Zu Ostern sollten Regensburgs Brunnen laufen – Stadt wird Versprechen nicht ganz halten können

Alle 37 Brunnen der Innenstadt, verspricht die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung, werden bis zum Osterwochenende wieder sprudeln. Ein schönes Ostergeschenk ist diese Ankündigung für die Regensburger. Allein, sie wird nicht ganz einzuhalten sein.
„Die beiden Brunnen in der Fürst-Anselm-Allee können aufgrund des äußerst schlechten baulichen Zustands derzeit nicht in Betrieb genommen werden“, schränkt Stadtsprecherin Katrin Holzgartner ein. Einen Zeitplan zur Instandsetzung gibt es bislang nicht. Auch der Brunnen im Aberdeen-Park wird bis auf weiteres trocken bleiben.
Im Zuge des Neubaus der Schule am Sallerner Berg ist er außer Betrieb genommen. Zudem sei aufgrund des Kälteeinbruchs der vergangenen Woche mit der Inbetriebnahme der Brunnen in Parkanlagen abgewartet worden. Diese sei aber nun Schritt für Schritt im Gange, informiert Holzacker. „Im Laufe des Aprils werden voraussichtlich 35 Brunnen sprudeln.“
Fontänen erfreuen Kinder
Immerhin bei einigen Wasserspielen sprudelt das kühle Nass bereits Mitte der Woche vor Ostern. Einheimische und Besucher werden am Tor zur Altstadt an der Maximilianstraße durch aufsteigende Fontänen begrüßt. Eine Ausflugsgruppe des Kinderhorts Sinzing ist zumindest begeistert und hält auf ihrem Weg ins historische Zentrum kurz inne.
Von der Maximilianstraße ist es ein Katzensprung zum Dachauplatz. Auch dort plätschert es, Ärger macht die Brunnenanlage trotzdem. „Die Beleuchtung mittels Bodenstrahler funktioniert“, vermeldet Holzgartner zwar, aber „bei der Säulenbeleuchtung gibt es technische Probleme. Dafür werden aktuell Lösungsmöglichkeiten geprüft.“ Schon im vergangenen Sommer sorgten die Säulen für mehr Dunkel als Licht.
Justitia steht noch in trockenem Becken
In der Altstadt werden die Brunnen aktuell nach und nach ertüchtigt. Am Kohlenmarkt läuft das Nass, am Haidplatz ist die Justitia zwar enthüllt, sie steht aber noch im trockenen Becken. Die beiden Brunnen am Bismarckplatz verbreiten lautes Plätschern. Der obere nahm den Betrieb etwas später auf als der untere, erst am Mittwoch. Mit den mehrmaligen Attacken mit Spülmittel oder Farbstoff, die das Bismarckbrunnen-Wasser im vergangenen Sommer schäumen ließen oder grün färbten, habe das nichts zu tun. Stadtsprecherin Holzgartner bekräftigt mit Blick auf die Verschmutzungen: „Es gibt keine bleibenden Schäden am Brunnen oder an der Technik.“ Die Inbetriebnahme zu unterschiedlichen Zeitpunkten sei eine Folge des Relight-Festivals. Wegen der Auftritte der „Tanzenden Lampen“ wurde der obere Brunnen erst am Montag ertüchtigt.
Große Neuerungen in Sachen Brunnen oder Wasserspiele – wie der Himmelsspiegel, der vergangenes Jahr im Stadtpark eingeweiht und von Kindern begeistert angenommen wurde – kann die Stadt heuer nicht vermelden.
Trinkbrunnen umgefahren
Immerhin: „Die Stadtverwaltung prüft aktuell die erneute Umsetzung des mobilen Wasserspielbrunnens“, stellt Holzgartner in Aussicht. Solche Play Fountains haben in den letztjährigen Hitzewochen für Plansch-Spaß am Neupfarrplatz und Haidplatz gesorgt. In Sachen Trinkwasserbrunnen ist die Stadt um weiteren Ausbau bemüht. Aktuell laufe eine Bewerbung um eine Förderung für einen weitere Wasserstelle am Haidplatz. Vergangenes Jahr wurden zwei neue Erfrischungsstellen am Schwanenplatz und am Bismarckplatz errichtet.
Von den aktuell fünf Trinkwasser-Säulen werden zunächst aber nur vier nutzbar sein. „Der Trinkbrunnen am Kassiansplatz wurde durch einen Auffahrunfall beschädigt und wird derzeit instandgesetzt“, informiert Holzgartner. Wenigstens gibt es hier – anders als bei den Fürst-Anselm-Brunnen – einen Zeitplan zur Instandsetzung. Im Laufe des Aprils soll die Trinkwasserstelle am Kassiansplatz Erfrischung bieten.
