Dienstgebäude der Grenzpolizei in Furth im Wald wird ausgebaut und saniert

„Euer Job ist extrem wertvoll. Es ist zwar eine bayerische Besonderheit, aber sehr erfolgreich!“ – Landrat Franz Löffler brachte seine Meinung in Sachen Grenzpolizeigruppe Furth im Wald am Freitagabend klar zum Ausdruck. Und er fand uneingeschränkte Zustimmung bei MdL Dr. Gerhard Hopp und Furths Bürgermeister Sandro Bauer, mit denen er dem Dienstgebäude der Beamten am Grenzübergang Schafberg-Folmava einen Besuch abstattete.
Die Visite sollte eigentlich eine spezielle Information für Klaus Holetschek sein, den Vorsitzenden der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, der allerdings wegen einer Erkrankung absagen musste. Holetschek, so wurde versichert, wird den Besuch in Furth im Wald baldmöglichst nachholen.
Die Politiker suchten dennoch den persönlichen Kontakt zur „Polizei vor Ort“, um sich einerseits über die Tätigkeit der Grenzpolizeigruppe zu informieren und andererseits die anstehende Baumaßnahme am Dienstgebäude zu erläutern. Gesprächspartner waren Robert Fuchs (Vizepräsident Polizeipräsidium Oberpfalz), Sven Buhl (Polizeirat, Leiter der Polizeiinspektion Furth im Wald), Marco Hastreiter (stellvertretender Leiter der Grenzpolizeigruppe Furth im Wald) und weitere Beamte.
Hopp versicherte, dass im Haushalt des Freistaates Bayern die Summe von 2,8 Millionen Euro eingeplant wird, um das Mitte der 1980er Jahre erstellte Dienstgebäude auszubauen und zu ertüchtigen. Marco Hastreiter berichtete, das ebenerdige Dienstgebäude solle ab dem Frühjahr 2024 umgebaut und vor allem aufgestockt werden. Die Fertigstellung sei für Ende 2025 vorgesehen.
Die Diensträume an sich würden während der Bauzeit seitens der Polizei nicht genutzt. Ersatzräume seien im gegenüberliegenden alten Zollamt ins Auge gefasst worden. „Die Gespräche über die Anmietung laufen,“ so Hastreiter, „es schaut sehr positiv aus!“
Doppelte Fläche
Nach Abschluss der Arbeiten stehen nach seinen Worten der Grenzpolizeigruppe zwei vollwertige Geschosse zur Verfügung – also die doppelte Fläche des aktuellen Bestandes. Es werde künftig einen Unterrichtsraum geben, den auch die Grenzpolizei-Inspektion nutzen könne, dazu neue Büros und Funktionsräume.
„Es wird ein zukunftsorientierter Ausbau sein,“ betonte Polizeivizepräsident Robert Fuchs. Die Grenzpolizeigruppe werde per 1. März die vorgesehene Soll-Stärke erreichen, also spürbar mehr Beamte haben als bisher. Das Gebäude werde auch so ertüchtigt, dass es künftigen Anforderungen gerecht sein könne, beispielsweise durch eine PV-Anlage zur Energiegewinnung.
Landrat Löffler hatte zuvor schon betont, dass es „eine sehr gute und mutige Entscheidung“ gewesen sei, in Bayern mit den Grenzpolizeigruppen einen eigenen Weg zu gehen. In Sachen Sicherheit bringe dies unbestritten sehr große Vorteile bei der Bekämpfung von Straftaten in den Bereichen Betäubungsmittel, Beschaffungskriminalität und Migration. „Solange die Kontrollen und Maßnahmen an den EU-Außengrenzen nicht funktionieren,“ so Löffler, „tun wir gut daran und müssen hier kontrollieren!“ Schleuser dingfest zu machen, habe weiter Priorität, die Tätigkeit der Grenzpolizei zusammen mit der Bundespolizei sei „hervorragend“. Die rechtsstaatliche Ordnung müsse an den Grenzen gewahrt werden.
Hopp: „Extrem wichtig“
MdL Hopp bezeichnete die Arbeit von Grenzpolizei und Bundespolizei in der genannten Form als „extrem wichtig“. Generell und mit Blick auf die anstehende Baumaßnahme gelte es, größten Wert auf Personal- und Sachausstattung zu legen. Hopp lobte die erfolgreiche Arbeit der Schleierfahndung und dankte den Beamten. Dem schloss sich Bürgermeister Sandro Bauer an, der die Bedeutung der Dienststelle für Furth im Wald und die Region hervorhob. Die hier geleistete Polizeiarbeit habe viel mit Erfahrung aus der früheren Grenzpolizei-Zeit zu tun, könne vor allem in der Praxis und kaum in Seminaren erworben werden. Auch Bauer lobte das gute Miteinander der polizeilichen Dienststellen: „Wir sind hier alle froh, dass ihr zu unserem Schutz Tag und Nacht da seid!“
Polizeivizepräsident Robert Fuchs und Polizeirat Sven Buhl gaben den Dank zurück und brachten zum Ausdruck, wie wichtig die Unterstützung für die Polizei von staatlicher Seite sei. Es wurde darauf hingewiesen, dass die deutschen Dienststellen in der Grenzregion „ein tolles Netzwerk“ bilden. Konkret sei auch ein sehr guter Austausch mit den tschechischen Kollegen gegeben. Das habe sich mehrfach bei Einsätzen mit Hubschraubern oder bei Suchaktionen gezeigt.

