d Ben Bruckmüller, 7aM Roman Schwinger, 7bG Alexander Schraml, 7c Lukas Vogt, 7d Susanne Klebensberger, 8aM Franziska Krottenthaler, 8bM Anja Breu, 8cG Stephan Lehner, 8d Anita Ferstl, 8e Julia Speiseder, 9aM Markus Engels, 9bG Stefan Straßburger, 9c Michael Weiß, 10aM Daniel Simml, 10bM Christoph Morys, BRK 5-9 Stefanie Rohse.

Das Sekretariat liegt in den bewährten Händen von Sabine Hauser und Theresa Berzl. Für das Gebäude tragen weiter Heinrich Hornauer und Maria Riedl die Verantwortung. Stefanie Steininger übernimmt die Aufgaben der Beratungslehrkraft. Mit Lena Pfaff ist eine Schulpsychologin vor Ort. Als Praktikumslehrerinnen arbeiten Stefanie Steininger und Michaela Meindl in der Studentenausbildung.

Mit zehn Lehramtsanwärtern leiste die Schule einen großen Beitrag in der Ausbildung, so Kaniber, und: „Junge Leute beleben jede Schule mit Schwung, Unbekümmertheit und neuen Ideen.“

Nicht mehr wegzudenken aus dem Schulalltag zum Lösen verschiedenster Krisenlagen sei die Jugendsozialarbeit. Hier leisteten für die Grundschule mit Sebastian Belda und Bianca Meyer für die Mittelschule wertvolle Unterstützung. Unter der Leitung von Stefanie Gürster wird während der Unterrichtszeiten wieder ein Schulsanitätsdienst organisiert.

Die Schule führt in Kooperation mit der Johanniter-Unfallhilfe als Träger die erfolgreichen Betreuungsangebote der offenen Ganztagesschule weiter. Diese können flexibel gestaltet werden. Auch besteht für alle Schüler die Möglichkeit eines warmen Mittagessens in der Schule zu moderaten Preisen.

Ganztagsbetreuung

Neben der offenen Form ist die gebundene Form der Ganztagsschule in der Mittelschule sehr gefragt. Wie in den letzten Jahren wird von der 5. bis zur 9. Klasse die Ganztagesbeschulung im Klassenverband ein- und zweizügig geführt. Die Materiallisten der Klassenlehrer können für alle Klassen von der Homepage abgerufen werden.

In Roding ist an den ersten beiden Schultagen Dienstag und Mittwoch Unterrichtsbeginn um 8 und Ende um 11.20 Uhr. Donnerstag und Freitag ist für alle Klassen stundenplanmäßiger Unterricht – ohne Nachmittagsstunden. Für die Lehrkräfte beginnt das Schuljahr bereits am Montag, 11. September, um 10.30 Uhr mit der ersten Konferenz.

Die Busabfahrtszeiten können auf der Homepage der Rodinger Verkehrsbetriebe eingesehen werden. Am ersten Schultag werden alle neuen Schüler der fünften Klassen in der Mensa um 8 Uhr begrüßt.

Die neue Konrektorin

Im Leitungsteam der Grund- und Mittelschule Roding gibt es ein neues Gesicht: Kristina Vogl übernimmt als zweite Konrektorin mit dem Schwerpunkt Grundschule die Nachfolge von Stefanie Brunner, die als Schulleiterin nach Cham gewechselt ist.

„Wir freuen uns sehr, dass die Stelle so gut nachbesetzt wurde“, haben Rektor Günter Kaniber und Konrektor Heinrich Achatz viel Lob für den Neuzugang parat.

Die ersten Eindrücke von ihrer neuen Wirkungsstätte seien sehr positiv, erzählt Vogl: „Ich bin sehr herzlich aufgenommen worden. Ich denke, es gibt ein tolles Team hier.“

Der Wechsel war ein bewusster: „Ich wollte näher an die Heimat und an einer großen Schule arbeiten“, erzählt die gebürtige Oberviechtacherin. Dort hat sie am Ortenburg-Gymnasium auch ihr Abitur abgelegt. Es folgte das Studium des Lehramtes für Realschulen an der Universität Regensburg mit der Fächerkombination Deutsch/Katholische Religionslehre, 2011 schloss sie erfolgreich ab.

Ihr Referendariat absolvierte Vogl an der Staatliche Realschule am Judenstein in Regensburg sowie an der Staatliche Realschule in Rottenburg an der Laaber. Über viele Jahre war sie als Religionslehrerin im Kirchendienst an Grund-, Mittel- und Förderschulen bei der Erzdiözese München-Freising, im Stadtgebiet München und im Landkreis Traunstein/Rosenheim tätig. „Das war eine interessante Zeit, weil man viele Schulen gesehen hat“, berichtet sie.

Zurück in die Heimat

2017 folgte die Rückkehr in ihren Heimatbezirk Oberpfalz als Grundschullehrerin an der Bischof-Manfred-Müller-Schule in Regensburg, wo sie reformpädagogisches Arbeiten anhand des Marchtaler Plans praktizierte. Im Jahr 2020 erwarb Vogl die Lehramtsbefähigung für das Lehramt an Grundschulen im Staatsdienst und war dann an der Grundschule Rosenheim-Fürstätt im Einsatz. 2021 folgte die Versetzung an die Grundschule Großholzhausen/Nicklheim im Landkreis Rosenheim, wo sie unter anderem in der Schulleitung bei der Organisation der beiden Schulhäuser mitarbeitete, Mitglied im Schulentwicklungsteam war und ein Unterrichtskonzept zur Freien Stillarbeit an staatlichen Schulen erarbeitete.

Eine Umstellung sei es für sie nun schon, berichtet Vogl: „Vorher hatte ich acht Kollegen, jetzt sind es über 80“, sagt sie mit einem Schmunzeln. Doch die Eingewöhnung werde ihr sehr leicht gemacht. „Ich bin mir sicher, dass das gut passen wird“, sagt die neue Konrektorin, die als Klassenleiterin die 1a übernimmt.