Langquaider Marktplatz wird am Faschingssonntag zur bunten Partymeile

Die Vorbereitungen für den großen Faschingszug am 11. Februar in Langquaid laufen auf Hochtouren: Faschingswagen werden gebaut, Kostüme genäht und Bonbons besorgt. 62 Maschkarer-Gruppen, 38 davon mit Wagen, werden dabei sein, wenn sich der Zug um 14 Uhr in Bewegung setzt.
Die Strecke ist bewährt. Vom Bahnhofsgelände geht es über den Heuweg und die Leierndorfer Straße zum Marktplatz und weiter in die Rottenburger Straße. Am Busumkehrplatz wendet der Zug und führt erneut über den Marktplatz. Die Zuschauer haben so die Möglichkeit, die Maschkarer zweimal zu bestaunen und auch die Teilnehmer sehen sich gegenseitig. „Das kommt gut an“, sagt Bürgermeister Herbert Blascheck.
Garde der Siegonia tritt auf
Bereits Ende September trudelten die ersten Anfragen bei Anette Weiß, die zusammen mit Bauhof-Chef Heribert Roithmeier den Gaudiwurm organisiert, im Rathaus ein. Die eigentliche Anmeldung startete am 11.11. Doch dann ging es ratzfatz. Mitte Dezember war der Großteil der Startnummern vergeben.
Die Teilnehmer kommen nicht nur aus Langquaid und Umgebung, sondern auch aus den Landkreisen Landshut, Straubing und Regensburg. Ihre Themen bleiben bis zum Umzug geheim. Nur so viel kann Blascheck bereits verraten: „Die Teilnehmer beweisen wieder viel Fantasie. Die Zuschauer dürfen sich auf eine bunte Mischung freuen.“
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Nach dem Umzug, den Blascheck zusammen mit Niklas Neumeyer am Marktplatz moderieren wird, findet dort eine große Faschingsparty statt. Die Garde der Siegonia aus Siegenburg tritt auf und anschließend sorgt DJ General D für die Musik. Für die Bewirtung am Marktplatz sorgen FC-Bayern-Fanclub, Sparclub, die Fußballer des TSV, der Fischereiverein, der Elternbeirat der Schule, der EVL-Fanclub und die Festdamen der Feuerwehr Niederleierndorf, die auch alle beim Umzug dabei sind.
Alle Feuerwehren im Einsatz
Das Besondere am Langquaider Faschingszug ist für Blascheck, dass alle Generationen gemeinsam feiern. Vergangenes Jahr sei es eine „supertolle“ Party gewesen. Alle hätten sich gefreut, nach der Corona-Pause wieder miteinander zu feiern, und auch der Faschingssonntag 2020 ist ihm in Erinnerung geblieben. Auch damals sei es ein „gigantisches“ Fest gewesen.
Damit am 11. Februar alles reibungslos abläuft, ist im Vorfeld viel Organisation und Logistik erforderlich. Besonders der Bereich Sicherheit spielt eine wichtige Rolle. Hier greifen die Verantwortlichen auf ein bewährtes Sicherheitskonzept zurück. So werden am Faschingssonntag alle Ortsteilfeuerwehren im Einsatz sein, wie auch BRK, Polizei und Security. Die Zuschauerbereiche werden durch Seile und niedrige Bauzaunelemente vom Zug abgegrenzt. Die Zug-Teilnehmer dürfen beispielsweise keine harten Gegenstände in die Zuschauer werfen und auch für die Wägen gelten Sicherheitsvorgaben, die vor dem Start des Gaudiwurms kontrolliert werden.
Die Frage nach dem Kostüm
Am Faschingssonntag sind auch die Mitarbeiter des Bauhofs im Einsatz. Doch ihr „Großkampftag“ ist der Rosenmontag. Ab 5 Uhr beseitigen sie die Spuren der großen Sause. Bis die ersten Busse über den Marktplatz fahren, soll davon nichts mehr zu sehen sein, sagt Blascheck. Doch durch das Verbot von Konfetti, Stroh und Glasflaschen habe man es geschafft, die Müllmenge deutlich zu reduzieren.
Nun steht dem großen Umzug und der Faschingsparty fast nichts mehr im Wege. Was noch fehlt, ist, neben gutem Wetter, Blaschecks Kostüm. Darüber habe er noch gar keine Gedanken gemacht, gesteht der Bürgermeister. Vergangenes Jahr, als er als Kaminkehrer unterwegs gewesen sei, sei die Entscheidung auch erst am Faschingssonntag gefallen.
Faschingsbälle in Langquaid
3. Februar: Faschingsball der Feuerwehr Langquaid. Beginn ist um 20 Uhr im Burgmayerstadl. Für die Musik sorgt die Band Cherry Pink. Masken sind erwünscht. Karten zum Preis von 13 Euro gibt es im Vorverkauf bei JS Getränkeservice in Langquaid.
8. Februar: Der Jugendverein lädt unter dem Motto „Zeitreise – vom Urknall bis Chat GPT“ zum Weiberfasching in den Burgmayerstadl. Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr. Es spielt Offbeat live und es gibt eine Kostümprämierung. Karten sind im Vorverkauf für 12 Euro bei Weber Kreatives Wohnen und JS Getränkeservice erhältlich. An der Abendkasse kostet der Eintritt 15 Euro.
10. Februar: Skihaserlball des Skiclubs Langquaid im Burgmayerstadl. DJ General D legt auf und es gibt eine Maskenprämierung. Der Eintritt kostet 13 Euro. Beginn ist um 19 Uhr, Einlass ab 18.30 Uhr. Karten gibt es nach telefonischer Anmeldung bei Willi Duschl, Tel. (0151) 46477724.