Furth im Wald kann mit seinen Touristen wieder über den Drachensee wandeln

Es ist kein Wunder, dass jeder am Drachensee über das Wasser wandeln kann. Vielmehr ist es das Ergebnis harter, stundenlanger Arbeit. Das Wasserwirtschaftsamt macht es möglich. Die tonnenschweren Pontons des Schwimmstegs sind wieder da.
Zehn einzelne Pontons sind über den Winter am Ufer eingelagert worden. Jedes einzelne davon bringt eine Tonne Gewicht auf die Waage. Am Montag traten acht Arbeiter und ein Manitou-Kranfahrzeug im Auftrag des Wasserwirtschaftsamtes an, um den Steg wieder zu Wasser zu bringen.
Ein Touristen-Magnet
Dieses Schauspiel und das Bauwerk selbst ziehen alljährlich Wanderer und Touristen an. Die Arbeiten laufen genau nach Plan. Zunächst zieht ein Boot ein Stahlseil von Ufer zu Ufer entlang der drei stählernen Stützpfeiler, an denen später der Schwimmsteg verankert sein wird.
Die Stahlrahmen sind beweglich angebracht, so dass sich die Fußgängerbrücke den Seehöhen anpassen kann. Die betonierten Uferrampen ermöglichen auch den Anschlussstücken, bei Hoch- und Niedrigwasser flexibel zu reagieren.
Verbolzt bei Sonnenschein
Ein Kranfahrzeug bringt die jeweils 6,50 langen schwimmfähigen Brückenteile ins Wasser. Dort steigen die Arbeiter auf und hanteln sich entlang des Stahlseiles zum gegenüberliegenden Ufer. Die Verbindungen werden verbolzt. Gummiauflagen verhindern das Scheppern beim Überqueren oder bei Seegang. Den gibt es nämlich auch. „Heute ist es super. Sonne und kein Wind. Das hatten wir noch nie. Sonst war es eisig, windig, oder es hat sogar geregnet“, erzählt ein Mitarbeiter der Flussmeisterstelle Roding.
Die Leute warten schon. Einige müssen am Vormittag noch umkehren, weil sich die Arbeiten bis zum frühen Nachmittag hinziehen. Bis zum Winter werden den Schwimmsteg tausende von Wanderern überqueren, um die kurze Fünf-Kilometer-Strecke am See entlang zu nutzen.



