Hiltrud Leidinger verwöhnt mit einem leckeren Dankeschön Langquaids Ehrenamtliche

Für das Buffet beim Ehrenamtsfrühstück in Langquaid lässt sich Hiltrud Leidinger immer etwas Besonderes einfallen. Mal lautet das Thema Superfoods, dann vegane Wurst oder molekulare Küche. Auch kürzlich war sie wieder kreativ.
Seit 2008 belohnt sie Langquaider Ehrenamtliche im Mehrgenerationenhaus für ihr Engagement mit einem Frühstücksbuffet. Die Ehrenamtlichen sparten nicht mit Lob.
„Das Buffet ist spitzenmäßig“, schwärmt zum Beispiel Christa Meyerhofer, die sich seit vielen Jahren in der Nachbarschaftshilfe engagiert. Neben ihr sitzt Carol Renner. Sie ist in der Geflüchtetenhilfe aktiv und freut sich über das Frühstücksangebot. „Man weiß gar nicht, was man als erstes probieren soll.“ Dieses Mal stehen vegane Brotaufstriche, wie Nussmus oder Linsen- und Tomaten-Rucola-Aufstrich sowie das Thema „Nudging“ im Mittelpunkt.
Marmeladen kommen gut an
„Ich koche und bewirte gern und interessiere mich für Food-Trends“, sagt Leidinger. In einem Zeitungsartikel habe sie von „Nudging“ gelesen. Dies bedeute, dass gesunde und klimafreundliche Lebensmittel am Anfang des Buffets stehen, erklärt sie. So machen Joghurt und Joghurtgetränk den Anfang, vor den vegetarischen Aufstrichen und dem zuckerfreien Obstsalat. Aber natürlich fehlen auch Frühstücksklassiker wie Wurst und Käse nicht, wie auch selbst gemachte Marmeladen. „Die kommen immer sehr gut an“, sagt die Rohrerin.
Seit 2008 gibt es das Mehrgenerationenhaus in Langquaid. Als Leidinger damals erfuhr, dass eine Veranstaltung für Ehrenamtliche geplant ist, war ihr klar: „Da möchte ich helfen.“ Im Markt gebe es viele Initiativen und viele Bürger engagierten sich für andere. „Hier arbeiten alle, egal welche politische Couleur, für Langquaid zusammen. Das finde ich toll“, sagt Leidinger.
Ehrenamtliche treffen sich einmal im Quartal
Die Projektmanagerin des Mehrgenerationenhauses, Brigitte Kempny-Graf, ist vom Frühstücksbuffet begeistert. „Wir wertschätzen den Einsatz von Frau Leidinger sehr. Das ist ein richtig schönes Dankeschön für alle Ehrenamtlichen.“ Das Buffet sei ein toller Brauch geworden.
Das findet auch Rita Scheck. „Es ist alles so schön angerichtet“, schwärmt sie und lässt sich am festlich gedeckten Tisch ihr Frühstück schmecken. Scheck engagiert sich bei den Marktführungen. Wie auch Gerhard Huber, der zudem historische Bierführungen und Kirchenführungen anbietet. Er schätzt die Zusammenkunft der Ehrenamtlichen im Mehrgenerationenhaus. „Man merkt, man ist nicht allein. Es stärkt das Miteinander“. Auch Christa Meyerhofer kommt gerne zu den Treffen, die etwa viermal im Jahr stattfinden. Immer wieder lerne man neue Leute kennen.
Projekte besprochen
Auch dieses Mal sind Interessierte dabei, die sich noch nicht ehrenamtlich engagieren, es sich aber durchaus vorstellen können. Sie nutzen die Gelegenheit, sich bei den Erfahrenen zu informieren und lauschen Brigitte Kempny-Graf, die die aktuellen Projekte vorstellt. Im Anschluss wird darüber diskutiert. „Es ist ein konstruktiver Meinungsaustausch in einer familiären Atmosphäre“, sagt Kempny-Graf.
Hiltrud Leidinger füllt währenddessen den Ehrenamtlichen Kaffee nach. Was das Führstück betrifft, ist sie mittlerweile routiniert. Sie weiß, welche Dinge sie mit ins Mehrgenerationenhaus bringen muss und was den Leuten schmeckt. Die einzige Sorge, die sie immer hat, ist, dass auch ja alles reicht. „Bis jetzt gab es hier noch nie ein Problem“, sagt sie und lacht. Auch am Mittwoch nicht.
