Strand-Feeling in Cham: Die neue Stadthallen-Gastronomie baut ab Juni voll auf Sand

Das neue Konzept für die Stadthallen-Gastronomie baut auf 800 Quadratmeter Sand und Strand-Feeling an sieben Tagen in der Woche – so oft die Sonne scheint. Im Winter geht es drinnen ab. Dazu sind Events geplant und elf verschiedene Partner mit im Boot. Mit dieser Idee haben Patrick Völkl, Dominic Ziesler und Friedl Jonas die Stadt überzeugt. Am Donnerstagabend wurden die entsprechenden Verträge unterschrieben.
„Der Stadtrat hat sich einstimmig für dieses Konzept ausgesprochen. Wir sind davon überzeugt und bewundern den Mut und die Überzeugung der drei jungen Leute, die im Vorgriff dafür schon Geld ausgegeben haben“, so Bürgermeister Martin Stoiber. Ab April sollen die Stadthallen-Termine und deren Buchungen begleitet werden, am 1. Juni ist die große Eröffnungs-Party geplant.
„Ein neues Konzept für alle“
„934 Beachbar & Lounge“ haben die Drei ihr neues Projekt getauft. 934 steht dabei für die ersten drei Ziffern der Postleitzahl für den Landkreis Cham. „Es soll etwas für den ganzen Landkreis entstehen“, erläuterte Stoiber. Es seien acht spannende Wochen gewesen, bis der Stadtrat sich für die drei Bewerber entschieden habe. Alle seien nun froh, dass in schwierigen Zeiten für die Gastronomie und mitten in einem angespannten Arbeitsmarkt dieses Projekt möglich geworden sei.
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„Wir haben auf etwas ganz Neues gesetzt. Und es soll für jung und alt sein“, so Stoiber. Geplant sei neben der neuen Form der Gastronomie auch eine Bereicherung der Event-Landschaft, die das Stadthallen-Programm begleiten werde.
Friedl Jonas stellte das Konzept erstmals der Öffentlichkeit vor, bevor die Verträge zwischen Stadt und Event GmbH unterschrieben wurden. Erst kurz zuvor waren alle Beteiligten gemeinsam beim Notar gewesen. Auch Rechtsanwälte waren beteiligt, verriet Bürgermeister Martin Stoiber.
Es sei geplant vor der Stadthalle auf 800 Quadratmetern sieben Zentimeter hoch 85 Tonnen Sandstrand auszubringen, der mit Feuertischen, Schirmen und Palmen möbliert wird, berichtete Jonas. Es werde nachhaltige Holzmöbel geben, Windlichter und stimmungsvolle Beleuchtung. Es bleibe aber immer ein gepflasterter Zugang zur Stadthalle frei, versicherte er.
Mediterran soll es also zugehen. Und zwar an sieben Tagen in der Woche. Im Winter wird abgeräumt und die Bar in den Innenräumen wird an fünf Tagen in der Woche geöffnet haben. Die Strandbar im Freien will eine Alternative zu bestehenden Biergärten und Diskotheken sein, so Jonas: „Wir wollen Urlaubsfeeling für alle Altersgruppen schaffen.“
Der Außenbereich ist bereits im Grobkonzept zu Papier gebracht. In vier bis sechs Wochen werde man mehr sehen, versicherten die Pächter. Im Innenraum werde man Ledermöbel platzieren.
Bei der Bewirtung setzen die Pächter voll auf Partner. „Wir sind alle keine Köche und deswegen haben wir uns mit Siegl‘s in Furth zusammengetan“, so Jonas. Siegl’s werde aber tatsächlich nur als Caterer auftreten und nicht als Pächter. Er werde das ATT in Furth weiter betreiben. Zu den verschiedenen Cocktails, Weinen, Spirituosen und Limonaden bieten die Pächter auch kleine Brotzeiten wie Salate, Chiabatta-Sandwiches, Brezenteig-Pizzen und Vegetarisches an. Auch hier habe man – wie bei allen anderen Dingen – auf regionale Partner gesetzt.
Events als Standbein
Ein weiteres Standbein der neuen Stadthallen-Gastronomen werden Events sein. Das ist die Domäne von Friedl Jonas, der in Schönthal die Mallorca-Party für 2000 Personen ausgerichtet hat. Er versprach den Vertretern der vier Stadtratsfraktionen und dem Bürgermeister Live-DJ’s, kleinere Konzerte, Offene Bühnen, Gala-Abende, Themenabende, Show-Cooking, Weinproben und Modenschauen. Das alles werde aber nicht in Konkurrenz zu bestehenden Veranstaltungen oder gar der Stadthalle stattfinden, versprach er.
Außerdem versicherten die neuen Pächter, dass es bereits ab April wieder eine stilsichere Begleitung der verschiedenen Stadthallen-Events und der Firmentagungen geben wird. „Es wird wieder zuverlässig bedient werden und es wird Getränke und Snacks in der Foyerbar geben“, so Jonas. Das alles werde ebenfalls begleitet in Absprache mit Siegl‘s und dem Hotel am Regenbogen. Für Brotzeit, Kaffee und Kuchen werde gesorgt sein.
Die Außenbewirtung sei von Mai bis Oktober vorgesehen und werde sich am Wetter orientieren. „Wenn die Sonne scheint, dann ist an sieben Tagen in der Woche offen“, so Jonas. Kurz vor dem Winter werde der Sand dann abgeräumt und für die nächste Saison eingelagert. „Wir haben auch ein Konzept, dass der Sand rückstandsfrei entfernt werden kann“, versicherte Stadtrat Frank Aumeier.
Fünf Jahre unterschrieben
Die drei neuen Pächter haben für fünf Jahre unterschrieben. „Natürlich gibt es für beide Seiten Ausstiegsklauseln, aber wir gehen davon aus, dass die niemand benötigt“, so Bürgermeister Martin Stoiber. Er glaubt fest daran, dass das neue Konzept voll den Zeitgeist treffen wird: „Das werden alle sehen wollen.“ Solche Strandkonzepte gebe es inzwischen in jeder größeren Stadt. Sie kämen auch ohne Wasser gut aus, so Jonas.