Mehr als 100 Aussteller, 135 Berufe, erstmals zwei Tage: Ausbildungsmesse mit neuen Rekorden

Mit einem Novum wartet die Ausbildungsmesse AZUBI-live heuer auf: Um dem großen Interesse von Ausstellern und Schülern gerecht zu werden, findet sie erstmals an zwei Tagen statt.
Dies zeige, wie wichtig die Messe in der Rodinger Dreifachturnhalle und im Foyer der Mittelschule sei, ebenso, dass es diesmal mit über 100 Ausstellern und mehr als 1100 Besuchern pro Tag neue Rekordwerte gibt, sagte Landrat und Bezirkstagspräsident Franz Löffler.
In der heutigen Zeit habe die Ausbildungsmesse weiter eine große Bedeutung, betonte Löffler bei der offiziellen Eröffnung, zu der zahlreiche Ehrengäste in die Mensa der Grund- und Mittelschule gekommen waren und bei der die Bläserklasse der Realschule für den passenden musikalischen Rahmen sorgte. Für die Schüler gehe es darum, den für sie am besten passenden Beruf zu finden, für die Firmen sei es eine gute Plattform, um früh künftige Fachkräfte anzulocken, so der Landrat. Die AZUBI-live sei eine der wichtigsten und auch größten Berufswahlveranstaltungen für Schüler aller Schularten (unter anderem kamen auch 40 Schüler der Berufsschule in Domazlice) sowie auch für deren Eltern.
Weil das Interesse und der Zulauf so groß seien, habe man sich dafür entschieden, die Messe erstmals an zwei Tagen zu veranstalten, erläuterte der Landrat. In Roding, wo die Messe zuvor bereits vier Mal und zuletzt im März 2019 stattfand, gäbe es mit der Dreifachturnhalle und den beiden großen Schulen in unmittelbarer räumlicher Nähe dafür optimale Voraussetzungen.
135 Ausbildungsberufe
Löffler brach eine Lanze für die duale Ausbildung, die er als „Königsweg“ bezeichnete. Im Landkreis Cham gäbe es eine große Palette von 135 Ausbildungsberufen aus allen Branchen, „da kann jeder das richtige für sich finden – und diese Messe kann dazu beitragen“, befand er.
Der Landkreis Cham sei mittlerweile „systemrelevant“, viele Produkte seien auf dem Weltmarkt gefragt, so Löffler. Damit die positive Entwicklung weitergehe, gelte es, die jungen Menschen in der Region zu halten. Der Kontakt zwischen Unternehmen und potenziellen Bewerbern sei dabei sehr wichtig.
Der Landrat dankte den Organisatoren, Ausstellern und den Lehrkräften, die vorher konkrete Informationen bekommen haben und so den Messebesuch mit ihren Schülern gut hätten planen können.
Stadt Roding ist gerne Gastgeber
Die Stadt Roding freue sich, wieder Gastgeber für die große Ausbildungsmesse sein zu dürfen, betonte Bürgermeisterin Alexandra Riedl. Dass die Veranstaltung nun zwei Tage dauere, zeige, wie groß das Interesse an ihr sei. Es sei beeindruckend, so die Rathaus-Chefin, wie vielfältig die Möglichkeiten bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz im Landkreis Cham sind. Sie wünschte den Betrieben, dass sie gute Auszubildende finden und den Schülern, dass sie den Beruf finden, der zu ihnen passt und ihnen Spaß macht.
Ein bemerkenswertes Grußwort kam vom Leiter der Grund- und Mittelschule, Günter Kaniber. Er betonte zunächst, dass „seine“ Schule der „größte Zulieferer von Fachkräften“ für die Betriebe sei. Die intensive Vorbereitung auf das Berufsleben spiele eine wichtige Rolle bei der Rodinger Mittelschule, die Messe AZUBI-live sei dabei auch ein wichtiger Baustein als Plattform, um in Kontakt zu treten.
Viel habe sich in den vergangenen Jahren geändert, sagte Kaniber, so sei es in der heutigen Zeit für die Jugendlichen im Regelfall kein Problem, einen Ausbildungsplatz zu finden, es gelte aber, ihnen dabei zu helfen, dass der Beruf auch zu ihnen passe und ihren Fähigkeiten entspreche.
„Fördern und fordern“
Fördern und fordern müsse weiterhin das Prinzip sein, forderte er, dass Leistung nicht mehr zähle und etwa im Jugendfußball die Tore abgeschafft würden, könne nicht richtige Weg sein, mahnte der Schulleiter. „In der Wirtschaft zählt das Leistungsprinzip“, sie könne auch sonst nicht funktionieren, sagte Kaniber, auch darauf gelte es, die Kinder vorzubereiten.
Bei einem Rundgang wurde deutlich, wie groß die Palette an Berufswegen ist, welche die Schüler im Landkreis einschlagen können. Viele Jugendliche waren mit viel Interesse an den Ständen, einige sagten auch, dass sie die Messe bei ihrer Berufswahl geholfen habe – womit sie offensichtlich ihren Zweck erfüllt.





