Sorge um Continental: Autozulieferer rutscht in rote Zahlen – so geht es weiter beim Stellenabbau

Der Autozulieferer Continental ist in die roten Zahlen gerutscht. Der Konzern spürt den Druck, der im Autosektor derzeit herrscht. Bereits vor Monaten wurde bekannt, dass der Konzern 350 Stellen in Regensburg abbauen will. So ist der Stand.
Probleme für die Autozulieferer, rote Zahlen bei Conti: Der Konzern, der in Regensburg derzeit 4500 Menschen beschäftigt, ist im ersten Quartal ins Minus gerutscht. Auch der Umsatz sank von fünf auf 4,8 Milliarden Euro.
Für Regensburg hatte der Konzern einen Abbau von 350 Stellen angekündigt. Wie geht es weiter? „Wir sind weiterhin in engen Gesprächen mit dem Gesamtbetriebsrat hinsichtlich der Umsetzung der Transformationsprogramme an unseren Standorten in Deutschland“, sagte Sebastian Fillenberg, Sprecher des Konzerns, der Mediengruppe Bayern . „Wir verfolgen dabei weiterhin das Ziel, die Programme so sozialverträglich wie möglich umzusetzen und konnten dahingehend bereits einen ersten wichtigen Meilenstein erreichen.“ Gemeinsam mit den Sozialpartnern habe man ein Freiwilligenprogramm verabschiedet, das finanzielle Anreize – auch am Standort Regensburg – für Beschäftigte bietet, die freiwillig aus dem Unternehmen ausscheiden. „Darüber hinaus besetzen wir freiwerdende Stellen auch weiterhin nur sehr selektiv nach und bieten Möglichkeiten zur Frühverrentung oder Altersteilzeit“, so Fillenberg.
„Wir nutzen unser Weiterbildungsinstitut“
„Selbstverständlich nutzen wir auch alle gemeinsam mit den Sozialpartnern erarbeiteten Transformationsinstrumente, wie beispielsweise den konzerninternen Arbeitsmarkt oder das unternehmenseigene Weiterbildungsinstitut für Technologie und Transformation (CITT)“, so der Sprecher weiter. „Dort werden den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern umfangreiche Möglichkeiten zur Qualifizierung angeboten, um ihre Chancen auf dem internen, aber auch auf dem externen Arbeitsmarkt zu stärken.“
Weltweit möchte der Konzern 7000 Stellen abbauen. In Regensburg und Ingolstadt werden bei Continental insgesamt 575 Stellen abgebaut, wobei 350 in Regensburg und 225 in Ingolstadt betroffen sind. Die Entlassungen in Ingolstadt konzentrieren sich hauptsächlich auf den Bereich Forschung und Entwicklung, während in Regensburg der administrative Bereich betroffen ist. Die IG Metall und der Betriebsrat in Regensburg reagierten entsetzt auf die hohe Anzahl von geplanten Stellenstreichungen. Das Unternehmen hat auch angekündigt, dass 480 Mitarbeiter ihre Arbeitszeit von 40 auf 35 Stunden pro Woche reduzieren müssen, um Kosten zu senken und die Automobilsparte wieder profitabel zu machen.