Narren trotzten dem Wetter beim Faschingszug in Neustadt – Hunderte Zuschauer an der Strecke

Neustadt a.d. Donau. Regen und Kälte konnten die Neustädter am Sonntag nicht aufhalten, um an ihrem Faschingszug teilzunehmen. 32 Fußgruppen und Wagen waren aufgeboten, Hunderte Zuschauer standen an der Strecke. Anschließend gab es eine Premiere.
Erstmalig fand die große Open-Air-Party der Faschingsgesellschaft Spumantia am Stadtplatz statt. Buden säumten den Platz, auf der Bühne am St.-Anna-Kircherl sorgten die DJs DJs John Taylor und Tommy Loco für Partystimmung. Und das kam beim Partyvolk an. Daneben gab es auch auf dem Volksfestplatz wieder eine Party. Die fiel allerdings kleiner als früheren Jahren aus.
Der Faschingszug selbst war ein Erlebnis. Die Zuschauer erlebten vielfältigste und fantasievolle Kostüme. Auch bei den Wagen hatten sich die Gruppen einiges einfallen lassen. So traten die Waldelfen des SV Irma unter dem Motto „Wunder der Magie“ auf und die Neustädter Faschingsweiber präsentierten sich mit einem bunten Blumenschmuck als Kopfbedeckung.
Viele nutzten den Gaudiwurm auch für Werbung in eigener Sache. So warb die KLJB Sandharlanden für ihr 100-jähriges Gründungsfest, das im Sommer gefeiert wird. Und die KLJB Irnsing wies auf die Kels-Gaudi am 1. Juni hin. Daneben gab es natürlich auch politische Spitzen – gegen die Regierung in Berlin und die Erinnerung, dass Neustadt a.d. Donau ein neues Hallenbad braucht.
Der Zug hatte auch seine Einzelkämpfer. Zum Beispiel Ludwig Ecker aus Eining. Der passionierte Jäger hatte sich in einem Hochstand versteckt. Darauf prangte das Schild „Jägerin zum Aufsitzen gesucht“.
32 Fußgruppen und Wagen waren unterwegs. Die Zuschauer an der Strecke hat niemand gezählt, aber es waren viele Hundert. Sie kamen trotz Regen und Kälte und hatten ihren Spaß. Walter Meltschoch meinte nur: „Wir haben auch schon Schnee gehabt. Richtige Narren hält das nicht auf.“
Das sah auch Bürgermeister Thomas Memmel. Er freute sich mit Christian Brünger, Präsident der Föderation Europäischer Narren Bayern Süd, über den Erfolg der Party am Volksfestplatz und die zahlreichen Teilnehmer am Gaudiwurm.
Wie immer wurden die schönsten Wagen und Fußgruppen prämiert. Bei den Fußgruppen gewann die Feuerwehr Mühlhausen, bei den Wagen setzten sich die Maibaumfreunde Münchsmünster-Schwaig durch.
Der Neustädter Faschingszug ist zu einem Selbstläufer geworden. Alle machen mit – auch der 2. und der 3. Bürgermeister, viele andere zum wiederholten Male. Eindreiviertel Stunden brauchte der Zug in diesem Jahr. Allen Gruppen voran marschierte wieder die Faschingsgesellschaft Spumantia.






