Zwei Drachenfeste steigen in Furth im Wald in der Brauerei Dimpfl

Von Johannes Schiedermeier · 18. März 2024 um 17:00

Alles andere hat sich einfach als zu kompliziert oder zu aufwändig erwiesen. Deswegen sind Stadt und Festwirt zu einer bewährten Lösung zurückgekehrt. Am Montag verkündeten Bürgermeister Sandro Bauer und Brauereibesitzer Matthias Strauß die Entscheidung: Die nächsten beiden Drachenfeste werden auf dem Gelände der Brauerei Dimpfl gefeiert.

Es hat sich eine Weile hingezogen, aber letztlich hat sich schon Ende des Jahres herauskristallisiert, dass die beiden Alternativstandorte für das Drachenfest nicht infrage kommen. Für die nächsten beiden Jahre muss das Further Volksfest aufgrund der Gartenschau den Standort wechseln. Einmal war die Fläche zu abschüssig, dann hakte es bei der aufwendigen Infrastruktur. „Wir brauchen 350-KW-Kabel und 6000 Quadratmeter Grund für so ein Fest“, erläuterte Thomas Rossmann bei der Pressekonferenz mit Festwirt Matthias Strauß und Bürgermeister Sandro Bauer. Er muss alle Jahre dafür sorgen, dass jeder Beschicker seinen Platz und seine Infrastruktur hat.

Warum nicht dort?

Bürgermeister Bauer schilderte auch die Probleme, die man zum Beispiel in der Eschlkamer Straße am sogenannten „Überlauf-Parkplatz“ gehabt hätte. Unter anderem sei das Gelände dort FFH-Gebiet und man hätte 15 Meter Abstand vom Bachlauf lassen müssen. Die Wege hätte die Stadt erst ertüchtigen müssen, weil sie nicht belastbar genug gewesen wären.

„Irgendwann hat sich der Matthias mit mir im Büro getroffen und wir haben festgestellt, dass wir beide dieselbe Idee gehabt haben: Warum nicht auf dem Brauereigelände?“ Schließlich habe es dort ja mit dem Brauerei-Fest einen gelungenen Vorläufer gegeben, argumentiert der Bürgermeister. Auf dem Außengelände werde es zwar dann etwas enger, aber auch das sei in den Griff zu bekommen.

Festwirt Matthias Strauß sieht in der Entscheidung sogar einige Vorteile. „Eventuell wird einiges um eine Nummer kleiner. Dafür werden wir uns bei der Gestaltung besondere Mühe geben. Wir werden den Biergarten in Richtung ATT aufstellen und die Gewölbe besonders schön machen.“

Bis zu 1000 Sitzplätze

Es werde bis zu 1000 Sitzplätze geben. Das habe sich auch in der Vergangenheit als ausreichend erwiesen, besonders an den Wochentagen. „Wir werden unter der Woche bis 23 Uhr offen haben und an den Wochenenden bis 23.30 Uhr“, versichert Strauß.

Bürgermeister Bauer verspricht, das die Further beim Drachenfest auf wenig bis gar nichts verzichten müssen. Es werde eine Bierprobe für die Spielschar geben und einen kleinen Einzug durch die Stadt. Wenn sich im Gespräch mit den Rosserern herausstelle, dass die Gespanne die Kurve zwischen Bräuhausstraße und Von-Müller-Straße kriegen, dann müsse man gar nichts ändern. Sonst, so Bauer, werde man die Strecke umdrehen und über die Josef-Heigl-Straße hinaufziehen.

Festwirt Strauß berichtet, dass er gerade mit verschiedenen Kapellen verhandelt und auch die Klassiker im Außenbereich wieder am Start sind: Fischbrater Kinderkarussell, Schießstand, Eispalast... Die Festküche wird wieder von Andreas Schreindorfer betreut.

Bier, direkt aus dem Keller

Die Toilettenanlage werde man gegenüber im Waschbetonbau unterbringen. Dadurch seien sie zwar aus dem Weg, aber trotzdem in unmittelbarer Nähe. „Es wird anziehend sein und es wird Wohlfühl-Charakter haben“, versichert Strauß. Und, ganz wichtig: „Es wird gutes, naturbelassenes Bier geben, das direkt aus dem Lagerkeller kommt.“

Die Further und ihre Gäste werden auf kaum etwas verzichten müssen, auch nicht auf Gockerl und Fisch.