In Bad Kötzting gibt es zehn neue Parkplätze und die Aufklärung eines Park-Irrtums

Seit Januar kontrolliert nicht mehr nur ein bei der Stadt angestellter Mitarbeiter, ob richtig geparkt wird; Die Stadt hat diese Aufgabe an den Zweckverband kommunale Verkehrsüberwachung Oberpfalz vergeben – Eine Veränderung, die nun erste Konsequenzen nach sich zieht, und zwar in Form von mehr Parkplätzen.
Der Stadtrat machte sich vor seiner Sitzung am Dienstagabend vor Ort ein Bild von der Lage an der Ecke Marktstraße und Schirnstraße. Hier befinden sich die Marktstraße abwärts Parkplätze an der linken Fahrbahnseite, nicht aber an der rechten. „Soweit mir das erklärt wurde, lag das vor 40 Jahren daran, dass der Blick von hier aus auf das alte Rathaus freibleiben sollte“, sagte Bürgermeistermeister Markus Hofmann.
Nach Ostern geht es los
Nicht nur aus der Geschäftswelt sei in den vergangenen Wochen der Ruf nach mehr Parkplätzen in der Innenstadt gekommen, um den Einkauf in der Innenstadt leichter zugänglich zu machen – auch und nicht zuletzt mit Blick auf den Wegfall der Stellmöglichkeiten im Parkhaus, mit dessen Abbruch im Frühjahr dieses Jahres begonnen werden wird. Mit Blick auf die Reihe der Bäume an der Marktstraße, die den Blick ohnehin auf das alte Rathaus versperrten, und der Tatsache, dass an dieser Stelle ohnehin jeden Tag viele Autos parken würden, die hier nicht stehen dürften, war die Entscheidung der Stadträte schnell einstimmig gefällt: Gleich nach Ostern sollen die Fahrbahnmarkierer gerufen und bis zu zehn neue Parkplätze an der rechten Fahrbahnseite angebracht werden.
Vor Ort wurde natürlich auch das in den vergangenen Wochen viel diskutierte Thema der Parkplatzkontrollen besprochen. Der Bürgermeister blieb dabei bei seiner Meinung, dass diese nicht nur richtig und gut, sondern auch nicht übertrieben seien.
„Bisher hatten wir einen Mann, der 40 Stunden in der Woche kontrolliert hat“, sagte er: „Jetzt sind es 60 Stunden im Monat, in denen wir den Zweckverband engagiert haben“, sagte er. Im Verhältnis sei die Zahl der kontrollierten Stunden also sogar deutlich reduziert worden. Allerdings stimme es natürlich auch, dass der städtische Mitarbeiter bislang in seiner Arbeitszeit auch noch die Bearbeitung der Bußgelder beziehungsweise Einsprüche gegen die Bescheide zu bearbeiten gehabt habe.
Was nimmt die Stadt ein?
Die Mitarbeiter des Zweckverbandes setzen aber auch nur Verkehrsregeln um, die immer schon bestanden hätten – und dass auf Wunsch der Stadt nun mehr Autofahrer am Schulhügel kontrolliert würden, liege nicht nur im Interesse der Sicherheit allgemein rund um das Areal, sondern entspreche auch dem Wunsch der Schulleitungen.
Geld verdiene die Stadt mit den Strafzetteln für das Falschparken übrigens auch nicht, so Hofmann, sie zahle sogar für die Dienste des Zweckverbandes. In Summe sei es aber eine Rechnung, die „Null auf null“ ausgehe, da dafür kein eigener Mitarbeiter mehr bezahlt werden müsse. Übrigens müssten auch auf den zehn neuen Parkplätzen die Regeln eingehalten werden: Eine Stunde Parken ist nur mit Parkscheibe kostenlos.
Wo fast jeder falsch parkt
Ort: Die Schirnstraße unterhalb des Modehauses Frey/Rossmann.
Rechtlich: In Einbahnstraßen darf an der rechten und der linken Fahrbahnseite geparkt werden, da beide Seiten in Fahrtrichtung liegen. Die Schirnstraße ist aber keine Einbahnstraße, weshalb jeder, der an der linken Fahrbahnseite parkt, das in Fahrtrichtung Marktstraße tun, also vorher wenden muss. Ein zusätzliches Verkehrszeichen weist nun darauf hin.
