Haaland aus Knete: Junger Langquaider schafft es ins Tschutti Heftli

Timo Schneider knetet gern, ist begeisterter Fußballer und Fan von Erling Haaland. Da kam ihm der Wettbewerb des Fußball-Sammelalbums Tschutti Heftli zur EM 2024 gerade recht.
Die Freude war riesig. Als Timo Schneider erfuhr, dass er zu den Gewinnern des Nachwuchs-Wettbewerbs des Tschutti Heftli zählt, war er nicht mehr zu bremsen. Er lief schreiend durchs Haus – und das in aller Früh.
In der Nacht war die E-Mail mit der Nachricht eingetroffen. Das Schöne: Nicht nur er hatte gewonnen, sondern auch seine Mutter Nina Schneider. Sie wird für das Fußball-Sammelalbum eine Mannschaft illustrieren und auch Timos Wettbewerbsbeitrag wird ein Sticker im Tschutti Heftli zur EM 2024.
Haaland im Dortmund-Trikot gewählt
„Alle können dann mein Bild sehen“, sagt der achtjährige Langquaider freudestrahlend. Dass es bei dem Wettbewerb darum ging, ein Porträt des Fußballers Erling Haaland zu gestalten, war für Timo ein Volltreffer. Er selbst ist begeisterter Fußballer, spielt beim FC Tegernheim im Verein und kickt in seiner Freizeit mit Freunden. Außerdem ist Haaland sein Lieblingsspieler. „Er ist eine absolute Tormaschine, einer der besten Spieler der Welt“,sagt Timo und schwärmt von Haalands Fallrückziehern und Volley-Schüssen.
Obwohl der norwegische Fußballprofi seit einiger Zeit bei Manchester City spielt, hat sich Timo dazu entschieden, ihn im Trikot von Borussia Dortmund darzustellen. „In Dortmund hat Haaland das beste Tor des Jahres geschossen.“ Außerdem sei das Trikot leichter zu fertigen und sehe cooler aus.
Während viele Nachwuchs-Künstler Haaland zeichneten und malten, benutzte Timo, der die dritte Klasse der Franziska-Obermayr-Schule besucht, Knete. „Ich kann sehr gut kneten“, sagt er selbstbewusst. Mittlerweile knete er nicht mehr so häufig, doch als Vorschulkind habe er alles von Super Mario geformt, erzählt Mutter Nina Schneider, die ihrem Sohn beim Wettbewerb ganz gute Chancen ausgerechnet hatte. „Mit Knete, das ist sicher einzigartig, da fällt er auf“, dachte sich die Illustratorin.
Drei Monate auf eine Nachricht gewartet
Zwei Nachmittage arbeitete Timo an seinem Werk mit gelber, oranger, beiger, schwarzer, weißer und blauer Knete. Am meisten gefordert hätten ihn das Logo von Borussia Dortmund und die Haare, sagt er. Als Vorlage dienten Fotos des Norwegers. Als das Werk fertig war, fotografierte es Nina Schneider und reichte das Bild zusammen mit ihrem Porträt von Erling Haaland ein. Die Illustratorin zeichnet gern Gesichter. Der Fußballer sei ein „sehr dankbares Motiv“, weil sein Aussehen sehr charakteristisch sei, sagt sie und verweist auf Haalands markantes Kinn, die wulstige Stirn und die tiefliegenden Augen.
Rund drei Monate dauerte es, bis die erlösende E-Mail kam. In all der Zeit habe sein bester Freund ihm Mut gemacht, sagt Timo. „Er hat aber auch gesagt, ich soll nicht traurig sein, wenn ich verliere.“ Doch als die Nachricht kam, feierten beide Timos Erfolg.
Der Achtjährige ist sehr stolz auf sein Werk. Damit die Knete nicht austrocknet und das Kunstwerk im schlimmsten Fall kaputt geht, hat es Nina Schneider in Raysin gegossen. Um seiner Mama eine Freude zu machen, hat es Timo ihr zu Weihnachten geschenkt.
Zu Gast bei der „Tschuttisage“ in Wien
Als Preis darf der junge Künstler, der auch gern Comics zeichnet und sich dazu Geschichten ausdenkt, am 7. Mai bei der „Tschuttisage“ in Wien dabei sein. Dort wird er auf der Bühne interviewt. Natürlich bekommt er auch das neue Tschutti Heftli mit allen Stickern. Darin ist dann auch die Mannschaft, die seine Mama zeichnen wird. Welche das sein wird, weiß sie noch nicht. „Mama und Sohn in einem Heft, das ist schon toll“, freut sie sich.
Das ist das Tschutti Heftli
Sammelalbum: Seit 2008 gibt es zu Fußball-Großereignissen das Tschutti Heftli Sammelalbum. Herausgegeben wird es in Luzern in der Schweiz. Heuer erscheint es zum neunten Mal.
Kleine Kunstwerke: Anstatt Fotos von Fußballern werden in das Heft kleine Kunstwerke geklebt. Jede Mannschaft wird von einem Künstler gestaltet, der zuvor in einem Wettbewerb ausgewählt wurde. Das Heft biete nicht nur einen Überblick über die besten Fußballer, sondern auch über die verschiedensten Gestaltungsstile zeitgenössischer Portrait-Illustration, heißt es online auf der Homepage www.tschuttiheft.li.

