An der Eininger Fähre wird es eng – Ausflügler nerven mit ihren Autos

Radfahren und Paddeln liegen im Trend. Wenn es wieder wärmer wird, zieht es die Menschen in die Natur. Davon profitiert auch der Biergarten an der Fähre in Eining. Dort sorgen die Freizeitsportler allerdings auch für Verdruss. Die Stadt Neustadt a.d. Donau sucht nach einer Lösung.
Es fehlen schlichtweg Parkplätze an der Fähre in Eining. Vor allem an Wochenenden und Feiertagen wird es eng. Die Ursache ist bekannt. Bisweilen kommen Heerscharen von Radlern und Kanuten nach Eining – oft leider mit dem Auto. Als Gepäck haben die Ausflügler ihr Sportgerät dabei. Das Fahrrad oder das Boot werden hier abgeladen und anschließend geht es auf Tour.
Leidtragende sind Anwohner und insbesondere der Wirt des Biergartens, der im Moment zwar keinen Wirt hat. Bekannt ist aber von den bisherigen Betrieben: Die Autos von Radfahrern und Bootfahrern stehen oft den ganzen Tag auf dem Parkplatz des Biergartens abgestellt. Einen anderen Parkplatz gibt es nicht an der Fähre. „Die Parkplatzproblematik an der Fähre und der Bootsanlegestelle in Eining ist seit Jahren bekannt“, sagt Bürgermeister Thomas Memmel.
Nicht zuletzt die Bootsanlegestelle knapp unterhalb des Fähranlegers in Eining, die vor einigen Jahren vom Wasserwirtschaftsamt geschaffen wurde, hat die Situation verschärft. Vertreiben will deshalb die Freizeitsportler niemand, aber eine Lösung muss her. Darüber sind sich Stadträte und Bürgermeister einig. In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses gab es dazu einen Vorschlag.
„Nahe an der Donau“
Es soll ein weiterer Parkplatz geschaffen werden – rund 100 Meter flussabwärts des Biergarten-Parkplatzes. Am Rand der bestehenden Bebauung besitzt die Stadt ein Grundstück, das als Parkplatz verwendet werden könnte. Das Grundstück ist über die Straße Am Donaufeld erreichbar, von der wiederum eine schmale Straße in Richtung Donau abbiegt. Am Ende dieses Weges könnte der Parkplatz angelegt werden. „Und von da aus ist man relativ nahe an der Donau und der Bootsanlegestelle“, erklärt der Bürgermeister.
Das hätte nicht nur den Vorteil, dass der Parkplatz am Biergarten entlastet wäre. Auch die Verkehrsströme wären in Eining entzerrt, denn Biergartenbesucher und Freizeitsportler müssten nicht mehr gemeinsam die Straße Zur Überfuhr benutzen. Davon würden auch die Anlieger in der Straße Zur Überfuhr profitieren.
Bürgermeister Thomas Memmel weiß, dass auch dieser Vorschlag nicht ganz unumstritten in der Bevölkerung sein dürfte. „Schon bei der Bürgerversammlung 2022 wurde deutlich, dass es zur Schaffung weiterer Parkplätze etliche Vorbehalte aus der Bevölkerung gibt.“ Deshalb ging es in der jüngsten Sitzung des Bauausschuss auch nicht um einen endgültigen Beschluss in der Sache, sondern um die Abstimmung der weiteren Vorgehensweise.
Der Bürgermeister betont auch im Hinblick auf die Bürgerversammlungen, die nach dem Fasching beginnen werden, dass für die Parkplatzsituation in Eining noch keine Entscheidung gefallen sei. Dem entspricht auch der Beschluss des Bauausschusses. Darin ist festgelegt, dass ein Bauantrag für den Parkplatz vorbereitet werden soll und es sollen Skizzen erstellt werden, anhand derer das weitere Vorgehen diskutiert werden kann.
Verheddern ausgeschlossen
Keine Zweifel gibt es unterdessen an der Notwendigkeit der Bootsanlegestelle und das nicht nur weil Radfahren und Paddeln im Trend liegen. In früheren Jahren, berichtete der einstige Fährmann Viktor Beisel, sei es manchmal vorgekommen, dass sich angetrunkene Bootsfahrer beim Wiedereinstieg in ihre Boote in der Donau in den Fährseilen verheddert hatten. Das könne jetzt so nicht mehr passieren, weil sich die Bootsanlegestelle seit der Baumaßnahme des Wasserwirtschaftsamtes Landshut unterhalb des Biergartens befindet.

