„Rote Ameisen“ gehen in Langquaid gegen rechts auf die Straße

Ein Zeichen setzen gegen Rechts und für Vielfalt – das möchte die Kindergruppe „rote Ameisen“ des Kinder- und Jugendverbands SjD-Die Falken in Langquaid. Deshalb findet am Aschermittwoch vor dem Langquaider Rathaus die erste „Kinder- und Jugenddemo für Vielfalt“ statt. Beginn ist 16 Uhr.
„Eingeladen sind alle, die ein Zeichen setzen wollen für eine vielfältige und freie Jugendarbeit“, sagt Kirsten Reiter. Sie ist Gruppenhelferin der „roten Ameisen“, die es seit 2009 in Langquaid gibt. Einmal pro Woche kommen zwischen sechs und zwölf Kinder und Jugendliche, zum Teil mit Migrationshintergrund, im Alter zwischen sechs und elf Jahren im Jugendzentrum Juz zusammen.
Über aktuelles Zeitgeschehen diskutiert
Es wird gebastelt, gespielt und gemeinsam diskutiert. Dabei geht es um Themen, die Langquaid betreffen, aber auch um das aktuelle Zeitgeschehen, wie zum Beispiel die zahlreichen Demonstrationen in der Region gegen Rechtsextremismus und die AfD. „Das beschäftigt die Kinder“, sagt Reiter. Darum thematisierte sie es in einer Gruppenstunde. Sie befassten sich mit dem Parteiprogramm der AfD und mit den möglichen Folgen – auch für die Falken. „Wir hätten wohl die größten Schwierigkeiten“, sagt Reiter. In zahlreichen Bundesländern habe es Versuche der AfD gegeben, Mittel für die Jugendarbeit der Falken einzufrieren, weil sie angeblich nicht auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung stünden, erklärt sie.
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Die Kinder hatten schließlich die Idee, mit einer Demo ein Zeichen gegen die neue Rechte und für Vielfalt – auch in der Jugendarbeit – zu setzen. Den „roten Ameisen“ war wichtig, Bürgermeister Herbert Blascheck dazu einzuladen. Der sagte sofort zu. Es sei wichtig in der heutigen Zeit, dass sich Kinder und Jugendliche engagieren. „Die Demo ist ein schönes Signal, das wir miteinander setzen. Sie unterstreicht, wir sind eine starke Gemeinschaft“, sagt Blascheck.
Plakate für Demo gestaltet
Nach ihrer Faschingsparty am Dienstagabend machten sich die Kinder und Jugendlichen daran, Plakate zu gestalten. Auch kindgerechte Ansprachen soll es bei der Demo geben. „Den Kindern ist wichtig, dass die Kinder auch verstehen, was gesagt wird“, sagt Reiter. Wer ans Mikrofon treten wird, steht noch nicht fest.
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Reiter freut sich, dass die Idee zur Demo von den Kindern gekommen ist und hofft, dass sich auch viele Eltern und Großeltern daran beteiligen.