Bürgerversammlungen in Abensberg: Erfolgreiche Premiere für Resch

Geglückte Premiere für Bernhard Resch: In einem gut besetzten Jungbräusaal eröffnete der Bürgermeister in Abensberg seinen ersten Reigen der Bürgerversammlungen. Eineinviertel Stunden lang skizzierte er die vergangenen Monate und gab einen Ausblick über zukünftige Projekte.
• Zahlen: Abensberg wächst konstant und hatte Ende 2023 14.777 Einwohner. Die Geburtenrate ist seit Jahren stabil mit etwa 150 Geburten, 2023 gab es 140. Ein Institut erarbeitet derzeit Prognosen, um den Bedarf von künftigen Kindergarten- und Schulplätzen zu ermitteln. Erste Ergebnisse sind Ende April zu erwarten.
• Kindergarten: Aktuell gibt es 31 Kinderkrippen- und -gartengruppen. Eine Kinderkrippe soll in Sandharlanden entstehen. Die aktuelle Nachfrage nach einer weiteren Kindergartengruppe wird durch einen Container in der Römerstraße gelöst werden (wir berichteten). „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht. Aber damit konnten wir maximal die Wünsche berücksichtigen“, so Resch. Mindestens ein weiterer Kindergarten müsse gebaut werden. Aktuell gebe es in Abensberg sechs Kindergartengruppen, die rein räumlich nicht dem Ideal entsprächen. Zahlreiche Gespräche werden derzeit geführt, in den nächsten Monaten gäbe es Ergebnisse.
• Zukunftswerkstatt: Wohin soll sich die Stadt entwickeln, war die Frage, die die Bürger im Rahmen eines Fragebogens beantworten konnten. Der Rücklauf war sowohl in der Kernstadt als auch aus den Ortsteilen sehr gut. Einzelne Arbeitsgruppen beschäftigten sich derzeit zum Beispiel mit der Innenstadt, etwa der Versorgung, „ich hoffe, dass wir in den nächsten zwei bis drei Monaten dazu Belastbares liefern können“, so Resch.
• Integrierter Landschaftsplan: Mit der Frage, wie ein integrierter Landschaftsplan für Abensberg und die Ortsteile aussehen könnte, haben sich Experten vor Ort beschäftigt. Das Ziel wäre, einen Flächennutzungsplan erstellen zu können, unter anderem zu sehen, wo Freiflächen-Photovoltaik entstehen könnte, wo sich diese auch ökobilanziell positiv auswirke.
• Glasfaserausbau: Die Telekom hatte sich vor Monaten um einen Ausbau beworben, bisher mit „überschaubarem Ergebnis„, so Resch. Als dann die Firma Leonet an Abensberg herantrat und den eigenwirtschaftlichen Ausbau der Stadt und aller Ortsteile in Aussicht stellte, schloss die Stadt einen Kooperationsvereinbarung mit Leonet ab. „Wir wollen einen möglichst zügigen Ausbau als Stadt“, so Resch. Bis Ende Juni laufen die Vorvertragsfristen von Telekom und Leonet. Resch hofft, dass Leonet die kritische Zahl erreichen wird, die das Unternehmen benötigt, um rentabel den Ausbau zu beginnen und sich am Markt durchsetzen kann.
• Grundschulsanierung: Die Kosten für die Grundschulsanierung werden die Stadt in den kommenden Jahren fordern. Ursprünglich waren dafür 16 Millionen geplant, aktuell liege man bei 24 bis 25 Millionen, so Resch. Das sei vor allem dem pädagogischen Konzept mit Lernlandschaften, die klassenübergreifende Begegnungen ermöglichten, geschuldet – eine Entscheidung, die der Schulverband mehrheitlich abgenickt habe. „Dieses Konzept alleine hat drei Millionen Euro Mehrkosten verursacht“, so Resch, unter anderem aufgrund einer anderen Raumplanung und Möblierung. Dazu kämen Kostensteigerungen auf dem Bau. Die Schule werde künftig Platz für bis zu 537 Schüler bieten.
• Abensbrücke: Die große Brücke über die Abens bei der Münchener Straße werde nach dem Gillamoos gebaut, mit einem Minikreisel, der die Stadt 900.000 Euro kosten wird. Querungshilfen werden auch entstehen.
• Generalsanierung Feuerwehrhaus: Abensbergs Feuerwehrhaus entspricht nicht mehr aktuellen Standards. Eine Null-Planung wurde beauftragt (in der der Bedarf definiert und Möglichkeiten geklärt werden, Anm. der Red.), „Wir erwarten in einigen Wochen die Ergebnisse, ich mag das dann ausdiskutieren. Ich erwarte da zwei bis drei Alternativen, dann werden wir uns ganz offen in die Augen schauen und sagen, das ist der Weg, den wir gehen müssen“, warb Resch für eine offene Diskussionskultur.
• Logistikpark Stocka: „Wir sind der Meinung, dass da ein paar rote Ampeln überfahren wurden“, sagte der Bürgermeister zum Vorhaben der Gemeinde Rohr. Resch verwies unter anderem auf das „nicht triviale Verkehrsaufkommen“. Ein Raumverträglichkeitsverfahren wäre hier sicherlich besser gewesen, so stehe das Ganze ungeprüft im Raum, „viele Fragen sind unbeantwortet“, so Resch. Bedenken gebe es unter anderem auch von den Feuerwehren, die nicht genügend berücksichtigt wurden. Ein Anwalt ist eingeschaltet.
• Weitere Bauvorhaben: Das Schwimmerbecken im Freibad wurde generalüberholt. Die Kanalsanierung beschäftige Abensberg seit Jahren und koste viel Geld, ebenso die Regenrückhaltebecken. In der Kläranlage wurden neue Pumpen eingebaut, die helfen, Storm zu sparen.
• Kommunale Wärmeplanung: Ein Ingenieurbüro soll die Wärmedichte in der Innenstadt ermitteln und eruieren, wo der beste Einsatz für ein Fernwärmenetz wäre. Ein weiterer Bericht folgt.
Weitere Termine:
Ortsteile: Mittwoch, 10. April, Holzharlanden (Urban); Donnerstag, 11. April, Offenstetten (TSV-Heim); Sonntag, 14. April, Hörlbach (Gasthof Auer); Mittwoch, 17. April, Pullach (Röhrl). Dienstag, 23. April, Sandharlanden (Vereinsheim); Beginn um 19.30 Uhr.
Anfragen: schriftliche Anfragen bitte drei Werktage vor der Versammlung