Schnelleres Netz für Dürnhart: Ab 2026 sind auch hier lahme Verbindungen passé

Breitbandausbau in Biburg: Die Telekom soll mit dem Ausbau betraut werden.
Biburg ist einen Schritt weiter in Sachen Breitbandausbau. In der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend stellte Constantin Habel von der Breitbandberatung Bayern GmbH die Ergebnisse des Auswahlverfahrens für die Bayerische Gigabitrichtlinie vor. Aber auch andere Punkte beschäftigten die Räte.
• Breitbandausbau: Mit der Bayerischen Gigabitrichtlinie könnten 68 Adressen in Dürnhart ein schnelleres Netz bekommen. Die Gemeinde hatte die Arbeiten für einen Ausbau ausgeschrieben. Beworben hatten sich zwei Anbieter, deren Leistungen wurde nach verschiedenen Kriterien miteinander verglichen. Wichtiges Kriterium war zum Beispiel die Höhe der nicht gedeckten Kosten, die beim jeweiligen Anbieter entstünden. Auch die Ausbauzeit, also die Zeit, die der Anbieter für den Ausbau braucht, gerechnet ab der Kooperationsvereinbarung zwischen Gemeinde und Anbieter, war nicht unerheblich. Die Telekom Deutschland GmbH schnitt dabei am Besten ab.
Insgesamt würde die Telekom 24 Monate für den Ausbau brauchen. Die von der Telekom berechnete Wirtschaftlichkeitslücke von 217.429 Euro, würde eine voraussichtliche Förderung von 195.686 Euro größtenteils abdecken. Für die Gemeinde bliebe noch ein Eigenanteil von 21.743 Euro übrig. Die Gemeinderäte beschlossen auf den Rat Habels, das Angebot der Telekom anzunehmen.
Als nächster Schritt muss ein Förderantrag eingereicht werden. Etwa im April/Mai ist mit einem Bescheid zu rechnen. Erst dann kann der Kooperationsvertrag mit der Telekom geschlossen werden.
Den Kernort von Biburg und ein paar einzelne Adressen wiederum würde ein Bundesförderprogramm abdecken, so Habel. Vor allem dort, wo Baulücken seien, wo nachverdichtet würde, käme das Bundesförderprogramm in Betracht. Im Vergleich zum bayerischen Förderprogramm sei beim Bund mit einer längeren Dauer bei der Antragstellung zu rechnen, so Habel.
• Bauanträge: Relativ schnell handelten die Räte zwei Bauanträge ab. So soll in der Höhenwanger Straße ein Einfamilienwohnhaus mit Doppelgarage entstehen. Festgelegt sei im Bebauungsplan beispielsweise ein Satteldach mit einer Neigung von 42 bis 46 Grad. Der Bauherr möchte für sein Haus allerdings ein Walmdach mit einer Neigung von 20 Grad haben. Weil in der gleichen Straße schon ein anderes Haus mit Walmdach steht und sich das Haus zudem im Baugebietsende befindet, hatten die Räte nichts einzuwenden und nickten den Bauantrag ab.
Ein weiteres Einfamilienhaus soll in der Nähe der Ortsstraße entstehen. Dort will der Bauherr von der im Bebauungsplan vorgesehenen naturroten Dacheindeckung abweichen, weil eine dunklere Dachabdeckung oder gar ein Blechdach seiner Ansicht nach besser zur Bauweise seines zukünftigen Hauses passe. Es sei nicht erkennbar, dass nachbarschaftliche Belange beeinträchtigt würden, so die Begründung des Bauherrn. Zudem möchte er sein Grundstück teilen. Die Räte bewegte in diesem Zusammenhang, wie das mit einer späteren Erschließung sei, wer dann die Kosten für eine weitere Erschließung trage. Etwaige Kosten müssten dann vom Eigner selbst getragen werden. Die Gemeinderäte stimmten dem Bauvorhaben zu.
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• Klärschlamm: Um die Räumung der Klärteiche und die Lagerung im Absetzbecken drehte sich ein weiterer Punkt. Der ausgetrocknete Klärschlamm aus den Klärteichen soll ins Absetzbecken transportiert und dort gelagert werden. Der Schlamm soll austrocknen und erst dann endgültig abtransportiert werden. Wenn alles in einem Becken gelagert werde, könne man die Kosten für den Abtransport, das Gewicht des Schlamms besser einschätzen, so die einhellige Meinung. Dem Angebot von 11.495 Euro für die Räumung stimmten die Räte zu.
• Altlasten: Vor dem Abbruch eines Altgebäudes im Gewerbegebiet Straßfeld muss eine orientierte Schadstoffuntersuchung gemacht werden. Die Räte übertrugen diese Aufgabe einem Büro.
Das ist die Bayerische Gigabitrichtlinie:
Ausbau: Der Freistaat unterstützt mit dem Förderprogramm „Bayerische Gigabitrichtlinie“ Gemeinden beim Aufbau von gigabitfähigen Breitbandnetzen.
Ziel: So sollen hochleistungsfähige Netze mit Übertragungsraten von mindestens 50 Mbit/s im Download und viel höheren Upload-Geschwindigkeiten in Gebieten entstehen, die bislang nicht über die entsprechende Infrastruktur verfügen.