Neustadt investiert Millionen für die Innenstadtsanierung

Von Jochen Dannenberg · 7. März 2024 um 05:00

Die Marschrichtung für die weitere Innenstadtsanierung steht fest. Der Stadtrat hat dazu einen wichtigen Beschluss gefällt. Das bedeutet zugleich: Die Stadt geht eine weitere mehrere Millionen Euro schwere Investition an.

In nicht-öffentlicher Sitzung des Stadtrats wurde jetzt der Auftrag für die Arbeiten in den vier Quartieren vergeben. Den Zuschlag erhielt die Firma Stanglmeier aus Abensberg, das Auftragsvolumen beträgt acht Millionen Euro. Die Summe muss die Stadt nicht allein schultern, es fließen erhebliche Fördermittel aus der Städtebauförderung. Bürgermeister Thomas Memmel rechnet mit Zuschüssen von über 60 Prozent.

Im einzelnen geht es bei der weiteren Altstadtsanierung vor allem um die Dr. Balster-Straße, die Rentamtstraße, die Pfarrstraße mit der Rambaldistraße und die Löwengrube. „Die Arbeiten sollen bis Ende 2025 fertiggestellt sein“, sagte Bürgermeister Thomas Memmel nach der Sitzung des Stadtrats. Memmel ist überzeugt, dass die Kommune von dem Projekt deutlich profitieren werde. „Dann haben wir eine schöne Innenstadt“, betonte er.

Mehr Lebensqualität

Wichtig sind dem Bürgermeister bei der Innenstadtsanierung mehrere Faktoren – zum Beispiel, dass die Straßen in den Quartieren Spielstraßen werden. Autofahrer dürfte das nicht vor all zu hohe Herausforderungen stellen, handelt es sich doch bei den Verkehrsflächen in den Quartieren um ausgesprochene Nebenstraßen, in denen schnelles Fahren mit Autos ohnehin kaum möglich ist.

Gleichzeitig ist der Bürgermeister froh, dass durch die Sanierung keine Parkplätze verschwinden. „Wir haben erreicht, dass wir alle Parkplätze wieder unterbringen“, sagte Memmel gegenüber dieser Zeitung. Wichtig ist dem Stadtrat dies auch unter dem Aspekt, dass mehr Grün in die Stadt kommen soll. Bäume sollen Schatten spenden und als Wasserspeicher dienen. Alle Faktoren zusammen sollen die Lebensqualität in der Altstadt spürbar erhöhen.

Auch der Straßenbelag wird erneuert. Es wird Flossenbürger Granit verbaut. Die Wahl des Materials ist eine Konsequenz aus den Erfahrungen mit dem Natursteinpflaster, das bisher in der Innenstadt verlegt wurde. Die Entscheidung für das Pflaster aus der Oberpfalz beruht auf einem Beschluss des Stadtrats im Herbst 2022. Danach sollte bei künftigen Maßnahmen in der Innenstadt der langlebige Granit aus Flossenbürg verwendet werden.

Kanalisation wird erneuert

Bei der Innenstadtsanierung geht es nicht nur um optische Maßnahmen. Es wird auch die Kanalisation erneuert und die Leerrohre für die künftige Breitbandversorgung verlegt. Dabei geht die Stadt einen ungewöhnlichen Weg. Wie der Bürgermeister erläuterte, werden die Leerrohre von der Stadt verlegt, obwohl dies eigentlich Aufgabe der Telekom sei. Das Unternehmen sehe sich derzeit außerstande, die Arbeiten durchzuführen.

Das bedeute jedoch nicht, dass die Kommune auch finanziell mit dem Verlegung belastet sei. „Wir werden für die Telekom die Leerrohre für das Glasfasernetz legen“, sagte Memmel. Anschließend würde die Telekom jedoch die Leerrohre kaufen.

Die offizielle Mitteilung der Vergabe der Arbeiten im Rahmen der Altstadtsanierung erfolgt bei der nächsten Sitzung des Stadtrats. Die Sitzung findet am Montag, 11. März, im Rathaussaal statt. Sitzungsbeginn ist um 19 Uhr.

Unter anderem ist bei der Altstadtsanierung wie in der Dr. Balster-Straße (Bild) mehr Grün geplant. Foto: Dannenberg
Die Planung sieht auch vor, dass keine Parkplätze verschwinden (Bild: Rambaldistraße). Foto: Dannenberg