33-Jährige bereits sechsmal vorbestraft: Polizei findet durch Zufall 48 Gramm Haschisch in Wohnung

Am Donnerstag hat das Neumarkter Amtsgericht eine 33-Jährige wegen des Besitzes von 48 Gramm Haschisch verurteilt. Wenn der Bundestag nächste Woche zustimmt, wäre sie ab 1. April ungeschoren davon gekommen. Doch jetzt gab es eine saftige Strafe.
Als sich die 33-Jährige am Vormittag des 1.September auf den Weg nach Nürnberg machte, ahnte sie nicht, dass die Polizei am Abend mehr als 45Gramm Haschisch in ihrer Wohnung sicherstellen würde.
Ein Freund hatte vergeblich versucht, die 33-Jährige zu erreichen. Weil er sich Sorgen machte, rief er schließlich die Polizei, wie Richter Rainer Würth aus der Aussage des Freundes berichtete. Als die Beamten an der Wohnung der Angeklagten ankamen, trafen sie dort ebenfalls niemanden an.
Weil den Polizisten bekannt war, dass die 33-Jährige ein Drogenproblem hat, verschafften sie sich Zugang zu ihrer Wohnung. Dort auch dort fanden die Polizisten niemanden vor – sie entdeckten allerdings 48Gramm Haschisch in einem Koffer auf dem Tisch und stellten dieses bei der Gelegenheit sicher.
Angeblich nichts von Polizeieinsatz gewusst
Vor Gericht sagte die arbeitslose Arzthelferin aus, dass sie nichts von dem Polizeieinsatz mitbekommen habe. Erst einen Tag später habe der Freund ihr gebeichtet, den Notruf gewählt zu haben.
Außerdem beteuerte die 33-Jährige in der Verhandlung zunächst, die Drogen gehörten nicht ihr, sondern dem Freund. Denn er habe zeitweise bei ihr gewohnt. Sie habe nicht kontrolliert, „was er alles in seinen Kisten hat“. Zudem könne sie sich nicht daran erinnern, die Drogen in ihrer Wohnung gesehen zu haben.
Richter ermuntert Frau zum Geständnis
Richter Rainer Würth unterbrach die Verhandlung und beriet sich mit dem Verteidiger, Thomas Lößel, und dem Vertreter der Staatsanwaltschaft, Thomas Leykam. Daraufhin ermunterte Würth die Angeklagte, ein Geständnis abzulegen – was die 33-Jährige dann auch tat: Sie gab zu, dass die Drogen ihr gehörten.
Leykam forderte daraufhin und angesichts der Vorstrafen eine Geldstrafe in Höhe 2000Euro – 80Tagessätze zu je 25Euro. Denn die 33-Jährige war bereits dreimal wegen Drogenbesitzes vor Gericht gestanden. Darüber hinaus war sie wegen Betrugs und Diebstahls mit Waffen verurteilt worden. Ihr Verteidiger plädierte für eine Geldstrafe in Höhe von 1250Euro.
Würth verurteilte die Frau zu einer Geldstrafe in Höhe von 1500Euro, also 60Tagessätzen zu je 25Euro. Außerdem ermahnte er sie: „Es wird langsam Zeit, dass Sie die Kurve kriegen“.