Nach Rekord-Verlust im Berle-Bad: Wird der Eintritt jetzt schon wieder teurer?

Das Berle-Bad in Berching machte 2023 einen finanziellen Verlust, den es in der Geschichte des Erlebnisbads noch nie zuvor gegeben hat. Das Defizit von über 1,1 Millionen Euro will die Stadt langfristig abfedern, indem sie die „Einnahmen durch Gebührenerhöhungen steigert“.
Auf Nachfrage unserer Zeitung, welche Ansatzpunkte die Stadt hat, das Defizit zu mindern, heißt es: „Steigerung der Einnahmen durch Gebührenerhöhungen“.
Erst zu Beginn des Jahres hat die Stadt die Preise für das Berle angehoben. „Wann eine weitere Erhöhung wieder infrage kommt, dazu kann man derzeit keine Aussage machen“, heißt es aus dem Rathaus. Üblicherweise überprüfe man nach drei Jahren die Gebühren.
„Aus betriebswirtschaftlichen Gründen müsste man stets und deutlich erhöhen, da das Bad immer deutlichen Zuschussbedarf hat“, teilt die Verwaltung mit. Eine Senkung der Kosten sei nicht möglich, weil die laufenden Betriebskosten bei gleichen Betriebsbedingungen nicht absenkbar seien (Personal, Unterhalt, Energie, Wasser, Abwasser, Reinigung, Heizung). Auch kürzere Öffnungszeiten sind aus Sicht der Stadt nicht erfolgversprechend, da es Fixkosten gebe, die kaum variabel seien (Personal, Heizung, Wasser, Abwasser, Reinigung, Strom, Grundlast).
Auf die Frage, wie lange die Eintrittspreise für Besucher zumindest stabil bleiben, antwortet die Stadt: „Umfang und Zeitpunkt einer weiteren Gebührenerhöhung unterliegt einer politischen Bewertung, innerhalb derer auch ein Ausschlusszeitraum für eine Gebührenerhöhung definiert wird.“