Landestormuseum in Furth im Wald wird Vorzeigeobjekt von überregionaler Bedeutung

Das Landestormuseum wird saniert und inhaltlich neu konzipiert. Was genau geschehen soll, stellten Katharina Drescher-Seidl und Dr. Jörg Haller am Donnerstagabend dem Stadtrat vor.
Wie Bürgermeister Sandro Bauer ausführte, sei die Fördersumme, die Haller, der Museen unter anderem bei der Beantragung von Fördergeldern berät, und Drescher-Seidl erzielt haben, enorm. Normalerweise sei es schon schwierig zwei Förderstellen unter einen Hut zu bekommen, weil sich viele gegenseitig ausschließen.
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Für das Landestormuseum ist es gelungen, sieben Fördertöpfe anzuzapfen, „die selbstverständlich auch alle voneinander wissen“, betonte Bauer. Die Baukosten betragen 2,5 Millionen Euro, die Einrichtungskosten 2,1 Millionen Euro. Die Gesamtkosten von 4,6 Millionen Euro werden mit 2,8 Millionen Euro, also 61 Prozent, gefördert. Haller kündigte an, seine Fühler nach weiteren Fördermitteln auszustrecken. So gebe es beispielsweise unter Umständen Bundesmittel. Der Grund dafür, dass viele Förderstellen gerne die Kassen geöffnet haben, liegt in der Bedeutung des Museums. So bescheinigt Franziska Haar, Gebietsreferentin für die Oberpfalz und Niederbayern für die nichtstaatlichen Museen in Bayern: „Mit der Umsetzung des neuen Museumskonzepts, insbesondere auch in Kombination mit der energetischen Sanierung des Museumsgebäudes, kommt die Stadt nicht nur ihrem Bildungsauftrag nach, sondern setzt ein Zeichen für das zukunftsfähige Agieren der öffentlichen Hand, dessen Vorbildcharakter überregional wahrgenommen werden wird.“
Mit Blick auf den Eigenanteil von 1,8 Millionen Euro räumte Bauer ein, das sei viel Geld, „aber dafür bekommen wir etwas sehr, sehr Gutes“. Nach Abschluss der Maßnahme stehe nur noch die Sanierung des Nachbargebäudes an, in dem derzeit die Bücherei untergebracht ist. „Dann haben wir im Gesamtensemble der Stadt unsere Hausaufgaben gemacht.“ Oskar Mühlbauer erkundigte sich, ob eine Kombination mit der Heizungsanlage im benachbarten Amtsgerichtsgebäude möglich sei. Bei den derzeitigen Sanierungsarbeiten würde ja gerade eine solche installiert. Darauf sei die Heizung nicht ausgelegt, hieß es. Außerdem bekäme man in diesem Bereich ja die Förderung nur, weil man Decken-Heizplatten verwende, meinte Stefan Zeller. Er betonte, dass er den Eigenanteil von 1,8 Millionen Euro kritisch sehe. In diesem Fall seien die Grünen aber von der Maßnahme überzeugt, weil das Museum ein Magnet werde, das bringe Furth aus Sicht der Grünen voran. „Da können wir mitgehen“, sagte er und ergänzte: „Das wird aber dann das letzte große Projekt sein, bei dem wir mitgehen können.