Geflügelzuchtgarten im Zentrum Langquaids soll wieder öffnen

Seit der Corona-Pandemie hat die Anlage des Geflügelzuchtvereins im Langquaider Zentrum geschlossen. Das hat nicht nur finanzielle Folgen. Alois Liebhart setzt sich für die Öffnung ein.
In den Volieren gurrt und gackert es: Es ist allerhand los im Langquaider Geflügelzuchtgarten. Doch die Öffentlichkeit bekommt davon nur wenig mit. „In der Hauptzeit haben wir hier rund 200 Tauben und bis zu 100 Hühner“, erklärt Alois Liebhart. Dazu kommen Enten, Gänse und Fasane. Liebhart ist seit vielen Jahren zweiter Vorsitzender des Geflügelzuchtvereins.
Vor der Corona-Pandemie war der Zuchtgarten ein beliebtes Ausflugsziel für Eltern mit ihren Kindern, Schulklassen und Kindergartengruppen. „Da war immer was los“, sagt Liebhart. Doch seit der Pandemie ist der Zuchtgarten für die Öffentlichkeit geschlossen. Nun soll die Anlage baldmöglichst wieder geöffnet werden. Die entsprechenden Schritte will Liebhart in die Wege leiten, denn die lange Schließung hatte Folgen.
Züchter-Nachwuchs fehlt
Viele Besucher hätten Geld für Futter gespendet, das jetzt fehle, erklärt Liebhart. Auch sei es schwerer, Kinder und Jugendliche für das Hobby zu begeistern. Acht Jungzüchter haben die rund 130 Mitglieder, die bis aus Siegenburg kommen, in ihren Reihen. „Doch das Alter zwischen 25 und 50 geht uns ab.“
Finanzielle Unterstützung bekommt der Verein, dessen Vorsitzender Markus Hadersbeck ist, vom Markt Langquaid, der einen Teil der Pacht für die Anlage übernimmt. Der Geflügelzuchtgarten sei eine „liebevoll angelegte, tolle Oase“ am Marktplatz, sagt Bürgermeister Herbert Blascheck, der schon als Kind mit seiner Mutter die Anlage besuchte. Er hofft, dass noch viele Generationen dazu die Gelegenheit haben werden.
Nach der Gründung des Vereins 1953 gab es für die Mitglieder nur eine kleine Hütte und einen Ausstellungsraum, erklärt Alois Liebhart. Die Mitgliederzahlen stiegen und so entschied man sich einige Zeit später, den Zuchtgarten anzulegen und die Volieren an Mitglieder zu vermieten, die nicht die Möglichkeit dazu haben, die Tiere zuhause zu halten.
Aktuell sind alle Volieren belegt. Auch Liebharts Mandarinenenten sind im Zuchtgarten und genießen das Bad in der Laaber. Zuhause hält er Vorwerkhühner und Bielefelder Kennhühner. Der 58-Jährige züchtet seit seiner Jugend. Er schätzt an seinem vielseitigen Hobby auch den Austausch mit erfahrenen Züchterkollegen.
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Im Langquaider Verein gibt es etwa 30 aktive Züchter, ein Teil von ihnen ist auf Schauen vertreten. Gemeinsam mit dem Geflügelzuchtverein Schierling organisieren sie Jahr für Jahr eine Lokalschau. Sie zeigen ihre Tiere auch auf Bezirks-, Landes-, Bundessieger- und Europaschauen und feiern dort Erfolge. Für Blascheck ist der Verein „ein sehr erfolgreiches Aushängeschild für Langquaid“.
Zahl der Mitglieder stieg
Auch die Nachwuchszüchter sind bei den Schauen dabei. Um für ihr Hobby zu werben, haben die Langquaider Züchter noch vor der Pandemie Schaubrüten in Schulen und Kindergärten veranstaltet und am Ferienprogramm des Marktes teilgenommen. „Da hatten wir immer guten Zuspruch“, sagt Liebhart. Auch heuer wollen die Züchter wieder bei Sommer im Markt dabei sein und Interessierte, egal ob Klein oder Groß, für ihr Hobby begeistern.
Während viele Vereine während der Pandemie Mitglieder verloren, stiegen die Zahlen beim Langquaider Geflügelzuchtverein. In der Zeit hätten viele eigene Hühner halten wollen – für das frische Frühstücksei, mutmaßt Liebhart.
Was er am Langquaider Geflügelzuchverein auch schätzt, ist die Gemeinschaft. Einige Mitglieder treffen sich immer Sonntagvormittag im Geflügelzuchtgarten und einmal im Monat zur Monatsversammlung. Aktuell läuft der Pachtvertrag für den Geflügelzuchtgarten noch bis 2025. Liebhart: „Wir würden uns freuen, wenn es danach weiterläuft.“



