Das Interesse am großen Sommerfest in Furth im Wald wächst enorm

Lange Zeit konnte man das Gefühl haben, die Further fremdeln ein wenig mit ihrer Landesgartenschau 2025. Doch das Interesse ist wohl endgültig entfacht. Zu einem Infoabend waren viele Vereinsvertreter gekommen . Sie wollten hören, wie sie mitmachen können.
Die Further machen mobil für die Landesgartenschau 2025 (LGS). Das Interesse steigt zusehends, die Teilnahme wächst mit jeder Infoveranstaltung. Am Montag Abend waren rund 140 Vereinsvertreter in den Rathaussaal gekommen, um zu erfahren, wie sie sich beim großen, 137 Tage dauernden Sommerfest engagieren können.
Hoch erfreut zeigten sich die LGS-Verantwortlichen über den Besuch. Es waren sogar noch zusätzliche Stühle in den Rathaussaal getragen worden. „Das bestärkt mich in meiner Überzeugung, dass Landesgartenschauen in kleineren Städten sehr gut angenommen werden“, sagte Geschäftsführer Robert Sitzmann.
Das Interesse wächst stetig
Rita Heigl, zuständig für Ausstellung und Betrieb gab zur Einstimmung einen Überblick über das knapp 6,5 Hektar große Gelände (wir berichteten mehrfach). Sie bekräftigte, man wolle die LGS nicht in die Stadt pflanzen, sondern es sei eine Schau für alle Further. „Es ist eine Veranstaltung für die Bürger, sie sollen stolz auf ihre Heimat und die Stadt sein und das auch nach außen tragen.“ Eine Besonderheit sei, dass auch nicht eingezäunte Flächen bespielt werden. Dazu zählen unter anderem der Amtsgerichts-Innenhof oder das Späthgelände, wo eine parkähnliche Anlage zum Thema „Biergärten“ entstehen soll. Chöre, Blasmusik und andere Auftritte kann man sich dort vorstellen. Das Gartenschau-Gelände selbst soll unter anderem zum Verweilen oder für ein Picknick einladen. „Es wird keine hypergepflegten Rasenflächen geben, die nicht genutzt werden dürfen.“
Seitens der LGS freut man sich, dass das Interesse beinahe täglich wächst. „Die Anfragen kommen von immer weiter weg“, so Heigl. So steige das Centrum Bavaria Bohemia aus Schönsee ganz groß ein, weil sie das Potenzial sehen. „Wir wollen ein schönes Sommerfest mit Ihnen feiern, aber Ziel ist es, dass danach viel übrig bleibt.“ Letztlich habe man es mit einer städtebaulichen Maßnahme und nicht mit einer Blümchenschau zu tun. „Sagenhaft viel erleben“, lautet das Motto der Gartenschau. Genau hier kommen die Further Vereine ins Spiel, führte Sandra Kleemann, zuständig für das Veranstaltungsprogramm, aus. Man wolle einen bunten Mix bieten. Sport, Vorträge, Musikveranstaltungen und vieles mehr seien denkbar. Auch Workshops, ein Schafkopfturnier oder die Präsentation von Brauchtum seien möglich. „Wir sind für alle Vorschläge offen.“ Viele Termine sind schon fix, aber Kleemann versprach, dass jeder Vorschlag Gehör und Platz auf dem Gelände finden werde. Unterstützung erhofft man sich seitens der LGS auch mit Blick auf die Grenznähe: „Wir wollen tschechische Bürger bei uns willkommen heißen und ein tschechisches Programm anbieten.“ Ein eigenes Programm wird der Landkreis Cham in seinem Regionalpavillon gestalten. Andrea Alt ist für die Organisation zuständig. Der Pavillon versteht sich als Bühne für regionale Akteure aus dem Landkreis. Er soll eine L-Form und eine große Fensterfront bekommen, wird ca 36 Quadratmeter groß, hat einen Terrassenanbau mit Aktionsfläche sowie Ruhezonen.
Saftbar für die Vereinskasse
Leitthemen sind Natur, Freizeit, Kultur und Lebensraum im Landkreis. Regelmäßig präsentieren werden sich dort die sechs touristischen Werbegemeinschaften des Landkreises sowie Naturpark, Kultur, Ehrenamt und Wirtschaftsförderung. Es gibt Bühnenzeiten für Musik und Tanz, ansonsten Mitmachaktionen und mehr.
Im Vorfeld gab es noch Fragen zu klären, inzwischen ist sicher, dass der Bereich rund um die Pumptrackanlage zum eingezäunten Gartenschaugelände gehören wird. Dort soll es neben Sport- und Ruhemöglichkeiten ein Streichelgehege sowie eine Saftbar geben. Wie die genau aussehen wird, ist noch nicht final entschieden. Es soll damit aber Vereinen, die sich beteiligen, im Wechsel die Möglichkeit gegeben werden, Einkünfte zu generieren.
Einen weiteren Vorteil sieht Sitzmann in der intensiven Nutzung des Pumptrack- und Schulsportplatzbereiches: „Die Hoffnung ist der Erfahrung nach nicht unbegründet, dass ein anderer Bezug zur Anlage entsteht und es so in Zukunft weniger Probleme mit Vandalismus gibt.“ Versicherungstechnische Fragen von Steffi Macharowsky (Skiclub Furth im Wald) und Alfred Bruckner (Freiraum), wie Mitglieder und Nichtmitglieder der Vereine bei Aktionen versichert sind, musste offen bleiben. „Das klären wir“, so Sitzmann.
Fixe Veranstaltungen
Einige LGS-Termine stehen schon fest. Am 22. September findet das Baustellenfest statt. Danach wird diese für die Öffentlichkeit geschlossen.
22. Mai 2025: Eröffnung, 24./25. Mai: Eröffnung; 29. Mai: Schmankerlmarkt mit Straßenmusikfestival; 31. Mai: Festspielsommer; 1. Juni: Tag der Milch; 14. Juni: Blaulichttag; 29. Juni: Bezirkstreffen der Landfrauenchöre; 5./6. Juli: Miniköche; 15. August: Mariä Himmelfahrt, 5. Oktober: Fahnenübergabe