Landesgartenschau: Zwei Millionen Euro mehr Fördermittel für die Stadt Furth im Wald

Von Alexander Frimberger · 13. März 2024 um 05:00

Die Bauarbeiten im Rahmen der Landesgartenschau 2025 Furth im Wald (LGS) und die damit verbundenen städtebaulichen Maßnahmen sind notwendig, aber teuer. Umso mehr freut sich Bürgermeister Sandro Bauer über eine Nachricht aus München.

„Vor dem Hintergrund sinkender finanzieller Spielräume der Kommunen und steigender Baukosten hat der Bayerische Ministerrat in seiner heutigen Sitzung die Förderkulisse für die Ausrichterkommunen von Landesgartenschauen in mehreren Punkten verbessert“, schreibt der CSU-Landtagsabgeordnete Dr. Gerhard Hopp am Dienstag in einer Pressemitteilung.

Botschaft aus dem Kabinett

„Konkret soll der Zuwendungshöchstbetrag für Investitionen angehoben werden“, heißt es weiter. Das bedeutet, Furth im Wald bekommt vom Freistaat für die Ausrichtung der LGS sechs, statt fünf Millionen Euro, mit den vier weiteren Millionen aus den Fördertöpfen der Europäischen Union, wird das Stadtsäckel mit insgesamt zehn Millionen Euro gefüllt. Doch die frohe Botschaft geht weiter.

Die Fördermittel haben sich bisher auf die baulichen Maßnahmen einer Gartenschau beschränkt. Der Durchführungshaushalt musste komplett vom Veranstalter finanziert werden. „Erstmals soll auch eine Förderung für die Ausgaben zur Durchführung der Gartenschau von bis zu einer Million Euro eingeführt werden“, so Hopp.

Das heißt, Furth im Wald kann sich über insgesamt zwei Millionen Euro mehr freuen, weil: „Die Änderungen bereits für die Förderung der Landesgartenschau 2025 wirksam werden sollen.“ So kann Furth im Wald laut Hopp von einer bis zu zwei Millionen Euro höherer Unterstützung profitieren. „Der Freistaat Bayern steht zu seinen Kommunen und zu den Landesgartenschauen als Erfolgskonzept, weswegen wir uns auch für die dem Bedarf angepasste Unterstützung der ausrichtenden Gemeinden und Städte eingesetzt haben“, so Hopp, der Umweltminister Thorsten Glauber, Finanzminister Albert Füracker und Landrat Franz Löffler seinen Dank für die Unterstützung ausdrückt.

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„Natürlich nimmt uns das eine große Last von den Schultern“, sagt Bauer, für den die Mitteilung aber nicht ganz unerwartet kam. Auch er hat im Hintergrund am Gelingen dieses Vorhabens mitgearbeitet. Bereits zum Jahreswechsel haben Bürgermeister zukünftiger Veranstaltungskommunen von Landesgartenschauen einen Brief nach München geschickt, ob die Fördermittel nicht aufgestockt werden könnten. Gespräche mit Ministeriumsmitarbeitern sowie mit Umweltminister Glauber liefen im Hintergrund demnach auch bei deren Besuch in Furth im Wald (wir berichteten).

Planungen abgeschlossen

Der Minister betonte dabei, dass er das Ansinnen unterstützen werde. So brachte Bauer das Thema jüngst bei einem Termin mit Füracker noch einmal zur Sprache. Besonders freut ihn natürlich, dass auch Furth im Wald noch in den Genuss der Förderung kommt. Eigentlich ist das Verfahren schon abgeschlossen. „Aber im Kabinettsbeschluss ist Furth im Wald explizit erwähnt.“

Es zeigt ihm, dass der Freistaat seine Kommunen nicht im Regen stehen lässt. „Wir haben als Stadt den Mut bewiesen eine LGS auszurichten, der Freistaat hat diesen Mut belohnt. Und es freut ihn, dass sich der Einsatz aller Beteiligten gelohnt hat. „Die Finanzspritze tut uns natürlich gut.“

Der Geldsegen soll übrigens nicht dazu verwendet werden, die Planungen noch einmal zu erweitern. „Die sind abgeschlossen, wir arbeiten mit Hochdruck an der Umsetzung.“ Bauer sieht es so: „Der Eigenanteil und somit der Schuldenstand der Stadt reduziert sich um zwei Millionen Euro. Das tut uns gut.“

Landesgartenschau

Die Landesgartenschau Furth im Wald 2025 startet im kommenden Jahr am 22. Mai. Die reguläre Tageskarte wird 19 Euro kosten. Im Vorverkauf (ab September 2024) ist eine Dauerkarte für 80 Euro zu haben. Regulär wird sie 90 Euro kosten. Für Kinder und Jugendliche gelten ermäßigte Preise. „Schon ab fünf Besuchen auf der Landesgartenschau haben sich die Kosten für die Dauerkarte amortisiert“, heißt es seitens der Verantwortlichen mit Hinweis auf zahllose Veranstaltungen.

Bürgermeister Sandro Bauer kann sich über ein sattes Plus freuen.