Wege werden neu gestaltet: Mehr Barrierefreiheit für Besucher des Schwarzenfelder Friedhofs

Von Philipp Breu · 7. Februar 2024 um 05:00

Ob mit Rollator, Rollstuhl oder Kinderwagen: Die geschotterten Wege am Schwarzenfelder Friedhof sind nicht überall leicht zu befahren. Das soll sich nun aber ändern.

Das Thema sorgt bei vielen Schwarzenfeldern schon länger für Frust. Auch bei der Premierenveranstaltung von „Senioren kommen zu Wort“ im Rathaus, die im Frühjahr 2023 stattfand, war der Friedhof eines der beherrschenden Themen. Die Senioren regten hier unter anderem an, die Gehwege zu teeren, da viele Ältere mit Rollator unterwegs sind und die Schottersteine eine Behinderung darstellten. Auch für Eltern mit Kinderwagen seien die Wege ein Zumutung.

Ein festerer Belag

Der Schwarzenfelder Grundstücks-, Bau- und Umweltausschuss hatte sich in seiner Sitzung am 22.November 2023 wieder mit dieser Thematik beschäftigt. Aufgrund der Bausumme sei diese nun abschließend im Markgemeinderat zu behandeln, wie Bürgermeister Peter Neumeier (ÜPW) am Montag schilderte. Der Bauausschuss habe dem Marktgemeinderat im Vorfeld empfohlen, die Hauptwege im Friedhof sowie den Weg an der Friedhofsmauer entlang mit einer sogenannten „wassergebundenen Oberfläche“ zu versehen. Erstere sollten zusätzlich eine Graniteinfassung bekommen.

Man könne sich das wie bei einem Radweg vorstellen, wie Pressesprecher Tobias Reitmeier auf Nachfrage unserer Zeitung erklärte. Der Schotter werde extrem verdichtet. Dadurch könne zwar Wasser weiterhin versickern, aber man sinke beim Laufen oder Drüberfahren nicht ein. „Solche Wege findet man häufig auch in Stadtparks“, so Reitmeier. Die Graniteinfassung bedeute nichts anderes, als dass die Hauptwege an den Rändern künftig durch Granitsteine begrenzt würden.

Maßnahme kostet rund 150.000 Euro

Im Zuge der Bauarbeiten sollen laut Beschlussvorlage auch gleich die Wasserleitungen inspiziert und gegebenenfalls ausgetauscht werden. Eine weitere Anregung betraf das Leichenhaus. Dort soll die davorliegende Fläche gepflastert werden. Die Gesamtkosten der Maßnahme würden sich auf etwa 150.000Euro belaufen. Lange mussten die Markträte nicht überlegen. Dass etwas getan werden müsse, stehe schließlich schon länger fest, hieß es.

Einstimmig gab das Gremium grünes Licht. Nun hat der Bürgermeister die Aufgabe, den Auftrag an den wirtschaftlichsten Bieter zu vergeben.