Landesgartenschau: Neben und unter der Eschlkamer Straße wird fleißig gearbeitet

Von Alexander Frimberger · 27. Februar 2024 um 19:00

Gerade hat es den Blick über den Bauzaun mit dem Bayerischen Umweltminister Thorsten Glauber (FW) gegeben, schon wird für die Landesgartenschau 2025 in Furth im Wald weitergewerkelt. Sichtbar derzeit im Bereich der Schächtl-Brücke in der Eschlkamer Straße.

Landschaftsarchitekt Ulrich Dölker, der mit den Baumaßnahmen betraut ist, weiß, was dort gerade passiert: „Es werden die letzten Brunnenringe für den Steg unter der Eschlkamer Straße gelegt.“ Dazu wird in der Flutmulde gegraben, bis man auf tragfähigen Untergrund trifft, in diesem Fall eine Kiesschicht. Der erste Ring wird gelegt und ausbetoniert, weitere Ringe werden von der Firma Rädlinger draufgesetzt und ebenfalls ausbetoniert.

Ufermauern werden saniert

Der letzte Ring bekommt zusätzlich ein Stahlgeflecht verpasst. Darauf wird unter der Brücke hindurch der Drachensteg gelegt, der dann von der Regener-Insel auf der einen Seite zur Leonhardi-Kapelle auf der anderen Seite und von dort weiter zum Weiherdamm führt.

Dölker gibt einen Ausblick, wie es im Anschluss daran weiter geht. „Die Arbeiten an der Lorenz-Zierl-Straße werden wieder aufgenommen.“ Die Leitungsverlegung wird abgeschlossen, und der Ufermauer-Neubau beginnt. War zunächst geplant, beide Kanalmauern zu erneuern, hat man sich aus Kostengründen dagegen entschieden. „Die erste Ausschreibung war relativ teuer.“ Weil man aber im geplanten Budget bleiben muss, wurde umgeplant. „Ich habe das selber als Planer einmal mitgemacht, würde das nicht mehr tun wollen, weil man sich dabei immer in der Defensive befindet.“ Alle beteiligten Firmen warten auf Pläne, die ja erst gezeichnet werden müssen und machen Druck. „Dauernd muss man sich rechtfertigen und erklären.“ Deswegen sei eine Umplanung nicht unkompliziert. Im Fall Lorenz-Zierl-Straße ist er aber froh, dass alles ohne Probleme geregelt werden konnte.

Letztendlich wird jetzt nur die Mauer am Späth-Gelände entfernt, die zur Straße bleibt. Dazu musste lediglich der Kanalverlauf etwas angepasst werden. Dölker betont, dass damit kein Qualitätsverlust in Kauf genommen werden muss. „Die Mauer ist überprüft , für haltbar und tauglich befunden worden.“ Auch in Bezug auf den Zeitplan ist man voll im Soll. Bis Ende Dezember 2024 soll der Bauabschnitt bis Waldschmidtstraße abgeschlossen sein. Ebenfalls im März beginnen die Abbrucharbeiten am Postgartenweg. „Der alte Triebwerkskanal wird von unten nach oben abgerissen.“

Auf dem Späth-Gelände soll ein sogenannter Biergarten entstehen (wir berichteten), eine parkähnliche Anlage, in der sich auch als Erinnerung an die ehemalige Brauerei, die dort gestanden hat, alles um den Gerstensaft drehen soll.

Zeitdruck gibt es immer

Die Maßnahme wurde kurzfristig ins Budget der Stadt aufgenommen und soll einen zusätzlichen Reiz für die LGS ausmachen. Schon wurden erste Stimmen laut, das sei zeitlich nicht mehr zu schaffen. Dölker widerspricht: „Es ist so geplant, und ich gehe davon aus, dass der Biergarten so kommt.“ Doch die Stimmen, die nicht glauben können, dass für die Landesgartenschau 2025 alles rechtzeitig fertig wird, hat Furth im Wald nicht exklusiv. Auch, dass Zeitdruck herrschen wird, ist kein Geheimnis. Umweltminister Glauber sagte gegenüber unserer Zeitung: „Druck herrscht auf jeder Baustelle aber mit einem Bürgermeister, der voran geht, wird Furth im Wald das schaffen. Ich freue mich schon auf die Veranstaltung.“

Der Ministerbesuch hat laut Dölker dem LGS-Team und auch den Further Bürgern noch einmal einen positiven Schub geben. „Es ist gut, wenn man es mal von Außenstehenden hört.“ So viel ist aber sicher: Die Vorfreude auf das Großereignis wächst, so hat Bürgermeister Sandro Bauer vor einigen Tagen gesagt, dass sich inzwischen bereits 90 ehrenamtliche Helfer gefunden haben.

Ein Brunnenring