Die Stadt will das Kiffen auf dem Pfingstvolksfest in Berching verbieten

Von Bernhard Neumayer · 8. April 2024 um 19:00

Nachdem es seit dem 1. April grundsätzlich legal ist, öffentlich zu kiffen, steht die Stadt Berching vor einer neuen Herausforderung. Darf auf dem Pfingstvolksfest in Berching Cannabis konsumiert werden? Darüber entscheidet der Stadtrat am 16. April.

Wenn es nach Volksfest-Organisator Reinhard Buchberger geht, soll Kiffen auf dem Festplatz nicht erlaubt sein. Denn das Volksfest sei ein Familienfest, bei dem sich auch viele Kinder tummeln. Außerdem gehe es auch darum, den Konsumenten vor einer etwaigen Straftat zu schützen, wenn er sich auf dem Volksfest einen Joint anzünde.

Deshalb arbeitet die Stadtverwaltung Berching gerade an einer Allgemeinverfügung, die das Kiffen auf dem Festplatz während der Öffnungszeiten des Volksfestes 2024 verbieten soll.

„Das Problem ist, dass es bisher nirgends genau geregelt ist, wie Städte bei Großveranstaltungen wie einem Volksfest mit dem neuen Cannabis-Gesetz umgehen sollen“, sagt Buchberger. Grundsätzlich ist der Konsum von Cannabis in „unmittelbarer Gegenwart“ von Minderjährigen untersagt. Außerdem legt das Gesetz eine Reihe von Orten fest, in deren Nähe (im Umkreis von 100 Metern) nicht gekifft werden darf. Das gilt zum Beispiel für Schulen und Kindergärten.

In Berching befindet sich die Realschule zwar in der Nähe des Festplatzes, aber dennoch insgesamt außerhalb des 100-Meter-Umkreises. Um für das Volksfest Klarheit zu schaffen, habe sich Buchberger auch mit der Polizei unterhalten. „Diese hat uns geraten, eine Rechtsgrundlage zu schaffen“, sagt Buchberger.

Diese soll nun mit dem Erlass einer Allgemeinverfügung zustande kommen. Mit dem Vorschlag der Stadtverwaltung, das Kiffen auf dem Pfingstvolksfest 2024 zu verbieten, setzt sich der Stadtrat am 16. April auseinander. Das Gremium soll über den Erlass der Allgemeinverfügung abstimmen.