SV Lohberg hat eine Lösung für sein Fußballplatz-Problem und bekommt Hilfe aus dem Landtag

Von Stefan Weber · 5. Februar 2024 um 18:30

Seit Dezember hat sich die Situation um die Besitzverhältnisse rund um den Fußballplatz in Lohberg so zugespitzt, dass im Verein schon befürchtet wurde, der Spielbetrieb stehe vor dem Ende. Nun hat „Nachmessen“ dem Hin- und Her eine neue Wendung gegeben.

Marina Koller ist mit ihrer Version des Klassikers „Ein bisschen Frieden“ von Nicole auf der Suche nach einer Lösung für die Fußballabteilung des Sportvereins Lohberg, weil zwischen dem Verpächter und der Gemeinde die Fronten nach einem Jahr Diskussion so verhärtet sind, dass nichts mehr geht. Aber wie heißt es im BR-Klassiker „Monaco Franze“: „ A bissel was geht immer!“ – Ein Motto, unter dem nun ein Neu-Münchner einen Aufruf startet, der den Spielbetrieb ab März doch noch möglich machen soll.

Erst vor wenigen Tagen hatte die Gemeinde in nicht öffentlicher Sitzung ein Angebot von Anton Späth, dem rund ein Drittel der Fläche des Fußballplatzes gehört, abgelehnt. Darüber, wie ab kommenden Monat doch noch gekickt werden soll auf dem Platz, schwieg sich das Gemeindeoberhaupt aus, zumindest öffentlich. Landtagsabgeordneter Julian Preidl weiß offensichtlich mehr, und hat darum am Montagnachmittag zum Treffen mit dem Verein ans Waldstadion geladen. Sein Engagement kommt nicht von ungefähr, wie Josef Hupf (Abteilungsleiter Fußball) und Ludwig Begerl (Jugendleiter) vor Ort erzählen. Sie hatten in den vergangenen Monaten überall nach Unterstützern, auch in der Politik gesucht, und in dem jungen Freie-Wähler-Abgeordneten Preidl einen gefunden, wenn der auch bislang im Hintergrund blieb.

Gemeinsam erzählen sie, wie es nun doch weitergehen kann: Das Spielfeld hat bislang 100 Meter Länge und 68 Meter Breite. Die Länge könnte bleiben, doch die Breite wäre ohne die Fläche von Späth nicht mehr zu halten. Nun sind 52 Meter Breite abgesteckt, was auch ohne die Späth-Fläche möglich ist, die Länge wird auf 90 Meter angepasst. Was nun noch fehlt, sind zwei Container für getrennte Umkleiden und einer mit Duschen – Kein „Muss“ rein nach Vorschrift, um überhaupt spielen zu dürfen, aber eine Notwendigkeit, vor allem mit Blick auf die Gäste am und auf dem Spielfeld. Doch Container seien im Moment schwer zu bekommen, wie auch Preidl weiß. Staatliche Behörden, die er schon angefragt habe, verfügten zwar über derartige Container, doch seien die auch bei der Aufnahme von Flüchtenden gebunden.

42 Bauunternehmen aus dem Landkreis werde er darum noch diese Woche anschreiben und um Hilfe bitten, so Preidl, und auch die Gemeinde sei natürlich schon auf der Suche, so die beiden SV-Funktionäre. Aber natürlich dürfe sich auch jeder melden, der nun davon mitbekomme, damit die Fußballabteilung des SV Lohberg ab Mitte März wieder einen vernünftigen Spielbetrieb aufnehmen kann.