Wer ist der 100. Ehrenamtliche bei der Landesgartenschau in Furth im Wald?

Während über manche Menschen und Dinge schon die Osterruhe gekommen ist, herrscht in Furth emsiges Treiben. Vor den Kulissen, hinter den Kulissen und ganz oft für die Gartenschau. Die Drachenstadt ist eine Baustelle. Und die ersten erstaunlichen Marken sind in Sicht: Wer wird der 100. Ehrenamtliche sein, der sich für die Gartenschau engagiert? 98 sind es schon.
Und wie wird der 100. Verein heißen? Auch da sind die Organisatoren auf einem guten Weg. Und bei den Veranstaltungen ist 100 sowieso keine Zahl. Da wird in Tausend gerechnet. Immer wieder wird Pressesprecherin Heidi Wolf in den nächsten Wochen neue Gesichter der Gartenschau präsentieren. Bekannte und unbekannte Further, die sich gemeldet haben, um bei der Gartenschau ehrenamtlich mitzuarbeiten. Es sind tatsächlich schon 98.
Die 100er-Marke
„Für den 100. Ehrenamtlichen Mitarbeiter werden wir uns etwas überlegen“, verspricht Heidi Wolf. Dass die Marke geknackt werden wird, da macht sie sich wenig Sorgen: „Es läuft gut. Und wir gehen davon aus, dass so mancher, der gerade überlegt, Nägel mit Köpfen macht, wenn er sieht: Ach – der ist auch dabei…“
Lisa-Marie Hirsch ist für das Marketing zuständig und weiß aus Erfahrung, dass die Gartenschau für viele unvergesslich werden wird: „Ich freue mich über jeden Further, der diese Jahrhundert-Chance für sich nutzt. Das wird nicht wiederkommen.“ Sie bietet den Freiwilligen Rubriken an. So entstehen Teams, in die man sich einordnen kann. In der Praxis werde sich dann schnell herausstellen, wer für was geeignet ist: „Dann kann man immer noch wechseln.“
Demnächst wird es ein Netzwerktreffen geben für die Ehrenamtlichen, eine Baustellenführung ist geplant und schon beim Baustellenfest wird es die ersten Einsätze geben. „Das könnten wir zu zehnt gar nicht stemmen“, sagt Hirsch.
Die ersten bringen schon eigene Ideen mit
Inzwischen gibt es auch schon die ersten, die Ideen mitbringen oder eigene Fähigkeiten anbieten. „Ich kann Euch jeden Sonnenschirm reparieren und andere Dinge“, hat ein Bewerber gesagt. Und eine Mutter hat aus dem Kindergarten die Idee mitgebracht, eigene Kinderführungen zu veranstalten.
Lisa-Marie Hirsch arbeitet derzeit auch an einer Hompage für die Nachbarn in Tschechien. Zwei Übersetzer sind gerade an der Arbeit. Auch ein Flyer ist geplant. Die Gartenschaumannschaft hofft auf viel Besuch aus dem Nachbarland.
Prokuristin Tina Heigl ist sicher, dass das so kommt. Sie ist unter anderem zuständig für die Ausstellungen und Sandra Kleemann für die Veranstaltungen. Inzwischen gibt es zu den Nachbarn bereits ausgezeichnete Kontakte.
Umfassende Unterstützung von Institutionen und Einzelpersonen
Das Zentrum Bavaria Bohemica hat zum Beispiel umfassende Unterstützung zugesichert. Aber auch Einzelpersonen sind im Boot. Auch Themen sind schon sicher. Das „Grüne Band“ zum Beispiel wird die Geschichte des Grenzstreifens erzählen. Tschechische Vereine haben sich bereits gemeldet. Die Further Vereine haben weitgehende Überlegungen eingebracht. „Wir sehen uns als Bühne, als Angebot, sich darzustellen“, sagt Heigl.
Sandra Kleemann schätzt, dass bereits 50 bis 60 Prozent der 137 Tage mit Themen, Mottos und Veranstaltungen belegt sind. Die genauen Termine werden mit den Akteuren ab Juni abgesprochen und dann festgelegt. Die Dimensionen, in denen da gedacht wird, sind gigantisch. Kleemann nimmt als Beispiel Wassertrüdingen: 2700 Veranstaltungen mit 12.000 bis 14.000 Teilnehmern.
Der Regionalpavillon des Landkreises wird zum Beispiel 137 Tage lang auf der Gartenschau stehen und täglich Programm liefern. Natur, Kultur, Freizeit, Kunsthandwerk und alle Orte im Landkreis haben Gelegenheit, sich dort darzustellen.
Eine neue Idee ist die „Junge Bühne“. Neben Pumptrack-Anlage und Sportbereich werden Jugendliche und Jugendabteilungen der Vereine die Möglichkeit haben, sich selbst und ihre Aktivitäten darzustellen. „Landesgartenschau ist nicht nur was für Rentner“, sagt Pressesprecherin Heidi Wolf. Deswegen werde es Programm für die 15- bis 25-Jährigen geben und ein tägliches Kinder- und Mitmachprogramm für das Alter zwischen drei und acht Jahren. Auch eine Schule im Grünen wird angeboten. Dort können dann entweder die Lehrer selbst Stunden halten – oder der Gärtner oder die Feuerwehr…
Und zwei Trümpfe hat die Gartenschau-Mannschaft noch im Ärmel, die kaum zu stechen sind: Lisa Deutschländer koordiniert vom Landratsamt aus die Obst- und Gartenbauvereine des Landkreises. Sie sollen auf der Regner-Insel ein eigenes Refugium betreuen. Und wenn jemand genug hat von all dem Bunt und den Pflanzen, dann ist da noch Drache Fanny. Zu ihr gibt es mit der Gartenschaukarte freien Zutritt.
Und jetzt warten alle
Und jetzt warten alle auf den Knall, wenn die 100er-Schallmauer bei den Freiwilligen durchbrochen wird. Und wer dann noch nicht den richtigen Schwung für die Gartenschau gefunden hat, den trifft es am 22. September, da ist sich Prokuristin Tina Heigl ganz sicher: „Spätestens beim Baustellenfest…“
Wer die Hunderter-Marke persönlich knacken will, kann sich im Büro der Landesgartenschau in der Dr.-Adam-Vollstraße 1, Haus C, melden. Es gibt aber auch einen Link dafür: www.furth2025.de/mitmachen/ehrenamt



